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Persekutor - Permanent Winter

Review von Humppathetic vom 09.09.2020 (403 mal gelesen)
Persekutor - Permanent Winter "WHAT KILLED THE DINOSAURS? THE ICE AGE!"

Ich muss zugeben, ich war mir lange unsicher, was dieses Album soll und will. Erst nach ein paar Runden entfaltete sich auch bei mir ein Gefühl des "Ah, I get it!" - mit anderen Worten: Bierernst sollte man diese Gruppe wohl nicht nehmen. Schon zwei der Pseudonyme (Vlad the Inhaler und Inverted Chris) verraten einem, wie viel Humor in der Musik stecken wird, und wenn man diese dann hört, muss man damit erstmal klarkommen. Denn eines muss klar sein: Das hier ist Black Metal. Nicht in Reinkultur, aber es ist Black Metal. Da erwartet man sowas höchstens in Interviews, nicht als durchgehendes visuelles, auditives und lyrisches Motiv. Dementsprechend verwundert und verwirrt war ich anfangs. Denn ich machte den Fehler - und ja, das ist jetzt quasi das durchgehende Motiv des Reviews - diese Band ernst zu nehmen. Aber das sollte man tunlichst lassen.

Deswegen wählte ich eingangs auch ein solches Zitat. Es ist nicht irgendeines; es ist eine der vielen, vielen, VIELEN Aussagen in Bezug auf Eis, getätigt von einem gewissen Herrn Dr. Freeze aus dem Film "Batman & Robin". Der Film ist hanebüchen, unsinnig, bunt und laut - und er macht verdammt viel Spaß. Dabei war er ein kompletter Stilbruch, waren die beiden vorigen Batman-Filme ja düster, gotisch und depressiv - wen wundert's? Der Regisseur hieß ja auch Tim Burton.

Und so funktioniert diese Band ebenfalls. Man erwartet ob des Stils Tim Burton, man bekommt den wohl buntesten und - diese Wortwahl ist jetzt nicht wertend gemeint - tuntigsten Regisseur Hollywoods, den vor drei Monaten verstorbenen Joel Schumacher.

Zu hören gibt es also schwarze Töne, gemischt aber mit thrashigen Anleihen, die wie eine Reminiszenz an METALLICAs "Ride The Lightning" klingen, und Anleihen - mal deutlicher, mal weniger deutlich - von Southern Rock der Marke NASHVILLE PUSSY und Punk. Einfach Punk.

Nach 28 Minuten ist das Ganze dann auch schon vorbei, und man durfte ein paar Highlights erleben - namentlich besonders 'Can You Feel The Frost Of Dawn', das mit der herrlich dämlichen Zeile "40,000 Years Ago, Frozen In The Fucking Snow" beginnt, das sludgige 'Chained To The Tundra' und insbesondere der letzte Track, 'Black Death Punk Skins', der nochmal klarstellt: "It's Just Rock 'n' Roll, Heavy Metal All The Way!"

Also, nicht aufregen, entspannen, locker durch die Hose atmen und genießen.

PS: Pluspunkte für das grotesk hässliche Albumcover gibt es außerdem.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Babylon Of The Snows
02. Can You Feel The Frost Of Dawn
03. Winter's Meat
04. Chained To The Tundra
05. Arctic Cross
06. Ice Wars
07. Permanent Winter
08. Frostquake
09. Black Death Punk Skins
Band Website: www.facebook.com/persekutor
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 04.09.2020

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