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Incantatem - Katharsis

Review von Metal Guru vom 27.01.2021 (1412 mal gelesen)
Incantatem - Katharsis INCANTATEM sind insgesamt fünf Hamburger*nnen: Thomas Giesel (Schlagzeug), Johanna Heesch (Violincello), Christopher Ried (Gitarre), Malte Storjohann (Gesang) und Mella Winterfeld (Bass, Umschlaggestaltung). Diese hanseatischen Deerns und Jungens verbrachten die längste Zeit des jämmerlichsten Jahres seit Menschgedenken (2020 = Corona) in den Chameleon Studios Hamburg und schraubten an einer/ihrer Musik, die man ganz grob als deutschsprachigen Folk-Metal bezeichnen KANN, nicht aber MUSS. Assoziationen mit ACHIM REICHEL, KNORKATOR, SANTIANO, UNHEILIG und anderen kommen dem Rezensenten in den Sinn. Laut Booklet (danke an dieser Stelle für's physische Promo-Package) wurden sämtliche Songs gemeinschaftlich komponiert und alle Texte von Sänger Malte (Ausnahme Track No. 3: Heinrich Heine) geschrieben. Als Produzenten (und Programmierer gelegentlicher Syntheziser), Mischer und Masterer werden die zumindest mir unbekannten Benjamin Lawrenz und Chris Harms gennant - gute (überambitionierte?) Arbeit, Jungs!

"Katharsis" heißt das zweite Album des norddeutschen Quintetts und im Gegensatz zu ihrem ersten Werk ("Animus Et Anima") wirken die 12 neuen Songs in 44 meist metallischen Minuten und 14 selten sentimentalen Sekunden arrangementmäßig ausgereifter, kompositorisch konsequenter, produktionstechnisch professioneller, spielerisch stärker, vokalistisch (immer noch) wenig überzeugend. Es wird richtiggehend gerockt ('Seuche', 'Diamant', 'Das Monster In Mir'), sechsachtelig geschunkelt ('Loreley'), spaßig gespeedet ('Zeichen') und atypisch getangot ('Schwingen') - alles super! Aber der (Haupt-)Gesang: Es tut mir wirklich sehr leid, aber was der gute Malte hier anzettelt, bedarf meiner Meinung nach als Arrangeur, Komponist, Multiistrumentalist, Sänger und Tonstudiobetreiber dringender Korrektur/Überarbeitung/Veränderung. Begründung: Wenn er singt (und er singt viel, SEHR viel), fehlt es ihm an (Aus-)Druck, Gesicht, Kraft, Lautstärke und - last not least - Vibrato. Nicht, dass jeder Sänger/jede Sängerin auf Teufel komm' raus vibrieren MUSS, aber der verzweifelte Versuch, nicht immer getroffene Töne vibrationslos 'halten' zu wollen, ist - und es tut mir immer noch sehr leid - ein typischer Amateurfehler (ganz schlimm: Quotenballade und letztes Stück 'Trost'). Na ja, und missionarische Selbstmitleids-, Weltverbesserungs- und Zeigefingertexte waren schon immer Geschmackssache ...

Ja, ich mag verzerrte/tiefergestimmte/metallische Klampfen, konzeptionelle Celli (besonders, wenn sie - so wie hier - auch mal Haupt-, nicht nur Statistenrolle spielen), Frauen IN Rockbands/AN Instrumenten und Deutschtexte auch (wenn sie - so wie hier nicht immer - Wortwitz/Tiefgang/Rhythmus/Reim/Abstand aufweisen). Aber nein, ich mag noch immer keine stadiontauglichen/publikumsorientierten/massenkompatiblen Gröl-Refrains, keine vibrato-/lautstärke-/kraft-/gesichts-/drucklosen Männerstimmen und klar kalkulierte Kinderchöre ('Kinder Des Krieges') schon mal gar nicht - pfui! Wenn ihr auf deutschsprachigen Folk-Metal (na, wohl eher Metal als Folk) steht, hört euch das Teil an und entscheidet für euch selbst. Ich persönlich bewerte INCANTATEMs "Katharsis" aus genannten Gründen gar nicht ...

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. Katharsis (Intro)
02. Seuche
03. Loreley
04. Diamant
05. Hof Der Wunder (feat. Eric Fish)
06. Schwingen
07. Das Monster In Mir
08. Wie Feuer
09. Zeichen
10. Kinder Des Krieges
11. Das Letzte Bild (feat. Daniel 'Barry' Brach)
12. Trost
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 44:14 Minuten
VÖ: 15.01.2021

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Schön, dass wir jetzt wissen, dass der Verfasser diese Band nicht mag. Und um so schöner, dass es immer noch persönliche Geschmacksache ist, welche Art von Musik man gerne hört und welche nicht. Ich finde das neue Album "Katharsis" von Incantatem jedenfalls super gelungen !!!
10/10   (29.01.2021 von Kirsten Stratmann)

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