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Coffeinne - Requiem

Review von baarikärpänen vom 12.03.2020 (737 mal gelesen)
Coffeinne - Requiem Ist schon irgendwie doof, wenn man zwischen den Stühlen sitzt. Was ja letztlich heißt, sich nicht für eine Seite entscheiden zu können, und am Ende steht man mit leeren Händen da. Ein Produkt, das in solch einem Prozess entsteht, wird dann wenig schmeichelhaft oft mit dem Vermerk "weder Fisch noch Fleisch" versehen. In solch einem Dilemma stecken COFFEINNE mit "Requiem" (finde ich, aber das ist ja nicht allgemeingültig). Dabei haben die Spanier, vor allem wegen ihres Namens, bei mir Kaffeeliebhaber schon einen dicken Stein im Brett. Aber weil es hier um die Musik geht, spielt das natürlich keine Rolle.

COFFEINNE selbst sehen ihre Musik als eine Mischung aus Melodic Metal und Power Metal. Die vom Label zusätzlich erwähnten Einflüsse von skandinavischem Melodic Death kann ich allerdings beim besten Willen nicht heraushören. So weit, so gut. Dass COFFEINNE durchaus eine Ahnung haben, wo sie mit ihrer Musik landen wollen, zeigt der Beginn des Openers 'Frozen Seas'. Es ist schon gelungen, wie die Madrilenen hier ordentlich Dampf machen. Aber leider wird gleich im Verlauf des ersten Songs deutlich, wo die Schwächen liegen. Selbst wenn das Stück zu Beginn aufhorchen lässt, stellt sich doch spätestens nach zwei Minuten ein Ermüdungseffekt ein. Will sagen, die Aufmerksamkeit geht ein wenig flöten, alles rauscht vorbei. Das ändert sich dann auch bei den nachfolgenden Tracks nicht wirklich. Dabei sind die Songs an sich ja gar nicht mal schlecht. Dabei spielt es keine große Rolle, ob sie sich nun am Power Metal orientieren oder auch am Melodic Metal. Und doch fehlt irgendwie der letzte Kick, das, was die Stile perfekt verbinden würde. Was vieles wieder aus dem Feuer reißt, ist die eigenständige Stimme von Sänger Iñaki Lazcano. Auch David Villareal macht einen sehr guten Job an den sechs Saiten. Tatkräftige Unterstützung an der Gitarre haben sich COFFEINNE beim abschließenden 'Requiem', für mich der stärkste Track auf dem Album, mit Timo Tolkki ins Studio geholt.

Ja, COFFEINNE, das klingt nach Kaffee. Aber leider, um bei dem Bild zu bleiben, hat sich unter die wohlschmeckende Arabica-Mischung auch der ein oder andere Löffel Kaffee-Ersatz gemogelt, was das Ganze verwässert. Zwischen den Stühlen sitzen COFFEINE mit "Requiem" wirklich, denn es langt weder im Power- noch im Melodic Metal-Bereich für den ganz großen Wurf. All das gesagt, fahren die Spanier für ihr Album trotzdem sieben Punkte ein, weil die gezeigte Leistung durchaus für die Zukunft hoffen lässt und es bestimmt Hörer gibt, die das hier Gebotene mögen könnten. Vor allem aber sollten sich COFFEINNE auf kommenden Alben fokussierter zeigen, was das Songwriting betrifft.




Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Frozen Seas
02. Back To The Light
03. One More Day
04. Forevermore
05. The Showdown
06. Never Again
07. Wake Up
08. Open Your Eyes
09. Crash And Burn
10. Requiem
Band Website: https://www.facebook.com/Coffeinne-101374807875259
Medium: CD
Spieldauer: 46:54 Minuten
VÖ: 13.03.2020

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12.03.2020 Requiem(7.0/10) von baarikärpänen

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