Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2020
70000 Tons Of Metal 2020

A Sinister Purpose 2020

Hell Over Hammaburg 2020

Osyron - Kingsbane (Deluxe Edition)

Review von Rockmaster vom 14.06.2021 (1093 mal gelesen)
Osyron - Kingsbane (Deluxe Edition) Die 2017er-Scheibe "Kingsbane" von OSYRON hat verschiedene Gesichter. Der erste Eindruck geht schon ein wenig in Richtung Power Metal. Starke Double Guitar-Power, ein klasse Sänger, tolle Melodien und die Rhythmusgruppe sorgen für einen guten Drive. Der Beipackzettel indes spricht von Epic Metal, was man auch gelten lassen kann. Im Netz wiederum liest man häufig das Prädikat "Progressive". Stimmt irgendwie alles. Ich lege mich jetzt auf Power Metal mit progressiven Anteilen fest. Die Band selbst fand wohl das Material so gut, dass sie ein Jahr nach ihrem dritten Longplayer "Foundations" den Vorgänger neu aufgelegt haben. Das zweiseitige (= 1 Blatt ohne Falz) "Booklet" des vorliegenden Silberlings im Jewel Case hat jetzt nicht das Flair einer "Deluxe Edition", das schaut hoffentlich beim CD-Dealer des Vertrauens besser aus. Das kleine Manko macht die Musik aber mehr als wett.

Sänger Reed Alton ist granatenstark. Seine Stimme könnte man mit Todd La Torre, Geoff Tate oder Michael Kiste (nicht in den extremen Tonhöhen) vergleichen. In seinen hohen Tonlagen ist er fast so perfekt wie die anderen Kandidaten, auf dem gesamten Album gibt es nur einen einzigen kleinen Wackler. Krzysztof Stalmach und Bobby Harley, die die Originaltitel komponiert haben, liefern tolle melodische Riffs und Soli ab, schön sind die häufigen Harmoniewechsel. Am Bass macht Tyler Corbett einen tollen Job, und an den Drums gibt Trevor Cobb den alten Titeln einen starken Drive, während bei den Neuaufnahmen der aktuelle Drummer Cody Antsey sogar noch eine kleine Schippe drauflegt. OSYRON nageln auf "Kingsbane" kein hammerhartes Brett, zweckentfremden aber gerne mal zeitweise den Schlagschrauber (wie zum Beispiel am Anfang von 'To War') dazu.

Es ist nicht schwer herauszuhören, dass Mix und Produktion der Scheibe nicht nach einem typischen, aktuellen Werk vom Mainstream-Markt klingen. Dem Prinzip "laut und übersteuert" haben sich die Jungs zwar nicht entziehen können (Peak: 100 Prozent), aber erfreulicherweise lässt der Mix genug Raum, dass auch der Bass einen anständigen Sound hat. Ist vermutlich reiner Zufall, zeichnet doch Tyler Corbett für den Remix verantwortlich. Cody Antsey indes hat das Remastering übernommen. Vermutlich hätte man noch ein paar tausend kanadische Dollar für einen hauptberuflichen Produzenten mehr investieren können und noch zwei bis drei Prozent mehr rausgekitzelt. Aber die individuelle Note im Sound hat etwas Wohltuendes, und trotzdem kommen die alten Titel frisch aufpoliert mit richtig Wumms und Dampf daher. Daumen hoch!

Haben die Originalversionen zu einem erklecklichen Anteil eine Länge von über sieben Minuten (häufig ein Indiz für "Progressive"), wurden die Neuaufnahmen nicht einfach nochmal runtergenudelt, sondern die ganze Band hat sich zusammengesetzt und die Titel neu arrangiert. So ist die akustische Version von 'Razor's Wind' entstanden, die eindrucksvoll belegt, dass der Titel nicht nur mit Keyboards, Effekten und verzerrten Gitarren funktioniert - viel mehr als Gesang, Gitarre und ein wenig Percussion braucht es nicht. Die anderen beiden Tracks wurden ein wenig gestrafft, was vor allem 'Viper Queen' zugute kommt. Der Titel wirkt in der neuen Fassung etwas tighter, fast glaubt man, er wurde schneller aufgenommen - was wahrscheinlich eine Täuschung ist. Tatsächlich scheint Cody dem Titel noch eine ganze Kante mehr Druck zu verleihen. Für mich ist der neu eingespielte Titel der Höhepunkt des Albums.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. From Ashes (Remaster) (2:12)
02. To War (Remaster) (5:55)
03. Razor's Wind (Remaster) (8:16)
04. Viper Queen (Remaster) (7:07)
05. Griefmaker (Remaster) (6:41)
06. Kingsbane (Remaster) (7:18)
07. Empire Of Dust (Remaster) (7:27)
08. Kingmaker (Remaster) (10:07)
09. Razor's Wind (Acoustic) (5:25)
10. Griefmaker (Re-Recorded) (5:28)
11. Viper Queen (Re-Recorded) (6:03)
Band Website: www.facebook.com/osyron
Medium: CD
Spieldauer: 72:01 Minuten
VÖ: 14.05.2021

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

11.07.2020 Foundations(9.0/10) von baarikärpänen

14.06.2021 Kingsbane (Deluxe Edition)(9.0/10) von Rockmaster

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!