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Intronaut - Fluid Existential Inversions

Review von Rockmaster vom 24.03.2020 (369 mal gelesen)
Intronaut - Fluid Existential Inversions INTRONAUT sind angetreten, um durch das Spiel mit Versatzstücken moderner Musik so manche Hörgewohnheit auf den Kopf zustellen. Für Mainstream sind sie weiß Gott nicht bekannt - mit ihrem progressiven Mix haben sie die Hürde zum großen Bekanntheitsgrad recht hoch gelegt, dafür dürfte die Fangemeinde umso treuer sein. Sie klingen mal wie MOTÖRHEAD ohne die rohe Energie, mal wie ANIMALS AS LEADERS mit angezogener Handbremse, mal zu hart für PINK FLOYD, mal wie (noch mehr) verkopfte TOOL, zu glatt für Death Metal oder zu polyrhythmisch für Metalcore. Und doch kommt von allen irgendwie was vor. Lärmende Gitarrenriffs, wilde Breaks zu komplexem Drumming, ruhige, melodische Passagen und so weiter und so fort. Man braucht eine Menge Schubladen, um alles zu zitieren, was man INTRONAUT stilistisch attestieren könnte. Nichts fürs Chillen mit Bierchen. Wer gerade Bock auf ein einfaches, eingängiges Werk hat, sollte ein wenig weiter links oder rechts von INTRONAUT ins CD-Regal greifen. Dabei wollen die Jungs aus L.A. gar nicht wie irgendein Vorbild klingen, sie legen es geradezu darauf an, jeden bereits existierenden Stilmix schmerzfrei aufzubrechen.

Vordergründig dominieren die Gitarren von Sacha Dunable und Dave Timnick die Titel, oft lärmend, oft melodisch und immer auch mal wieder mit für Metal höchst ungewöhnlichen Sounds und Spielereien. Sacha variiert seinen Gesang zwischen forscherer und ruhigerer Intonation, meist aber mit zurückhaltenden Melodien. Wichtig ist der Band auch Bassist Joe Lester, den Sacha als "the most unique bass player in all of heavy metal" ("der Einzigartigste im gesamten Heavy Metal") lobt. Gut ist er, sicher. Für die Aufnahmen zum Album hat man noch Drummer Alex Rüdinger mit an Bord genommen, der sonst schon mit den Deathcore-Combos THE FACELESS und WHITECHAPEL unterwegs war, und ohne dessen Rhythmusarbeit der ganze Mix wahrscheinlich nicht funktionieren würde. Was die Texte anbelangt, reicht wie so oft die Zeit nicht, um umfassend darauf einzugehen. Der Albumtitel lässt es aber vermuten: Sie sind ebenso verschwurbelt wie die Musik.

Insgesamt weiß das progressive Werk durchaus Aufmerksamkeit zu erregen. Fraglich aber, ob es jeden Metalhead wirklich fesseln kann. Hier könnten sich durchaus die G-s scheiden, nämlich die Geister sowie die Generationen. Der Metalcore-Einschlag hier und da lässt sich nicht leugnen. Auf der anderen Seite bleibt bei so vielen Referenzen, die zitiert werden wollen, auch hier und da etwas auf der Strecke. Die Kompositionen reichen an die von ANIMALS AS LEADERS nicht restlos heran, die durchgeknallten POUND sind einfach kompromissloser in ihrem wilden Gitarren- und Drumgeballer. Allerdings sind, wie eingangs erwähnt, INTRONAUT nicht angetreten um irgendjemand von denen zu kopieren. Wer sich auf die Gedankenwelt der Jungs einlässt, kann hier erhellende Momente erleben.


Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Procurement Of The Victuals (0:56)
02. Cubensis (6:55)
03. The Cull (6:59)
04. Contrapasso (6:48)
05. Speaking Of Orbs (5:10)
06. Tripolar (6:31)
07. Check Your Misfortune (5:49)
08. Pangloss (6:35)
09. Sour Everythings (7:31)
Band Website: www.intronaut.net
Medium: CD
Spieldauer: 53:13 Minuten
VÖ: 28.02.2020

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