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Redemption - Alive In Color

Review von Rockmaster vom 20.09.2020 (856 mal gelesen)
Redemption - Alive In Color Nach dem Intro schreddert das Riff von 'Noonday Devil' aus den Lautsprechern, das in seiner Einfachheit wahrscheinlich schon in mehr als tausend Songs diente, sich aber einfach ins Ohr sägt und immer wieder klasse funktioniert. Schnell noch ein klasse Rhythmus dazu, und - fast - fertig ist der erste Progre... nein, Power Metal-Titel für die Show. Immerhin, der Titel ist schon mal ein guter Kracher, und gegen Ende lässt das Keyboard-Solo vom Tastenvirtuosen Vikram Shankar erstmals an "Progressive" denken. Etwas treffender gelingt die stilistische Positionsbestimmung bei den nächsten beiden Titeln 'Suffocating Silence' und 'The Echo Chamber', die dann auch kompositorisch richtig progressiv sind und bei denen man phasenweise unweigerlich an die Kollegen von DREAM THEATER, QUEENSRŸCHE und SYMPHONY X denken muss.

REDEMPTION, das sind Bandgründer Nick Van Dyk und Langzeit-Mitglied Bernie Versailles an den beiden Gitarren, die zwischen klassischen Riffs und flirrenden Soli hier eine klasse Arbeit auf technisch hohem Niveau abliefern. Hatte in der Anfangszeit mal SYMPHONY X-Drummer Jason Rullo die Drumsticks geschwungen, ist kurz danach Chris Quirarte eingestiegen, der mit Sean Andrews am Bass ordentlich abliefert. Sänger Ray Alder hatte 2017 seinen Hut genommen, an seiner Stelle singt jetzt Tom Englund, und ein Jahr danach wurde der bereits erwähnte Vikram Shankar an den Tasten engagiert. Spielerisch ist hier alles auf Oberklasse, das stilistische Spannungsfeld, in dem sich die Band bewegt, ist mit den ersten Titeln abgesteckt. Bei 'Someone Else's Problem' und 'Little Men', die größtenteils ziemlich straight durchkomponiert sind, indes, frage ich mich, warum die Band hier aus diesem Spannungsfeld so wenig Spannung herausholt. Das ist durchaus solides Handwerk, ich höre mir das wirklich gerne an, aber es verfängt nicht sonderlich. Schnell noch ein interessanter Kniff oder Rhythmuswechsel am Ende des Titels, schön, aber unterm Strich überzeugen beide Titel weder durch Power noch durch Progressivität. Auch der über zehnminütige Titel 'Long Night's Journey Into Day' bläst mich nicht unbedingt weg. Voller richtig guter Ideen, die oft nur zusammenhanglos aneinandergereiht sind, erreicht er erst gegen Ende eine gelungene Klimax. Und, was soll ich sagen, REDEMPTION sind für Überraschungen gut, denn mit 'Threads' (hier mit Ray Alder am Mikro, später noch mal mit Tom Englund) und 'Black & White World' schiebt die Band zwei richtig gute Titel hinterher. Prädikat "wertvoll". Ehemaligen-Gastauftritte und Gast-Gastauftritte gehören bei REDEMPTION zum Programm, und so schaut Ex-MEGADETH-Gitarrist Chris Poland für zwei Titel, darunter der MEGADETH-Klassiker 'Peace Sells', vorbei.

Neben den unentschlossenen Momenten zwischen Power Metal und Progressive, denen jeweils der bessere Teil beider Stilrichungen fehlt, beweisen REDEMPTION dennoch auf den letzen drei Titeln wieder ihre echten Qualitäten. 'Walls' und auch der Ausschnitt aus ihrem Frühwerk 'The Fullness Of Time' sind klasse. An die besten Werke der großen Vorbilder, die ich eingangs erwähnt habe, reichen sie selten heran, aber hier ist die Band richtig gut. Unterm Strich ist "Alive In Color" ein gelungener Querschnitt vorwiegend des neueren Schaffens der Band, vermutlich ein Muss für Fans und ein geeigneter Einstieg für alle, die die Band mal kennenlernen wollen.


Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Noonday Devil
02. Suffocating Silence
03. The Echo Chamber
04. Damaged
05. Someone Else's Problem
06. Little Men
07. Long Night's Journey Into Day
08. Threads (Feat. Ray Alder)
09. Black & White World
10. Indulge In Color (Feat. Chris Poland)
11. Peace Sells (But Who's Buying) (Feat. Chris Poland)
12. Walls
13. Threads (Feat. Tom Englund)
14. The Fullness Of Time - Part 3 - Release
Band Website: www.redemptionweb.com/
Medium: CD/DVD
Spieldauer: 96:05 Minuten
VÖ: 28.08.2020

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