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Völur - Death Cult

Review von Metal Guru vom 13.12.2020 (1429 mal gelesen)
Völur - Death Cult VÖLUR kommen aus dem kanadischen Toronto, hören auf die Namen Laura C. Bates (A-, E-Geigen, Stimmen), Lucas Gadke (E-Bässe, Stimmen) und Justin Ruppel (A-Schlagzeug) und fabrizieren Depro-Doom MIT Geigen (statt Gitarren), Geigen-Doom OHNE Orchester oder von mir aus auch Slow-Motion-Neo-Klassik. Was, keine Gitarren, keine Keyboards, keine Zerrung? Zweimal ja, einmal nein, WEIL: Zerrung gibt's und zwar reichlich! Aber bevor ich weiter versuche, hörbare Ein- in lesbare Ausdrücke zu wandeln, lass' ich doch lieber den Infozettel sprechen - DER kann VÖLUR viel besser erklären (Zitat No. 1): "a sinister lament born from folk, modern classical music and a heavy dose of doom metal" - na, sag' ich doch ...

"Death Cult" heißt nach ihrem 2014er-Debüt "Disir" und dessen 2017er-Nachfolger "Ancestors" das bereits dritte Volle-Länge-Album des Torontoer Trios. Vier Songs lang (= 37 Minuten und 54 Sekunden) haben wir Gelegenheit, uns auf eine akustische Achterbahnfahrt einzulassen, die sich stilistisch irgendwo zwischen Slow-Motion-Metal, krummtaktiger Kammermusik und Duster-Doom bewegt. Hä, was sabbelt er da? Ehrlich gesagt weiß ich's auch nicht, zumindest nicht genau, soll heißen: VÖLUR klingen mal wie mäandernde MY DYING BRIDE, dann wie kratzige KING CRIMSON und dann wieder (mal) wie APOCALYPTICA in Zeitlupe - nicht nur interessant/mutig/unkonventionell, sondern auch befremdlich/holprig/nicht immer professionell. Und dann der Gesang: erstens - nicht oft, zweitens - nicht viel und drittens - wenn, dann eine mysteriöse Mischung aus nach hinten gemixter Männergrunzung/-krächzung/-mahnung, tieffrequenter Grundtonlegung und manchmal ein-/meist mehrstimmigen weiblichen Mönch*nnengesängen (gibt's sowas überhaupt?). Hm ...

Der elektrische Bass (ob nun angezerrt, knochentrocken oder beides gleichzeitig) grundiert nicht nur, sondern scheint auch da, hier und oktaviert die 'Lead Role' zu übernehmen - wenn (ja, WENN) die Geige DAS zulässt! Die wiederum (mit sich selbst gedoppelt, getrippelt oder weiß die Wurst) ruft in einem Moment KING CRIMSONs David Cross (Track No. 3 - 'Freyjan Death Cult') in Erinnerung, suggeriert im nächsten (Moment) ein pseudoklassisches Streicher*nnen-Ensemble. Na ja, und das Schlagzeug - DAS schabt/scheuert/schleppt standesgemäß vor sich hin - keine besonderen Vorkommnisse. Übrigens: Was für meine lädierten Lauscher wie Saxofone quäkt, sind entweder welche (die dann aber nirgendwo kreditiert werden) oder eben gar keine - doch was sind sie DANN (viele Fragen/Rätsel/Unklarheiten, wenige Antworten/Erklärungen/Lösungen)? Also, ich weiß nicht so recht - wie wär's mit siebeneinhalb Tropfen?

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Inviolate Grove (07:57)
02. Dead Moon (08:50)
03. Freyjan Death Cult (11:20)
04. Reverend Queen (09:47)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 37:54 Minuten
VÖ: 13.11.2020

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