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Veil Of Secrets - Dead Poetry

Review von baarikärpänen vom 18.12.2020 (1695 mal gelesen)
Veil Of Secrets - Dead Poetry In Peru, in Peru, in den Anden fliegt 'ne Kuh... Nee, Quatsch, Kühe fliegen natürlich nicht. Obwohl, Almabflug statt -abtrieb, das hätte schon was. Oder ein Milk-Fly-By. Die Vierbeiner gehören nun mal standhaft auf eine Weide und da sollen sie auch sein. Was der Ausflug in die (absurde) Fauna soll? Nun ja, eigentlich soll das nur eine Umschreibung für "Schuster, bleib bei deinen Leisten" sein. Im vorliegenden Fall betrifft das Vibeke Stene, um die es ja nach ihrem Ausstieg bei TRISTANIA recht ruhig geworden war. Nun meldet sie sich zusammen mit Asgeir Mickelson (unter anderem BORKNAGAR, IHSAHN oder VINTERSORG) in der neuen Band VEIL OF SECRETS zurück. Ehrlich gesagt könnte der Name nicht besser gewählt sein. Denn was uns die beiden mit diesem Album und vor allem der Produktion desselben sagen wollen, dürfte hinter einem Schleier an Geheimnissen verborgen bleiben.

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Alle acht Songs auf "Dark Poetry" stammen aus der Feder von Asgeir Mickelson, für Lyrics und Arrangements zeichnet Vibeke Stene verantwortlich. Und Frau Stene kann wirklich gut singen. Ihre glockenhelle und zarte Stimme hat schon was. Warum also dieses Pfund, mit dem VEILS OF SECRETS prima hätten wuchern können, durch solch eine Produktion unterbuttern? Lediglich in den ruhigen Parts, zum Beispiel 'Sear The Fallen', lässt sich erahnen, wieviel möglich gewesen wäre. Denn die grundsätzliche Idee, Doom in der Schnittmenge von CANDLEMASS oder SOLITUDE AETURNUS zu spielen, der zudem mit teilweise orientalischen Klängen aufwartet, ist nicht die schlechteste. Rein musikalisch gibt es auch an "Dead Poetry" nichts auszusetzen. Aber wer eine Sängerin in seinen Reihen hat, die dem Ganzen einen besonderen Touch verleihen könnte, der sollte sie eben auch zur Geltung kommen lassen. Wie das geht, haben THE SABBATHIAN gezeigt (obwohl die eine andere Herangehensweise an ihren Doom hatten). Was den Gesamteindruck ebenfalls schmälert, sind die eingestreuten Growls. Klar, ich verstehe schon, dass die ein Stilmittel sein sollen, um verschiedene Stimmungen besser zum Ausdruck zu bringen. Aber ehrlich gesagt finde ich den Wechselgesang von engelsgleicher Elfe und harschem Krümelmonster spätestens seit dem zweiten Album von THEATRE OF TRAGEDY gelinde gesagt ausgelutscht. Ist aber letztendlich auch persönliche Geschmackssache. Ich kann zum Beispiel auch dem Funeral Doom absolut nichts abgewinnen. Fairerweise sei aber gesagt, dass VEILS OF SECRETS nicht so schlecht sind, wie sich das bisher angehört hat. Zudem reden wir hier auch von einem Debüt, weshalb die Messlatte nicht zu hoch hängen sollte.

Die (Musik)Welt werden VEIL OF SECRETS mit diesem Album nicht aus den Angeln heben. Wer sich als Freund der doomigen Sounds bezeichnet, darf aber sehr gerne in den Videoclip reinhören und sich sein eigenes Urteil bilden. Beim nächsten Album sollten VEIL OF SECRETS aber nicht mehr den gleichen Fehler machen, was die Produktion angeht, sondern der Stimme von Vibeke Stene mehr Raum zum Atmen geben. Oder vielleicht sollte Vibeke Stene sich auch einem anderen Genre zuwenden? So bleibt es leider bei sechseinhalb Punkten.




Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Last Attempt
02. Sear The Fallen
03. Remorseful Heart
04. The Lie Of Her Prosperity
05. Fey
06. Bryd
07. Meson
08. Entirety
Band Website: https://www.facebook.com/VeilOfSecrets
Medium: CD/LP/Digital
Spieldauer: 48:23 Minuten
VÖ: 30.11.2020

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18.12.2020 Dead Poetry(6.5/10) von baarikärpänen

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