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Defocus - In The Eye Of Death We Are All The Same

Review von Metal Guru vom 04.07.2021 (1779 mal gelesen)
Defocus - In The Eye Of Death We Are All The Same DEFOCUS sind die vier deutschen Metalcorer Marcel "Bambam" Heberling (dickere und tiefere Saiten), Jonas Mahler (Bleche und Felle, Füße und Hände, Stöcke und Treter), Simon Müller (Stimmbänder) und Jeffrey Uhlmann (dünnere und höhere Saiten). Das kernig-metallische Quartett zog aus, der Welt das Ende selbiger (= der Welt) zu verkünden. Nein, ich bin noch immer KEIN Fan allzu aussagender/politischer/tiefgängiger Texte. Wenn sie aber - so wie hier - wahnsinnig gebellt/wild gegrunzt/wütend geschrieen (= unverständlich) vorgetragen werden, kann selbst ich mit viel Aussage/mehr Politik/am meisten Tiefgang leben. Simon sagt beispielsweise - und nur er und der liebe Gott wissen, warum er (als Deutscher) DAS auf Englisch tut - (Zitat) "Mankind still tends to be living an egoistic lifestyle and there's probably a reason why we're not considered as 'social' beings. With this being said while the world turns upside down and everything seems to get worse and worse, everyone will die alone in the end." Wär' "In The Eye Of Death We Are All The Same" 'n Buch, legte ich es JETZT weg ...

"In The Eye Of Death We Are All The Same" ist nicht nur eine traurige, aber wahre Tatsache (= am herannahenden Ende sind wir alle gleich), sondern auch DEFOCUS Audio-Debüt (live waren sie schon aktiv). Die neun Songs in 32 Minuten und 27 Sekunden wurden zuhause aufgenommen (continuing unthanks to f...ing corona and other shit) und woanders zusammengemischt - DAS hört man nicht! Titel wie 'Common Grave', 'Disease' (übrigens auch die erste Single und stilistischer Stellvertreter der gesamten Scheibe) oder 'In Our Heads' sprechen tödliche Bände. Die Gitarren mal atmosphärisch-gepickt, meist tiefergestimmt-verzerrt, die Rhythmusgruppe mathematisch-unerbittlich und die Vocals wahnnsinnig/wild/wütend. Einzig 'Tides' (eine instrumentale, kurze, wabernde Wolke) und 'Shelter' (inklusive anfänglich ambienter Atmosphäre, metallisch-kernigem Gemetzel und weiblichen Vocals) fallen aus dem rigorosen Rahmen.

Corona und Konsorten sind der größte Haufen Scheiße, den die Welt bisher gesehen hat - darüber sind wir uns wohl alle (bis auf GANZ wenige Ausnahmen) einig. Ungeachtet (oder gerade wegen) der ganzen Scheiße nutzen Kopfkapellen wie beispielsweise DEFOCUS die "Gunst der Stunde" (na, wohl eher die Ungunst der nächsten Jahre), kreativen Krach zu veranstalten. DAS machen sie - wenn auch vorerst nur zuhause - routiniert, souverän und virtuos. Bleibt - wie bei so vielen anderen Acts, Bands, Gruppierungen, Kapellen, Projekten - die bange Frage: Wie sieht's aus mit "richtigen" (= engen, lauten, stickigen) Auftritten vor "richtigem" (= atmendem, schwitzendem, unmaskiertem) Publikum? Ich wünsche DEFOCUS nicht nur in diesem Zusammenhang alles Gute ...


Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Thought Of A Vision (3:42)
02. In Our Heads (3:32)
03. Immerse Me (3:37)
04. Common Grave (3:36)
05. Tides (1:01)
06. Diverge (feat. Tomm Bruemmer) (3:18)
07. Can You See Me (4:27)
08. Disease (3:14)
09. Shelter (6:00)
Band Website: http://defocusband.com/
Medium: CD
Spieldauer: 32:27 Minuten
VÖ: 02.07.2021

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04.07.2021 In The Eye Of Death We Are All The Same(7.5/10) von Metal Guru

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