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Lethal Steel - Running From The Dawn

Review von baarikärpänen vom 27.03.2020 (967 mal gelesen)
Lethal Steel - Running From The Dawn Life's a bitch! Das wussten schon RAVEN. Da nimmt man sich als junge Truppe vor, die Bühnen mit einem starken Album in der Hinterhand zu stürmen, kriegt die Sache auch halbwegs auf die Kette. Der erste Schritt ist also gemacht. Jetzt kommt es darauf an, möglichst schnell eine neue Scheibe zu schreiben und zu veröffentlichen, um den Fuß noch weiter in die Türe zu bekommen. In einer Zeit, in der Woche für Woche unzählige neue Bands auf dem Radar auftauchen, unerlässlich. Aber manchmal läuft es eben nicht so, wie man es geplant hatte.

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Genau das ist nämlich den schwedischen Traditionsmetallern LETHAL STEEL passiert. Die hatten ein bemerkenswert gutes Demo vorgelegt, einen Deal mit High Roller eingetütet und dann ihr wirklich starkes Debüt "Legion Of The Night" veröffentlicht. 2016 hätte also der Startpunkt einer glänzenden Karriere werden können. Es waren aber wieder mal die Unwägbarkeiten des Musikbusiness, die das verhindert haben. Nach und nach verabschiedeten sich nämlich die Musiker, darunter auch beide Gitarristen. Kein Wunder also, dass der verbliebene Rest vom Line-up den Reset-Button drücken musste. Glücklicherweise haben die verbliebenen Mitglieder der Band, Drummer Leo und Sänger Viktor, neue Mitstreiter gefunden. Aber LETHAL STEEL haben ein weiteres Problem vor der Brust. Es mag sein, dass eine etablierte Band eine mehr als vierjährige Pause halbwegs unbeschadet überstehen kann, ohne in Vergessenheit zu geraten, ein Newcomer wie LETHAL STEEL aber nicht. Genau aus diesem Grund müssen die Schweden jetzt wieder bei null anfangen. Somit ist die EP "Running From The Dawn" ein gefühltes Debüt. Die gute Nachricht ist, dass LETHAL STEEL, trotz der vielen Neuzugänge, nichts an ihrem Sound geändert haben. Klar, neue Gitarristen bringen immer ihren eigenen Stil mit ein. Wo beim ersten Album gerne mal RUNNING WILD durchschimmerten, erinnern mich die Sechssaiter jetzt öfters mal an SAVAGE GRACE, vor allem im Opener 'Weekday Refugee'. Wie die US-Boys bieten LETHAL STEEL schnellen Heavy Metal, an der Grenze zum Speed. Das macht Laune. Und ehrlich gesagt packen mich die neuen Songs im Vergleich zur Debüt-Scheibe sogar noch etwas mehr. Wie auch auf "Legion Of The Night" haben LETHAL STEEL wieder einen Song mit schwedischen Lyrics versehen. 'Ge Allt', so der Titel und Neueinspielung der Single aus dem Jahr 2013, gefällt mir sogar ausgesprochen gut. Schwedisch passt irgendwie perfekt zu dieser Art von Musik. Wäre spannend, mal eine ganze Scheibe mit schwedischen Texten zu hören. Dass LETHAL STEEL auch gut im Geschichtsunterricht aufgepasst haben, zeigt das abschließende 'City Of Sin', hätte der Song doch ohne weiteres auf den ersten Scheiben von OMEN stehen können und dort zu den Highlights gehört.

Der Anfang wäre also gemacht. "Running From The Dawn" ist eine starke EP geworden, die den Namen LETHAL STEEL wieder auf die Metal-Weltkarte bringt. Und dass man nach den viel zu kurzen 18 Minuten sofort wieder auf Play drückt, erklärt auch die acht Punkte, die LETHAL STEEL sich für "Running From The Dawn" sichern. Bleibt nur darauf zu hoffen, dass die Schweden schon genügend Material in der Schublade liegen haben, um möglichst schnell einen ebenso gutklassigen Longplayer nachzureichen. Wir wollen ja nicht, daß sie 2024 wieder bei null anfangen müssen.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Weekday Refugee
02. Stay Away
03. Ge Allt
04. City Of Sin
Band Website: https://www.facebook.com/lethalsteel/
Medium: CD, LP
Spieldauer: 18:23 Minuten
VÖ: 27.03.2020

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