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Tourniquet - Where Moth And Rust Destroy

Review von Odin vom 24.03.2003 (3688 mal gelesen)
Tourniquet - Where Moth And Rust Destroy Tourniquet sind bekannt für abwechslungsreiche und tiefgründige Musik, ihr letztes Werk "Microscopic View Of A Telescopic Realm" setzte nicht nur in Sachen Albumtitel Maßstäbe. So verwundert es nicht, dass der neue Silberling mit nur 9 Songs auf eine Spielzeit von einer guten Stunde kommt, die angefüllt ist mit metallischer Musik voller Einschläge aus den verschiedensten Bereichen der Klangbildung.

Der grundlegende Stil des amerikanischen Trios wird gerne als Thrash spezifiziert - eigentlich muss man aber zumindest noch ein "progressive" davorsetzen. So gibt es tatsächlich immer wieder fett bratende Passagen wie in "Healing Waters Of The Tigris" und anderen Songs, die mit Riff- und Doublebass-Attacken aufwarten, aber im gleichen Atemzug auch wieder Refrains von melodiöser Schlichtheit, die das Vergessen schier unmöglich machen.

Von klassischen Einflüssen, Classic Rock Elementen und straightem US Metal ist jeweils etwas zu hören, aber auch minutenlange Gitarren-Soli ala Queen oder fast schon Pink Floyd finden sich zum Beispiel im neuneinhalbminütigen "Healing Waters...". Ein denkbar guter Soundtrack zu den aktuellen Geschehnissen an eben jenem Tigris...

Bei aller Begeisterung für das Songwriting und die spielerischen Leistungen (nicht zuletzt von den Gast-Gitarristen Marty Friedman und Bruce Franklin) bin ich leider vom Sound etwas enttäuscht. Zwar ist er klar und gleichmäßig, aber deutlich druck- und konturloser als der des superben Vorgängers. So kommen die starken Riffs oft etwas zu kurz in ihrer Ausdruckskraft. Gerade der letzte Song "In Death We Rise" könnte für seinen schleppend stampfenden Marsch etwas mehr Plastizität gebrauchen - die gewinnt er etwas mit steigender Lautstärke am Verstärker, aber dann fallen wieder die Nachbarn aus dem Bett...

Auch nach vielen Durchgängen wird dieses Album nicht langweilig, immer wieder gibt es neues zu entdecken. Allerdings ist es zum bloßen Durchhören nicht so unterhaltsam wie etwa der im schnitt schnellere und aggressivere Vorgänger. Hier dominieren mehr die langsamen, bedrohlichen, düsteren Töne. Der Höhepunkt dabei ist der instrumentale Rausschmeisser, den man nach ein paar Minuten inbrünstig mitsummt, weil er sich mit ungeheurer Beharlichkeit im Kopf festgestampft hat.

Insgesamt hat es einige Zeit länger gedauert als bei den bisherigen Alben, dass die Scheibe meine volle Aufmerksamkeit erregen konnte, aber es lohnt sich.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
1. Where Moth And Rust Destroy
2. Restoring The Locust Years
3. Drawn And Quartered
4. A Ghost At The Wheel
5. Architeuthis
6. Melting The Golden Calf
7. Convoluted Absolutes
8. Healing Waters Of The Tigris
9. In Death We Rise
Band Website: www.tourniquet.net
Medium: CD
Spieldauer: 59:19 Minuten
VÖ: 24.03.2003

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