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Gorgatron - Pathogenic Automation

Review von Humppathetic vom 02.09.2020 (1086 mal gelesen)
Gorgatron - Pathogenic Automation Zwiespalt. Wenige Worte vermögen, das heutige Leben mehr zu definieren als der Zwiespalt. Dieses Wort ist so allgegenwärtig, dass man wohl zurecht schlussfolgern darf, dass allgemeinhin Konsens im Dissens besteht. Warum aber jetzt diese hochtrabende Introduktion? Nun, Zwiespalt empfand ich auch bei GORGATRONs neuestem Werk, "Pathogenic Automation", in Eigenregie herausgekommen vor fünf Tagen. Die Band aus Fargo, North Dakota (ja, das Fargo!), offeriert damit ihr drittes Werk in zwölf Jahren Existenz.

Wo aber liegt jetzt der Zwiespalt? Zum Einen im Album selbst. Technisch gesehen ist hier nichts zu beanstanden. Fette Produktion, und sämtliche Musiker verstehen ihr Handwerk. Aber jetzt kommt das kleine bis mittelschwere Aber: Die Musik eifert der Produktion nur bedingt nach. Die Musiker schaffen es leider größtenteils nicht, den Hörer mit spannenden Kompositionen bei der Sache zu halten. Zu steril die Produktion, zu einfallslos die Musik, zu lang die meisten Songs. Ich habe tatsächlich mehrere Anläufe gebraucht, um das Werk in eins durchzuhören, so sehr stand mir der Sinn danach, was gänzlich Anderes zu tun. Erst zum Ende hin, genauer gesagt beim Song 'Noxious' und dem Titeltrack, horchte ich erstmals auf. 'Noxious' begeistert mit einem völlig überraschenden Offbeat und einem der seltenen Soli. Der Titelsong wiederum hat einen schönen Groove und interessantes Riffing zu bieten. Endlich flammte wieder etwas Hoffnung auf, doch danach wird es auch schon wieder recht düster. Die letzten beiden Songs erschlaffen genauso im Gehörgang wie weite Teile davor.

Der andere Zwiespalt wiederum liegt in der Wahrnehmung der Band begründet. Man will einer Gruppe ja nichts Böses, erst recht dem Fünfergespann aus den USA nicht - zu sympathisch sind ihre Internetauftritte, die ich hiermit wärmstens empfehle. Gerade momentan können wir alle Lacher gut gebrauchen. Doch Lacher sind eine kurze Affäre, und die deprimierende Realität ist ein mittelmäßiges Album, das ich so schnell nicht mehr hören werde. Schade, schade.

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Atrophy
02. Usurpation
03. Reactor
04. Insurmountable
05. Impostor Syndrome
06. Noxious
07. Pathogenic Automation
08. Frostbitten Amputation
09. Pierced From All Angles
Band Website: www.facebook.com/gorgatronband
Medium: CD
Spieldauer: 41:44 Minuten
VÖ: 28.08.2020

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02.09.2020 Pathogenic Automation(5.0/10) von Humppathetic

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