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Septagon - we Only Die Once

Review von Rockmaster vom 15.04.2021 (857 mal gelesen)
Septagon - we Only Die Once Kommt einem eine Band mit so einem verkopft anmutenden Namen wie SEPTAGON unter, ist immer ein gewisses Überraschungspotenzial drin. Da kann man schon mal mit verschwurbelten Prog-Ausgeburten der musikalischen Hirnwindungen rechnen. Tja, knapp daneben. Bei SEPTAGON wird schnörkellos ausgeholt und erst mal dreschen Markus und Stefs Gitarren krachend auf die Ohren ein. Daniel an den Drums bearbeitet alsbald den Punching-Ball, Alexander zeichnet für die akustischen Tiefschläge verantwortlich, die dem Ringrichter aber oft entgehen dürften. Und Markus (der zweite) darf die gesanglichen Haken (und Hooks) schnurgerade in die Kauleiste zirkeln. Ein bisschen was von Mixed Metal Arts hat das, was SEPTAGON hier musikalisch darbieten. Thrash und Speed dominieren die Gangart, aber da steckt auch ein Pfund klassischer Metal im Handschuh. Im Ring frönen SEPTAGON den altgedienten Tugenden, die man so gerne dem Metal deutscher Machart nachsagt: Zehn Runden lang gibt es von Gong bis Gong nur Vollgas ohne Rücksicht auf Verluste. Die Attitüde stimmt, auch wenn der Stil dann und wann mal etwas unrund läuft. Der Sound der Studioaufnahmen wurde ansatzlos in Bits gepresst wie ein harter Punch. Die hohe Kunst des Sound-Engineerings geht anders, aber die siebenkantige, grobe Dresche hat irgendwie was Erfrischendes.

Musikalisch gibt es gute Momente, Riffs, Soli und Melodien. Markus hat eine super Stimme. Alles in allem ist "We Only Die Once" ein unterhaltsames Album. Titel wie 'Demon Divine', der Titeltrack oder 'Decision Day' gehen geschmeidig runter - auch wenn ich mich darüber amüsieren könnte, dass durch das Intro des anti-militaristischen 'Decision Day', eine Kriegsszenerie mit MG-Feuer, Hubschrauber und Granateinschlägen, auf einmal eine Polizeisirene durchfährt. Was beim einen oder anderen Hörer den frühzeitigen Knock-Out verhindern dürfte, ist, dass nicht alles gleich zum Wirkungstreffer wird. Auf den zeitweise recht konstanten Rhythmus stellt man sich ein, passt, da kommt kein Einschlag, den man nicht hätte kommen sehen. Auch die Gesangsmelodien im Modern Metal-Moll treffen nicht den Hörnerv aller Musikkonsumenten. Da ducken sich alte Hörgewohnheiten einfach weg.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Demon Divine (4:00)
02. The Rant (3:12)
03. How To Kill The Boogeyman (5:06)
04. We Only Die Once (4:08)
05. Vendetta (4:10)
06. Head Held High (3:31)
07. Gardens Of Madness (6:46)
08. Decision Day (5:07)
09. Strange Times (3:11)
10. Ekke Nekkepenn (3:47)
Band Website: www.bandpage.com/septagon
Medium: CD
Spieldauer: 42:59 Minuten
VÖ: 26.03.2021

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