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Cradle Of Filth - Existence Is Futile

Review von Eddieson vom 27.10.2021 (738 mal gelesen)
Cradle Of Filth - Existence Is Futile Dani Filth ist eine Person, die in der Metalwelt polarisiert, und das ist gut so, solche Personen braucht man, auch Bands wie CRADLE OF FILTH braucht die Metalwelt. Man mag von ihnen halten, was man will, man kann ihnen auch "Sell out" vorwerfen, dennoch muss man respektieren, dass Dani mit CRADLE seit nunmehr 30 Jahren unbeirrt seinen Weg geht. Er konnte ebenso kommerzielle Erfolge feiern, als auch einige Tiefschläge einstecken, und trotzdem ist er mit seiner Truppe 2021 mit voller Leidenschaft dabei, und das hört man. Neues Feuer entfachte mit der momentanen Truppe, so dass man mit den NuBla-Alben "Hammer Of The Witches", "Cryptoriana - The Seductiveness Of Decay" und auch dem aktuellen Longplayer "Existence In Futile" drei starke Alben in Folge veröffentlicht.

Sprach ich eben von Leidenschaft, kann man sagen, dass "Existence In Futile" nur so davon strotzt. Eingeleitet durch ein gewohnt klassisches Intro startet das neue Album mit einem der besten Opener seit 'Cthulhu Dawn' von der "Midian". Wechselnd zwischen Raserei, epischen Chören, atmosphärischen Klangteppichen, melodischen Gitarren und Danis unverwechselbarem Gesang, mausert sich der Song direkt zum Highlight. Anabelle ist die neue Frau am Keyboard und zeigt sich ebenfalls verantwortlich für die Female Vocals. Und gleich zaubert sie bei 'Necromantic Fantasies' Gänsehaut-Melodien und Atmosphäre. Und wenn wir schon bei Atmosphäre sind, dann sind die instrumentalen Interludes auf einem CRADLE-Album ein essentieller Baustein eines jeden Longplayers, so auch 'Here Comes A Candle', welches wohl platziert nach dem rasenden 'Crawling King Chaos' zum Durchatmen einlädt. Wer CRADLE kennt, weiß genau, dass die Engländer gar nicht anders können, als ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Album zu veröffentlichen. "Existence In Futile" bildet da keine Ausnahme. Es gibt viel zu entdecken, viel zu erleben, die düstere Gothic-Atmosphäre grenzt an Magie, so kann 'Black Smoke Curling From The Lips Of War' als kraftvolle Nummer überzeugen, während 'Discourse Between A Man And His Soul' eher gemählich dahinplätschert und fast schon einen balladesken Touch bekommt. Gewohnte Kost bekommt man dann aber wieder mit 'The Dying Of Embers, in dem vor allem Dani mit seinem Gesang überzeugen kann.

Dann noch mal ein kurzes Keyboard-Interlude und 'How Many Tears To Nurture A Rose' führt das Album auf die Zielgerade. Ein Song, der neben seinem zackigen Tempo vor allem durch die Lead-Gitarren positiv auffällt. Nein, auch zum Ende des Albums verliert "Existence In Futile" nichts von seiner Kraft, sondern punktet noch mit dem mächtigen Rausschmeißer 'Us, Dark, Invincible', welcher einen gelungen Abschluss des Albums bildet. Und um noch mal den Bogen zu "Midian" zu schlagen, kehrt Doug 'Pinhead' Bradley zurück, der ja schon bei 'Her Ghost In The Fog' seine unverwechselbare Stimme zum Einsatz brachte, und auf "Existence In Futile" bei 'Suffer Our Dominion' und dem Bonustrack 'Sisters Of The Mist' ein gelungenes Comeback feiert.

Am Ende bleibt also zu sagen, dass CRADLE ein starkes Album veröffentlichen, welches gewohnt hochqualitative CRADLE-Kost bietet, die zwar mittlerweile recht engängig geworden ist, dennoch viel an Innovation, Vielschichtigkeit und Abwechslung zu bieten hat und das nach 30 Jahren Bandgeschichte.



Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Fate Of The World On Our Shoulders
02. Existential Terror
03. Necromantic Fantasies
04. Crawling King Chaos
05. Here Comes A Candle (Infernal Lullaby)
06. Black Smoke Curling From The Lips Of War
07. Discourse Between A Man And His Soul
08. The Dying Of The Embers
09. Ashen Mortality
10. How Many Tears To Nurture A Rose
11. Suffer Our Dominion
12. Us, Dark, Invincible
13. Sisters Of The Mist (Bonus)
14. Unleash The Hellion (Bonus)
Band Website: www.theorderofthedragon.com
Medium: CD/LP+ digital
Spieldauer: 70:24 Minuten
VÖ: 22.10.2021

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