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The Bates - Unfucked Live

Review von Opa Steve vom 21.12.2020 (1487 mal gelesen)
The Bates - Unfucked Live THE BATES sind eigentlich schon seit 20 Jahren Geschichte, seit ihr Frontmann aufgrund seines Alkohol- und Drogenkonsums nicht mehr in der Lage war, mit der Band weiter zu arbeiten, und schließlich wenige Jahre später im Alter von 41 verstarb. Die in den späten 80ern gegründete Band wurde zwar eigentlich dem Punkrock zugeordnet, teilte aber viele Attribute des Genres nicht. Ähnlich wie DIE ÄRZTE waren sie offen für unterschiedliche Musikeinflüsse und es fehlte ihnen an glaubwürdiger Rebellion, während die Texte nur selten Stellung bezogen und eher unverbindlich blieben. Ob nun Punkrock oder einfach Partyrock sei daher mit diesem Review nicht abschließend entschieden.

Die Liveaufnahmen auf "Unfucked - Live" stammen noch aus den frühen 90ern. Die Band hatte gerade erst drei Eigenveröffentlichungen auf dem Markt, als sie dieses Album eintüteten. Dennoch enttäuscht der hohe Anteil an Coverversionen auf diesem Album, obwohl diese natürlich auch stets zum Profil der Band gehörten. Anstatt dieses Album noch einmal zu veröffentlichen, hätte man vielleicht auf bislang unveröffentlichtes Material zurückgreifen und mehr Eigenkompositionen in ihren Live-Varianten ausgraben sollen. Damit wäre eine Special Edition für Fans sicherlich wertvoller gewesen. Vielleicht erfreuen sich aber auch gerade einige über die Songs von NEIL DIAMOND ('What A Beautiful Noise'), LESLEY GORE ('It's My Party'), RAMONES ('Kill That Girl'), BEATLES ('Yesterday'), DAL SHANNON ('Runaway'), THE ANIMALS ('Bring It On Home To Me'), oder FEHLFARBEN ('Paul Ist Tot'). Ich habe nichts gegen Coverversionen an sich, aber wenn eine Band einen Großteil ihres Materials aus diesen zusammensetzt, fehlt ihnen unweigerlich ein klares Profil. Und daran krankt auch damals wie heute "Unfucked - Live". Hätte die Band ein klares Profil, könnte man sich mit dem Material ganz anders auseinandersetzen. Das vom Anrufbeantworter mitgeschnittene Betroffenheitsintro ist großes Kino, man spürt während des Gigs, dass das Publikum die Band richtig abfeiert, das Mastering ist 2020 genretypisch und durchaus OK. Aber die Musik erreicht einen während der 48 Minuten Spieldauer eher nur "im Vorübergehen". Zwingend ist diese Scheibe nicht, und ob es auch heute immer noch genügend beinharte THE BATES-Fans gibt, die in dieser Wiederveröffentlichung auch für den Vinylmarkt einen relevanten Tonträger sehen, bleibt offen. Mich hinterlässt die Scheibe heute etwas ratlos, und deswegen ergeht diese Rezension auch ohne Bewertung.

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. Einführung
02. Good Friends
03. No More
04. Beautiful Noise
05. Who's That Girl
06. Questionmark
07. It's My Party
08. Der Einsame
09. I Want You Back Again
10. Kill That Girl
11. Yesterday
12. Runaway
13. Stuff
14. Song For Michael
15. Eagle Man
16. Witches
17. I Don't Care
18. Bring It On Home To Me
19. The Lips Of Jayne Mansfield
20. Paul Ist Tot
Band Website:
Medium: CD, LP
Spieldauer: 48:26 Minuten
VÖ: 04.12.2020

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