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Echolot - Destrudo

Review von Rockmaster vom 05.11.2020 (1283 mal gelesen)
Echolot - Destrudo Mit dezent depressiver Gitarre und leichtem Anflug von Ambient beginnt der Opener 'Frozen Dead Star' des neuen Werks "Destrudo" der Schweizer ECHOLOT, bevor Sänger und Gitarrist Lukas Fürer mit herausgeschrienen Vocals und donnerndem Riff andeutet, dass mit düsterem Dunkelgrau noch nicht Schluss ist am unteren Ende der Farbskala. Das ist jetzt nicht direkt ein krachender Black Metal-Blast, aber schon ziemlich schwarz. Darüberhinaus lässt sich der Stil der Band gleichzeitig leicht und schwer beschreiben. Leicht: ECHOLOT mischen Versatzstücke aus Psychedelic, Doom, eine sehr kleine Prise Ambient und etwas mehr Black Metal zu anspruchsvollen Kompositionen. Schwer: Auch nach mehrfachem Hören sind die drei Titel auf dem Longplayer, die eigentlich und stiluntypisch sogar recht zugänglich sind, trotzdem immer wieder für überraschende Momente gut. Low-Tempo und ruhige Passagen überwiegen, in denen Schlagzeuger Jonathan Schmidli mit versiertem Spiel die Spannungsschraube auch mal so langsam anzieht, dass man sich das nächste Riff oder die nächste Explosion schier herbeisehnt. Renato Matteucci am Bass bildet hier unspektakulär aber treffgenau den Kontrapunkt zu Lukas' Gitarrenspiel - mal in konstantem Intervallabstand, mal mit eigenständiger Melodie. An den Keyboards (+ Synthie, Orgel) sorgt er für die Ambient-Anklänge und das sehr ungewöhnliche Finale von 'Wind Up North'.

Der Herbst als Zeitraum für die Veröffentlichung ist sicher gut gewählt, denn an einem schönen Freibadtag im Sommer, an dem bunte Blumen auf der Liegewiese sprießen, glaube ich, würde die Musik von ECHOLOT nicht funktionieren. Die ist eher ein Blumenstrauß in etlichen Schattierungen zwischen Dunkelgrau und Schwarz. Eventuell müssen sich die drei Baseler nachsagen lassen, dass die Musik den Hörer nicht zwangsweise so fesselt und in ihre Gedankenwelten hineinsaugt, wie ich das hier schon für einzelne andere Bands aus den Bereichen Doom und Black beschrieben habe (viele waren das ja eh bislang nicht). Dieser Moment einer Schönheit in der Düsternis kommt nicht so häufig auf. Das ist aber sicherlich auch sehr stark vom persönlichen Faktor des Hörers abhängig. Auf jeden Fall sind die Kompositionen komplex und gelungen. Hier hat die Band "nur" Ideen für drei Titel umgesetzt - aus sechs Nummern wäre vermutlich ein Doppelalbum geworden.

Eins muss man ECHOLOT definitiv ankreiden: Sie haben Gitarrenstunden geschwänzt. Und zwar die, in denen Dur-Akkorde durchgenommen wurden. Für Freunde des Mollakkordes und seiner disharmonischen Verwandtschaft und für Liebhaber verregneter Herbsttage ist "Destrudo" absolut eine gute Wahl.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Frozen Dead Star (9:39)
02. Orbital (9:23)
03. Wind Up North (19:33)
Band Website: www.echolot.space
Medium: CD
Spieldauer: 38:35 Minuten
VÖ: 02.10.2020

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