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Flat Earth Society - Friends Are Temporary, Ego Is Forever

Review von Metal Guru vom 24.02.2020 (854 mal gelesen)
Flat Earth Society - Friends Are Temporary, Ego Is Forever FLAT EARTH SOCIETY könnten mit ihrer Gründung im Sommer 2018 als 'Anfänger', 'Jungspunde' oder 'Newcomer' bezeichnet werden. Damals wie heute beweisen Alex Castro (Schlagzeug), Daniel Correa (Stimmen), Jesús Espinosa (Bässe und Chöre) und Carlos Gonzalez-Aller (Gitarren) das Gegenteil: Sowohl gesanglich als auch instrumentell bis unter die Schädeldecke bewaffnet, wollten sie laut eigener Aussage von Anfang die 'interessanteste Band der/ihrer Szene' sein beziehungsweise werden. Ob ihnen DAS mit ihrem jetzt vorliegenden Debüt gelungen ist beziehungsweise gelingen wird, kann ich (noch) nicht sagen - bin erstens kein Szenegänger, habe zweitens einen ziemlich breit gefächerten Musikgeschmack und denke drittens nicht in Kategorien wie 'miesester Mucker' oder 'beste Band'. Aber egal - für ein progressiv-metallisches Debüt klingt "Friends Are Temporary, Ego Is Forever" extrem professionell, extrem routiniert, extrem virtuos!

"Friends Are Temporary, Ego Is Forever" ist dabei nicht nur ein überdurchschnittlich langer Albumtitel, sondern auch einer, der Bände spricht - über die Egomanie der/s Einzelnen, die Selbsteinschätzung der (Die-Erde-Ist-Eine-Scheibe-)Gesellschaft, den weltlichen Zustand? Acht super-professionelle Songs in zweiunddreißig super-routinierten Minuten und zwölf super-virtuosen Sekunden reichen aus, um zumindest eins zu demonstrieren: FLAT EARTH SOCIETY sind keine Anfänger, Jungspunde oder Newcomer! Hier werden derbste Doublebasses getreten (na, wohl eher getriggert), gruftigstes Gebelle/Gegrunze/Gekrächze geboten, harmonischter Hintergrundgesang (KEIN Widerspruch) geliefert, kompakteste Klampfen gequält und rabiateste Rhythmen getrampelt. Das Ganze durch und durcher schwermetallisch und mausetot! Da melodiöser Gesang, dort martialisches Geschrei, rabiate Roboterrhythmen, schnellschusswaffenartige Staccato-Riffs und wenige bis gar keine (Gitarren-)Soli - was will das progressive Metallherz mehr?

Doch, DIE Band gefällt! Und DAS, obwohl (oder gerade weil?) der Beipackzettel mehr Fragen offen lässt als beantwortet. Wissenswertes wie 'Wer sind die FLAT EARTH SOCIETY eigentlich?' oder 'Wie sehen die einzelnen Gesellschafter eigentlich aus?' oder 'Wo kommen das ewige Ego/die temporären Freunde eigentlich her?' bleiben unbeantwortet - absichtlicher Vorsatz oder unbeabsichtigter Zufall? Die einzige mitgelieferte Abbildung zeigt das Cover Artwork, das eine augenlose, auf die Kamera zugehende, milchig unscharfe Lichtgestalt (= Engel?) in gesichtsloser, grauer, sich vom Betrachter entfernender Gesellschaftsmasse zeigt - ok, visualisiert den Albumtitel ohne großartige Interpretationsmöglichkeiten und tiefenpsychologische Umschweife. Ich mach's ungefähr so kurz wie die vorliegende Produktion und verkleckere temporäre acht schwermetallische Blutstropfen für diese acht alles andere als flachen Gesellschaftsminiaturen - wirklich sehr gut gemacht!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Pray (3:35)
02. Ligma (4:03)
03. Danko (3:21)
04. Legfist (3:43)
05. CC Chain (3:50)
06. Disarray (4:56)
07. The Gravity Paradox (4:23)
08. Tortuga (4:20)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 32:12 Minuten
VÖ: 21.02.2020

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