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Byfist - In The End

Review von baarikärpänen vom 30.09.2020 (1311 mal gelesen)
Byfist  - In The End Auch wenn 2020 bis jetzt meilenweit davon entfernt ist, auch nur einen einzigen zerdepperten Blumentopf zu gewinnen, so darf man sich doch wenigstens als Freund des typischen US-Power Metals einen regelrechten Wolf freuen. Nicht nur, dass VICIOUS RUMORS ein granatenstarkes Album veröffentlicht haben, HITTMAN genau da weitermachen, wo sie mit ihren ersten beiden Scheiben aufgehört haben. Und dann kommen jetzt auch noch BYFIST aus San Antonio um die Ecke, die es nach einer Single und einigen EPs in mehr als 30 Jahren Bandgeschichte endlich geschafft haben, ihren ersten Langdreher aufzunehmen. Gut, von der Originalbesetzung ist nur noch Gitarrist Nacho Vara an Bord. Aber der muss seiner neuen Mannschaft, so sie ihn nicht eh schon hatten, den wahren Geist der 80er sowas von eingehaucht haben. Anders ist es nicht zu erklären, warum "In The End" so klingt, als ob da auf dem Kalender eine 1987 und keine 2020 steht. Nee Leute, damit meine ich nicht, dass "In The End" 33 Jahre zu spät kommt. Vielmehr möchte ich damit sagen: Wenn ihr nach dem real deal sucht, ist das Album genau euer Ding. Denn besser, kompromissloser und authentischer kann US-Metal nicht sein.

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BYFIST hätten es sich einfach machen können, indem sie Songs ihrer bisherigen Demos und EPs neu aufnehmen. Die Dinger flogen ja eh unter dem Radar und sind schwer zu bekommen. Selbst die Compilation "Preserving The Past: The Collection" von 2008 erschien nur bei einem klitzekleinen Label. Aber dass lediglich 'Guaranteed Death' eine Frischzellenkur erfahren hat und der Rest aus neuen Nummern besteht, spricht für den Spirit von BYFIST. 'Universal Metal' eröffnet das Feuerwerk an geilen Riffs und Volldampf. Und sofort fällt auf, was für ein Tier da hinter dem Mikro steht. Raul Garcia hat nämlich alle Pfeile im Köcher. Ganz egal, ob er kraftvoll shoutet oder die ganz hohen Screams auffährt. Der Mann kann alles. Apropos hohe Screams. Für die waren im Besonderen ja AGENT STEEL zuständig. Und die sind dann auch ein guter Ansatzpunkt, wenn man "In The End" irgendwo verorten will. Aber halt nicht nur. Da wären auch noch VICIOUS RUMORS oder auch HELSTAR zu nennen. Obwohl BYFIST im Gegensatz zu Letztgenannten weniger "verfrickelt" rüberkommen. Genau das ist aber das große Plus von "In The End". Ein weiteres ist auf jeden Fall, dass die Texaner es schaffen, immer zu 100% den Knüppel aus dem Sack zu lassen. Ganz egal, ob sie nun mit Hochgeschwindigkeit durch die Botanik schroten oder das Tempo verlangsamen. Bestes Beispiel dürfte 'With This Needle I Thee Wed' sein. Der Song kommt fast schon progressiv rüber, wirkt wie eine Mischung aus OVERKILL und METAL CHURCH (nicht nur wegen der Textzeile "Ton of bricks"). METAL CHURCH dürften auch Pate gestanden haben beim bockstarken Abschluss von "In The End". Raul Garcia erinnert mich in 'Scattered Wits' mehr als einmal an den unvergessenen David Wayne. Vom Aufbau her erinnert der Song zudem an Großtaten wie 'Watch The Children Pray', auch wenn BYFIST das Stück nicht leise ausklingen lassen, sondern am Ende nochmal ein hartes Brett auffahren. Bereits erwähntes 'Guaranteed Death' fügt sich übrigens nahtlos in die acht Songs auf "In The End" ein. Was den Hörgenuss leicht stört, ist vielleicht die etwas zu höhenlastige Produktion. Aber dafür gibt's ja Knöpfchen an der heimischen Anlage, die man drehen kann.

Fest steht auf alle Fälle, daß BYFIST mit "In The End" ein Album veröffentlichen, das der letzten Scheibe von VICIOUS RUMORS in nichts nachsteht. Ich würde sogar sagen, sie haben VR mal locker überholt. Ganz einfach auch, weil BYFIST mit Raul Garcia den besseren Sänger in ihren Reihen haben. Wer die bisher genannten Bands nicht einfach nur kopiert, sondern sein völlig eigenes Süppchen kocht, hat eh bei mir 'nen Stein im Brett. Deswegen, und weil man harten US-Metal nicht besser spielen kann, gibt's auch 'nen halben Punkt mehr wie bei VICIOUS RUMORS. Macht summasummarum neuneinhalb Zähler. Und die sind sowas von wohlverdient.



Gesamtwertung: 9.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Universal Metal
02. In The End
03. Unconscious Suicide
04. Guaranteed Death
05. With This Needle I Thee Wed
06. Ship Of Illusion
07. Epitaph
08. Scattered Wits
Band Website: https://www.facebook.com/BYFIST/
Medium: CD
Spieldauer: 46:05 Minuten
VÖ: 25.09.2020

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