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Supernaughty - Temple

Review von Blaze Breeg vom 09.05.2020 (1606 mal gelesen)
Supernaughty - Temple Nicht selten hat man es als Rezensent mit Covern zu tun, die dermaßen einfallslos gestaltet sind, dass man sie bereits nach wenigen Minuten wieder komplett vergessen hat. SUPERNAUGHTY gehören fraglos zu den kreativeren Zeitgenossen und präsentieren uns mit ihrem Zweitling "Temple" ein reichlich abgedrehtes Artwork. Ob die Italiener mit den verzückt-entzückt umherrennenden, barbusigen Damen auch Geschmack bewiesen haben, steht auf einem anderen Blatt. Der Bandname ist auf jeden Fall Programm. Jeder Hörer mag hier selbst urteilen, das gezeichnete Federvieh ergreift zumindest sicherheitshalber die Flucht.

Generell führt das Cover ordentlich in die Irre: Man erwartet unweigerlich alkoholgeschwängerten, nach Benzin stinkenden Spaßrock mit tendenziell hohem Cringe-Faktor. Tja, denkste! SUPERNAUGHTY zocken recht brettharten Rock mit Stoner- und Grunge-Schlagseite, der mit herrlich verzerrten Gitarren und einigen äußerst coolen Riffs punkten kann. Der Kopf wippt unentwegt mit, immer ein gutes Zeichen! Große Hits, die prompt nach Heavy Rotation schreien, haben die Jungs nicht im Gepäck, aber die mit einer guten halben Stunde recht kurze (aber genau richtig bemessene) Platte bewegt sich musikalisch durchgängig auf einem beachtlichen Niveau. Dazu trägt auch der zur Stilistik perfekt passende, dreckige (Underground-)Sound bei, der ebenfalls in schrillem Kontrast zum comicartigen Artwork steht (ihr merkt, so richtig komme ich darauf immer noch nicht klar). Achja, der Gesang ist keineswegs eine Schwachstelle, aber ein Kaufargument stellt er letztendlich nicht dar - "solide" ist hier das zutreffende Etikett.

Kurzum: SUPERNAUGHTY machen durchaus Spaß! Obwohl hier nichts neu erfunden wird, habe ich gerade richtig Bock, den vier Italienern bei ein paar Kaltgetränken in einem stickigen, überfüllten Club zu lauschen. Gut, in Coronazeiten ist jede außerhäusige Abwechslung mehr als willkommen, aber das "Temple"-Songmaterial verdient es, auch live begutachtet zu werden. Vielleicht zündet es bei mir dann sogar richtig.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. BiGB
02. Biogrinder
03. Hellboar
04. Here Come The Argonauts
05. Plug
06. Temple
07. The Way I Wish To Die
08. Warehouse Demon
Band Website: www.facebook.com/supern4ughty
Medium: CD
Spieldauer: 30:31 Minuten
VÖ: 08.05.2020

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09.05.2020 Temple(7.5/10) von Blaze Breeg

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