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Defecto - Duality

Review von des vom 24.10.2020 (923 mal gelesen)
Defecto - Duality Man kann nicht jede Band kennen, doch bei solchen wie DEFECTO versäumt man etwas, wenn sie an einem ungehört vorbei zieht. Doch auch, wenn DEFECTO bereits seit 2011 existieren und auch irgendwie mit Produzentenlegende Flemming Rasmussen (METALLICA, BLIND GUARDIAN) in Verbindung stehen, war mir die Gruppe bis dato völlig unbekannt. Da hilft es auch nicht, wenn die Band in ihrer Heimat mal den Preis als “Upcoming Band of the Year” bei den High Voltage Awards in Kopenhagen gewonnen hat. Mit “Excluded” und "Nemesis" hat die Band bereits zwei Veröffentlichungen am Konto und legt nun mit "Duality" nach.

Der Eröffnungssong der Platte, 'Rings Of Saturn', ist jedenfalls ganz großes Kino, so einen Song muss man wirklich an die erste Position stellen! Der Gesang erinnert irgendwie an AVENGED SEVENFOLD, auch der Song an sich ist ein starkes Stück moderner Metal, der gegen Ende dann mit einem massiven Gospelchor noch ein Ende findet, das unter die Haut geht. Ganz so harmonisch geht es in den übrigen Songs nicht zu, aber DEFECTO spielen gekonnt mit den beiden Polen Härte und Melodie und legen schon mal eine Bläserfraktion, gezupfte Streicher oder fette Orchesterarrangements über die Songs, ohne den kernigen Sound zu verwässern. Auch wegen der mitunter nahtlosen und sehr gekonnten Übergänge zwischen den einzelnen Titeln stürmt man atemlos durch die Platte. Ok, eine Verschnaufpause bietet die Powerballade 'Paradigm Of Deceit', die nach dem energiegeladenen ersten Drittel von "Duality" auch kein Fehler ist - denn ab 'All For You' steigt der Energiepegel wieder ungemein.

Nachdem VOLBEAT zunehmend ins Kuschelfach wechseln, scheinen DEFECTO wieder die nötige Heaviness zurück nach Dänemark zu bringen, let's stampf ('Untamed')! Getragen werden die Songs zweifellos vom etwas rauen, sehr kraftvollen Gesang von Nicklas Sonne, der gemeinsam mit Frederik Møller auch für die Gitarrenarbeit zuständig ist; die beiden Gitarristen halten die Spannung hoch, indem sie sich laufend die Bälle zuspielen ('Condemned'), während Mikkel Christensen an den Drums gemeinsam mit Bassist Thomas Bartholin für ein starkes Fundament sorgt. Die Hymne 'Bed Of Nails' verfügt über einen extrem ohrwurmigen Refrain, der einen Kontrast zu den vertrackten Rhythmen darstellt und in 'Washed Away' übergeht, das fast schon zu poppig ist und das sogar mit einer nicht ganz gut passenden Steel Pan begleitet wird. Das Finale gestalten das spacige und facettenreiche 'Tempest' und das abschließende 'Don't Say Goodbye' - irgendwie passt es wie die Faust aufs Auge, dass zum Abschluss nochmals eine Pianoballade ausgepackt wird und "Duality" beinahe sanft ausklingen lässt! Tolle Platte!

des


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Rings of Saturn
02. The Uninvited
03. Rise
04. Paradigm of Deceit
05. All For You
06. Untamed
07. Condemned
08. Bed of Nails
09. Washed Away
10. Defecto - Tempest
11. Don't Say Goodbye
Band Website: defecto.dk
Medium: CD
Spieldauer: 48:00 Minuten
VÖ: 23.10.2020

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