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Zero Theorem - The Killing II

Review von Opa Steve vom 22.01.2021 (1326 mal gelesen)
Zero Theorem - The Killing II Diese EP von ZERO THEOREM scheint der besonderen Vorliebe der Band zu folgen, die schon ihr Debüt im EP-Format herausbrachte und nun - ganz schlaue Füchse ahnen es schon - den Nachfolger der EP "The Killing" im ebengleichen Format nachschieben. Ich muss ehrlich bekennen, dass ich von diesen kleinen Tonformaten kein Freund bin. Musik ist für mich immer mit Album gleichzusetzen. Nicht nur, weil ich mich über die Rohstoffverschwendung sowie den Platzverbrauch im Regal ärgere. Sondern weil mir immer ein bisschen die Kombination "faule Band" und "doppelter Profit" in den Sinn kommt. Auch lässt sich die Qualität der Musik in 40 Minuten besser beurteilen als in einer Viertelstunde. Von der Wirkung eines Albums ganz zu schweigen. Dies nur vorab, aber ich bin gewillt, diesen Fakt beim Review so gut auszublenden wie es nur geht.

ZERO THEOREM spielen ihre Songs wieder groovig, modern, und unterstützen dies mit der Produktion der Scheibe auch sehr gut. Der Sound ist trotz der Kälte recht dicht und fett. Die modernen Stilmerkmale wie diverse Gesangsverzerrungen und der Einsatz von Superfett-Plugins und diversen elektronischen Unterstützungssounds gehören sicherlich nicht in eine True Metal-Produktion, aber mit dieser modernen Mischung aus fettem Groove, einer stellenweise düsteren Kälte und dem Alternative-Anstrich wirkt das genau so wie beabsichtigt. Und klingt gar nicht schlecht. Die Melodien wirken in diesem Sound stark aufgeblasen und stärker, als sie eigentlich sind. Oftmals sind die Hooks zündend, aber von eher banaler Tiefe. In 'Translucent' merkt man zudem, wie stark sich die Band auf den Refrain konzentriert, der tatsächlich ein bisschen nervt, gerade weil es so simpel ist. Zuerst ist man noch geneigt, den aufwändigen Arrangements Respekt zu zollen, aber dieser vordergründige Eindruck ist leider nicht von Dauer. 'Joke' dürfte das industrialnaheste Werk sein, bei dem die Samples eine durchaus stärkere Rolle spielen als in anderen Titeln. In einem dystopisch-futuristischen Film könnte man den Titel gut im Score beimischen. 'The Future' als dritter Song ist mein persönlicher Favorit. Die Anleihen von Electro-Goth und Industrial, vermischt mit dem Cyberfeeling des Titels, passen wunderbar zu den einfachen, aber schön kaltdüsteren Riffs. Bei Schwarzlicht könnte der Titel ein Dancefloor-Garant sein - und auch der Refrain gefällt mir hier ausnahmslos gut. Die Halbballade 'Waiting' löst bei mir Karies aus und erinnert von der Gesangsmelodie an italienische Schmachtsongs aus den 70ern. Schweigen wir darüber. 'Swarm' beendet die kurze Scheibe dann wieder tanzbeintauglich und mit schön tiefen Hüpf-Riffs.

Für mich eine zwiespältige Scheibe, die zu kurz ist, um ihre guten Ansätze in Bezug auf Atmosphäre richtig auszuspielen. Und es ist natürlich fatal, wenn bei nur fünf Songs ein Totalausfall wie 'Waiting' dabei ist, der auf einem Album besser zu verschmerzen gewesen wäre. Also Jungs: Bisschen mehr Geduld, mindestens doppelt so viele Songs, und dan sehen wir weiter.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Translucent
02. Joke
03. The Future
04. Waiting
05. Swarm
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 16:27 Minuten
VÖ: 22.01.2021

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