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Pretty Maids - Maid In Japan Back To The Future World

Review von Rockmaster vom 26.06.2020 (275 mal gelesen)
Pretty Maids - Maid In Japan Back To The Future World Nicht ganz taufrisch sind die Aufnahmen, die uns die PRETTY MAIDS hier auftischen. Und gar nicht taufrisch war die Setlist zum Zeitpunkt der Aufnahme, und Sänger Ronnie Atkins und Gitarrist Ken Hammer sowieso nicht. Seit den frühen 80er-Jahren sind sie bereits 'Loud 'n' Proud', hatten mit "Red Hot And Heavy" Aufmerksamkeit erregt, um dann mit ihrem zweiten Studio-Longplayer "Future World" den wohl größten Erfolg ihrer Kariere rauszuhauen - und eines der geilsten Riffs aller Zeiten. Eigentlich total simpel, aber es frisst sich ins Ohr und will da nie wieder raus. Danach waren sie stets fleißig. Ronnie und Ken haben die Band trotz weiterer Engagements immer am Leben erhalten, und sie haben aktuell so viel Spiellaune wie 20-Jährige, hungrig die Musikwelt zu erobern. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass der Meilenstein "Future World" irgendwann mal 30 Jahre alt wird. Und da so ein runder Geburtstag ordentlich gefeiert gehört, haben die PRETTY MAIDS das komplette Album - jawoll, das komplette, wer feiert schon gerne ohne den Jubilar - ins Gepäck genommen, noch ein paar Songs bis zum damals aktuellen "Kingmaker"-Album dazu, und sind damit von 2017 bis 2018 auf Tour gegangen. Auf den Shows in Tokyo Ende 2018 schließlich entstanden die vorliegenden Aufnahmen sowie eine Live-DVD und Blu-Ray.

Nach dem Intro 'Fw30', das geschickt das geniale Riff von 'Future World' zitiert, geht's los. Der moderne Sound ist vermutlich etwas fetter als auf der Originalaufnahme selbigen Titels von 1987, und sofort ist dieser Ohrwurm wieder präsent, als hätte man 30 Jahre lang nichts anderes gehört. Ronnie singt großartig, Kens Soli sind fabulös, und der Rest der Band (Rene Shades am Bass, Chris Laney an Keyboard und Gitarre und Allan Sørensen am Schlagzeug) machen tolle Jobs. Die härtesten Welchen im Metal-Genre waren die PRETTY MAIDS nie, dafür haben sie einen prägnanten Keyboard-Sound als ihr Markenzeichen etabliert - und können einfach damals wie heute klasse komponieren. Die größte Fanbase hatten die Jungs traditionell in Japan, sodass die Wahl des Konzertes für die Aufnahme nicht schwergefallen sein dürfte. Bereits auf 'Future World' gibt's die erste Mitsingpassage - und das Publikum ist voll dabei. Kann mir jemand eine andere Band nennen, die sich das beim Opener traut? Oder einen Gig, wo sowas schon mal funktioniert hat? Da geht einem echt das Herz auf. Eigentlich wäre ich jetzt fertig mit der Rezension. Kann man das noch toppen?

Klar kann man: Nach dem Opener folgt tatsächlich das gesamte "Future World"-Album, so wie es dereinst auf Vinyl gepresst wurde. Es gibt noch einige Mitsing-Passagen, und unter den Titeln - sei es der Anti-Kriegs-Song 'Yellow Rain', der Klassiker 'Loud 'n' Proud', das schnelle 'Needles In The Dark' oder auch die Ballade 'Eye Of The Storm' - gibt es nicht den geringsten Anschein eines Durchhängers. Es geht voll-Power durch, und Ronnie wird nicht müde, zu erklären, wie "absolutely f***ing amazing" das sei, hier zu stehen und dieses Album zu performen. Und man spürt, das ist nicht einfach dahingesagt, denn die Band liefert auch grandios ab. Immerhin blieb auf der CD noch ein wenig Platz, um unter Beweis zu stellen, dass das Kompositionstalent von Ronnie und Ken nicht nur für ein Album gereicht hat. 'Kingmaker' und 'Bull's Eye' sind 'ne Wucht, und die Jungs werfen 73 Mintuten lang so viele Hooks aus, dass sie, wenn sie Angler wären, vermutlich keinen einzigen Fisch, sondern ein gordisches Angelschnurknäuel an Land ziehen würden.

Nach so viel Lobeshymne brauche ich jetzt noch eine zweite Meinung zu diesem Album. Zum Glück hört bei bleeding4metal.de in jedes Album ein Kollege rein, bevor der Job ausgeschrieben wird. Zu "Maid In Japan Back To The Future World" entstand dabei folgender Kurztext: "Fett, fett, fett. Satter und drückender Livesound der berühmten Dänen. Bis zum letzten Song glänzen die Jungs vor Spielfreude und Ronnie Atkins hält seine Stimme ohne Einbußen bis zum letzten Ton."

Da bleibt mir bei der Bewertung wohl keine Wahl mehr. 10 Punkte.

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood blood
Trackliste Album-Info
01. Fw30 (1:34)
02. Future World (5:59)
03. We Came To Rock (4:57)
04. Love Games (4:51)
05. Yellow Rain (7:07)
06. Loud 'n' Proud (4:18)
07. Rodeo (5:08)
08. Needles In The Dark (5:24)
09. Eye Of The Storm (5:29)
10. Long Way To Go (4:37)
11. Mother Of All Lies (6:00)
12. Kingmaker (3:52)
13. Bull's Eye (4:11)
14. Little Drops Of Heaven (5:22)
15. Sin-Decade (4:47)
Band Website: http://www.prettymaids.dk/
Medium: CD
Spieldauer: 73:34 Minuten
VÖ: 22.05.2020

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