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Nils Patrik Johansson - The Great Conspiracy

Review von Stormrider vom 28.02.2020 (884 mal gelesen)
Nils Patrik Johansson - The Great Conspiracy Knapp zwei Jahre nach seinem ersten Soloalbum legt NILS PATRIK JOHANSSON mit "The Great Conspiracy" ein neues Album vor. Musikalisch bleibt dabei größtenteils alles beim Alten. Sprich, es gibt klassischen Metal, der sich mal etwas mehr in Richtung Power Metal und mal ein Stückweit in den Hard Rock bewegt. Wer mit den Bands was anfangen kann, bei denen der Schwede bisher das Mikro geschwungen hat, also ASTRAL DOORS, LIONS SHARE und CIVIL WAR, der wird auch mit diesem Album glücklich. Denn auf großartige Experimente wird weitgehend verzichtet und das Album führt die musikalisch lieb gewonnenen Traditionen des bisherigen Schaffens konsequent fort, was sich auch dadurch zeigt, dass die gleiche Backingband die Songs eingespielt hat und wieder Lars Chriss für den Mix verantwortlich zeichnet.

Was also unterscheidet "The Great Conspiracy" von seinem Vorgänger "Evil Deluxe" und den anderen Veröffentlichungen des Sängers? Es ist die Tatsache, dass es sich um ein (politisch-inspiriertes) Konzeptalbum handelt, welches sich mit dem Mord am schwedischen Premierminister Olof Palme befasst. Dieser wurde am 28.02.1986 ermordet, dem Tag an dem "The Great Conspiracy" veröffentlich wird. Der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt und für viele Menschen in Schweden weiterhin ein Trauma, um das sich hunderte unterschiedliche Theorien ranken. NILS PATRIK JOHANSSON entwickelt im Laufe der zehn Songs seinen eigenen Lösungsansatz zu den Hintergründen des Attentats, blickt aber auch auf verschiedene Szenarien wie eine mögliche größere Verschwörung, Einzeltäter oder eine Gruppierung, welche die Tat durchgeführt haben könnte. Am Ende bleibt auch das natürlich alles Spekulation, wird aber vom Schweden sehr gut umgesetzt und hat dadurch mehr Tiefgang als die üblichen Sword and Sorcery-Lyrics die sich gerne im Metal mit starker DIO-Prägung wiederfinden.

"The Great Conspiracy" ist ein insgesamt stimmiges Metalalbum, das sich Fans von traditionellen Metalsounds auch ohne großartige politische Interessen anhören können, da auch wieder jede Menge starke Hooks und große Refrains den Weg auf den Dreher gefunden haben. Im direkten Vergleich zum Vorgänger finde ich lediglich, dass das Timbre dieses Mal etwas zu oft ins Gekreische abdriftet. Mir gefällt da die mittlere Singlage doch besser. Der halbe Blutstropfen, den die Lyrics im Vergleich zum Vorgänger gewinnen, verliert damit ausgerechnet das Erkennungsmerkmal des Schweden, die Vocals. Wer einen Anspieltipp braucht, mein persönlicher Favorit auf "The Great Conspiracy" ist 'Freakshow Superstar'.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Agitator
02. One Night At The Cinema
03. The Baseball League
04. Freakshow Superstar
05. March Of The Tin Foil Hats
06. Prime Evil
07. Killer Without A Gun
08. The Great Conspiracy
09. This Must Be The Solution
10. Requiem Postlude
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 49:26 Minuten
VÖ: 28.02.2020

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