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Dream Theater - A View From The Top Of The World

Review von Metal Guru vom 19.11.2021 (863 mal gelesen)
Dream Theater - A View From The Top Of The World "A View From The Top Of The World" lautet der Titel des mittlerweile 15. Studioalbums der amerikanischen Götter des melodiösen Progs, des progressiven Schwermetalls, des schwermetallischen Traumtheaters. Sieben Stücke in 70 Minuten und 19 Sekunden suggerieren auf den ersten Blick "alte (gute?) Zeiten", aber sind auch neue Zeiten (= die Gegenwart) "gut"? Nun ja, nach dem deutlich direkteren/einfacheren, gitarrenmaximierten/keyboardminimierten, verknappten/verkürzten Vorgänger "Distance Over Time" frönen die Herren Traumtheatraliker ausufernden Arrangements, memorablen Melodien, raffinierten Rhythmen, schädelspaltenden Soli und unisonoren Unmöglichkeiten, wobei Ideenreichtum/Intensität/Innovation der ersten Alben meiner bescheidenen Meinung nach NICHT erreicht werden. Außerdem hat sich die Band nach mehreren von Tom Baker gemeisterten (= kaputtkomprimierten) und Richard Chycki gemischten (= plattproduzierten) Alben den mit Johnny "Guitar" Petrucci rummachenden Andy Sneap ans Pult beziehungsweise hinter die Regler geholt. Ergebnis: Akustische Angleichung von Gitarren und Keyboards, nicht gaaanz so kaputte Kompression (dafür a bisserl mehr Wumms) und nicht gaaanz so platte Produktion (Schlachzeuch zwar lauter, aber immer noch "steril"), im Ganzen und Großen höhenloser/mittenlastiger/runder/wärmer/zusammener. Und ja, James Gesang wurde auch diesmal hörbar autogetjunt, harmonisiert und pitschgeschifft. Aber hey, der Gute IST - wie alle anderen auch - gealtert, sein Organ dementsprechend nicht mehr so druckvoll, nicht mehr so umfangreich, nicht mehr so voluminös "wie früher" (wann auch immer DAS war beziehungsweise gewesen sein soll). Warum also sollte ER - wie alle anderen auch - die Manipulationsmöglichkeiten eines Studios NICHT nutzen? Klar, live ist (beziehungsweise WIRD) 'n anderer Schnack, aber DER bleibt vorerst Thema einer viral verifizierten Zukunft ...

Best For Last: Das Titelstück beschließt nicht nur die Scheibe, sondern ist nach 'A Change Of Seasons' (dem Stück, NICHT der Halb-Live/Halb-Studio-Scheibe), 'Six Degrees Of Inner Turbulence' (dem einfachen Stück, NICHT der zweifachen CD), 'Octavarium' (von der achten Gemüter spaltenden DT-Platte) oder 'Illumination Theory' (von "Dream Theater") endlich mal wieder ein waschechter/richtiger/lupenreiner Longtrack. "Long" heißt in diesem traumtheatralisch vertrackten Fall: 20 melodiös-metallische Minuten und 24 progressiv-schädelspaltende Sekunden - uff! Welches der genannten Langstücke jetzt das "beste", der "schlechteste", die "was-weiß-ich" ist, kann (und werde) ich euch NICHT sagen. Was ich aber definitiv sagen KANN (und hiermit tue): Nicht alles, was die amerikanischen Götter des melodiösen Progs, des progressiven Schwermetalls, des schwermetallischen Traumtheaters anpacken, wird zu grenzgenialem Gold, was die Herren LaBrie, Mangini, Myung, Petrucci und Rudess in die Länge ziehen, macht kompositorischen/melodischen/rhythmischen Sinn, und manches (vieles?), was die Traumtheatraliker "verbrechen", verkommt zur selbstbefriedigenden/technischen Zirkusattraktion. Egal, alle DT-typischen Twists & Turns, Techniken & Stile, Erkennungsmerkmale & Elemente wurden nicht nur aktiviert/re-vitalisiert, sondern auch anstands-/bedenken-/gnaden-/rücksichts-/schamlos verwurstet. Ja, was denn - warum sollen die fünf Mega-Mucker denn NICHT zeigen, was sie mal konnten/immer noch können (= sich selbst abfeiern, auf die melodiös-metallischen Schultern kloppen, in den progressiv-schädelspaltenden Vordergrund spielen, zelebrieren und zitieren) - alle anderen tun's doch auch!

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
1. The Alien (09:31)
2. Answering The Call (07:35)
3. Invisible Monster (06:30)
4. Sleeping Giant (10:04)
5. Transcending Time (06:24)
6. Awaken The Master (09:47)
7. A View From The Top Of The World (20:23)
Band Website: www.dreamtheater.net
Medium: CD
Spieldauer: 70:19 Minuten
VÖ: 22.10.2021

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Metal Guru bleibt Metal Guru, Schuster bleibt bei seinen leisten, die Kirche bleibt im Dorf und dream Theater rulen ohne Ende, nicht nur mit ihrem Langen Dong!
(22.11.2021 von Gurkengandalf)

Ahnungslosigkeit bleibt Ahnungslosigkeit, Beleidigung bleibt Beleidigung und Unterstellung bleibt Unterstellung. Aber der DT-Experte Gurkengandalf darf das, oder? Gurkengandalf - YOU rule ...
(21.11.2021 von metalguru)

Ui, da fühlt sich einer angesprochen... Ist doch so: von der Musik erfährt man gar nichts, nicht mal der angeblich "beste" Song, natürlich der lange, wird auch nur mit einem Satz charakterisiert, nein, gleich macht der wissende Guru die üblichen, lächerlichen Vergleiche mit anderen Epen, natürlich auf besser und schlechter begrenzt, eben völlig ahnungslos. Für Kenner : das neue Album kann man durchaus mit den früheren Werken messen und für mich steht es auf einer Stufe mit images, awake, scenes, es ist sicher das beste mit mangini, der hier eigentlich erstmals richtig glänzt, John myung greift auch endlich mal beherzt in das Geschehen ein, und ganz nebenbei : die Songs! Kein stinker und auch keine Ballade, trotzdem die volle Dynamik in fast allen Songs, Highlights wie the Alien und allen voran sleeping giant mit unglaublichen Abfahrten und Ohrwurm er wie invisible Monster oder transcending time, ja, der 20 minuter befindet sich in bester Gesellschaft, man braucht nur einen Satz saubere und nicht mehr so grüne Ohren!
(20.11.2021 von Gurgengandalf)

Nur weil Gurkengandalf der (ihm zuhestandenen) Meinung ist, meine Rezension gehe "an keiner Stelle auf die Musik" ein, handelt es sich dennoch um eine solche (Rezension). Aber Gurkengandalf kann nicht anders, Gurkengandalf muss maulen - MAUL on! Ansonsten gleicht Gurkengandalfs Behauptung, ich wolle "bashen" (?) und mache mir "nicht die Arbeit, ein 70minütiges Altersfeuer- und Meisterwerk zu erkunden" 'ner Mischung aus Beleidigung, eigener Tiefenverspannung und Unterstellung. Oder mit anderen Worten: Gurkenganfalf hat nicht die blasseste Ahnung ...
(20.11.2021 von metalguru)

Review kann man das nicht nennen, an keiner stelle wird auf die Musik eingegangen, das kommt davon, wenn man bashen will und sich nicht die Arbeit macht, ein 70minuetiges altersfeuer- und Meisterwerk zu erkunden. Die Punktzahl stimmt kurioserweise dann wieder, echte Fans legen noch einen halben drauf.
(20.11.2021 von Gurkengandalf)

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