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Dark Quarterer - Pompei

Review von Eddieson vom 15.12.2020 (1206 mal gelesen)
Dark Quarterer - Pompei Kennt ihr das, man greift nichtsahnend zu einer CD/LP, unwissend, was da kommt und dann wird man so von diesem Album geplättet, dass man mit offenem Mund dasteht und nicht begreift, was da mit einem geschieht? Gut, nicht ganz so extrem, aber schon stark in die Richtung ist es mir mit dem neuen DARK QUATERER-Album gegangen. Die Italiener haben kein schlechtes Album in ihrer Diskografie, aber was sie mit "Pompei" abliefern, übertrifft bisher alles Veröffentlichte der Band. Anfang der Achtziger gab es die Marotte in der italienischen Szene, dass die dortigen Clubs nicht wollten, dass Bands ihre eigenen Songs spielen, sondern auf Coverversionen bekannter Bands zurückgreifen sollen, was natürlich dazu führte, dass man europaweit kein großes Interesse an der italienischen Szene zeigte. Das hat sich zum Glück mittlerweile geändert und, vor allem im Epic-Bereich, kommt so manche Perle vom Stiefel.

Naturkatastrophen, vor allem aus der landeseigenen Geschichte, bieten natürlich immer guten Stoff für Metalbands. MOONSPELL haben das große Erdbeben von 1755 ja auch großartig auf ihrem letzten Album verarbeitet. Jetzt kommen DARK QUARTERER mit ihrem eigenen Konzept, ihrer eigenen Katastrophe. Sie nehmen sich den Vulkanausbruch des Vesuvs 79 n. Chr., der die Stadt Pompei unter einer meterdicken Schicht aus Asche und Lava begrub, und 20.000 Menschen den Tod fanden. Mit ihrer Mischung aus progressivem- und epischem Metal schafft die Band die Atmosphäre, die eine solche Katastrophe mit sich bringt, absolut stark auf Konserve zu bringen, was natürlich nicht zuletzt an der fantastischen Keyboardarbeit und dem starken Gesang liegt. Das Album beginnt etwas sperrig mit 'Vesuvius', hier wird die Tragödie übrigens aus der Sicht des Vulkans geschildert, doch im Folgenden legt sich das und die Songs werden leichter zugänglich. Der Band gelingt es großartig, den Spannungsbogen in den überlangen Songs zu halten und den Hörer die Dramatik der Katastrophe spüren zu lassen. 'Panic' ist ein Superbeispiel dafür. Überraschend wird es im Mittelteil von 'Plinius The Elder', wenn plötzlich das Jazz-Klavier eingebaut wird und Gänsehautmomente gibt es im finalen 'Forever' wenn der Song nach dem ruhigen Teil episch zu Ende geht.

DARK QUARTERER haben mit ihrem achten Album ein granatenstarkes Album geschaffen. Sie hatten mit dem Konzept diese Katastrophe aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen, nicht nur eine gute Idee, sondern haben diese dann auch noch, dank des facettenreichen Songwritings und der letztendlich vielschichtigen Songs, nahezu perfekt umgesetzt.



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Vesuvius
02. Welcome To The Day Of Death
03. Panic
04. Plinius The Elder
05. Gladiator
06. Forever
Band Website:
Medium: CD, LP
Spieldauer: 47:04 Minuten
VÖ: 06.11.2020

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