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Atrae Bilis - Apexapien

Review von Rockmaster vom 17.10.2021 (931 mal gelesen)
Atrae Bilis - Apexapien Die Kanadier ATRÆ BILIS legen nach der EP "Divinihility" mit "Apexapien" ihr offizielles Longplayer-Debüt vor. Schon der Opener, das Instrumental 'Theta', setzt dabei eine erste Duftmarke. Unverkennbar geht es hier hochtechnisch zur Sache, und die Riffs werden einem mal mit der Abrissbirne in die Gehörgänge gezwiebelt und mal mit dem Uhrmacherwerkzeug filigran hineingeschraubt. Dabei haben die Jungs aber stets und bei jedem Tempo mächtig Dampf auf dem Kessel. Wenn man genau hinhört, fällt auf, dass das auch auf die Art und Weise zutrifft, wie sie im Eiltempo durch teils wilde Abfolgen von Motiven hasten. Dabei entwickeln sie durchaus gute Riffs und Melodien, die oft herrlich dissonant sein dürfen, aber viele Ideen werden hier gar nicht erst lange weiterentwickelt oder wiederholt - ATRÆ BILIS mögen es abwechslungsreich und schlagen einen Haken nach dem anderen. Dennoch gelingt es ihnen, den Hörer nicht in hoffnungsloser Konfusion zu hinterlassen, sondern tief in ihre Titel hineinzuziehen.

Sänger Jordan Berglund grunzt toll, macht aber auch ein paar Exkursionen ins Thrash Metal-Shouting. David Stepanavicius zeichnet für die dissonanten Gitarrenklänge verantwortlich, die auch mal im schwarzmetallischen Genre wildern. Brendan Campbell am Bass und Luka Govednik am Schlagzeug heizen mächtig ein und sorgen dafür, dass es nicht allzu viele Tempo-Verschnaufpausen gibt. Insbesondere Luka prügelt seine Zuhörer ein aufs andere Mal furios mit den Tomtoms durch die Titel. Alle spielen dabei auf einem technischen Niveau, das man nicht allen Bands attestieren kann. Zu meinen Favoriten gehört 'Bacterium Abloom', das heftig startet, sich aber vor allem in den langsameren Passagen tief zwischen die Ohrläppchen arbeitet, allerdings dann gegen Ende - ausnahmsweise durch ständige Wiederholung - den Spannungsbogen verliert. Wer eher einen brutalen Nackenbrecher braucht, ist bei 'Lore Beyond Bone' gut aufgehoben. 'To Entomb The Aetherworld' klingt gegen Ende zeitweise so, als würde hier klassischer Heavy Metal zitiert, aber die Drums erinnern einen stets daran, dass das nicht die maßgebliche Qualifikation von ATRÆ BILIS ist. Gut gelungen ist der Band das Verhältnis aus Oldschool und Moderne - da kann sich der Traditionalist ebenso aufgehoben fühlen wie der Jungspund.

"Apexapien" funktioniert über die gesamte Länge, womit wir bei der einzigen Schwäche des Albums wären. Ein paar Minuten mehr hätte man durchaus spendieren dürfen. Ansonsten ist das Album ein würdiger Beitrag zum unsterblichen Genre des Todesstahls.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Theta (1:44)
02. Lore Beyond Bone (5:04)
03. By The Hierophant's Maw (3:13)
04. Open The Effigy (3:58)
05. Bacterium Abloom (4:52)
06. Into The Seas Of Sepsis (3:22)
07. Hymn Of The Flies (4:00)
08. To Entomb The Aetherworld (5:33)
Band Website: https://www.facebook.com/atraebilis
Medium: CD, LP
Spieldauer: 31:46 Minuten
VÖ: 08.10.2021

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17.10.2021 Apexapien(8.0/10) von Rockmaster

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