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Konvent - Puritan Masochism

Review von Rockmaster vom 17.02.2020 (553 mal gelesen)
Konvent - Puritan Masochism Kennt man die Band KONVENT nicht, und hört man sich "Puritan Masochism" an, ohne vorher das Cover zu inspizieren, wird vermutlich niemand auf die Idee kommen, dass hier eine reine Girlgroup dem klösterlichen Alltag aus Puritanismus und selbstzerstörerischen Masochismus frönt. Die Mädels aus Dänemark verbreiten mit ihrem Death-Doom wirklich alles andere als gute Laune. Die zähen Gitarrenriffs von Sara Helena Nørregaard ziehen einen in den tiefsten, schwärzesten Morast, Rikke Emilie List grunzt und faucht dazu alles in Grund und Boden, und was übrig bleibt, wird zwischen den langsam mahlenden Mühlsteinen von Heidi Withington Brinks Bass und Julie Simonsens minimalistischen Drums zerstört. Landet mal ein dickerer Brocken in dieser nihilistischen Vernichtungsmaschinerie, wird auch mal kurzzeitig das Tempo gedrosselt, um das Leid, das aus den Titeln heraustrieft, noch etwas intensiver auszukosten.

Unter dem rein technischen Aspekt ist wahrscheinlich Rikkes Gesang am anspruchsvollsten. Der Rest der Band hat sich düsterer Monotonie verschrieben, es wird alles vermieden, was die Illusion erzeugen könnte, zu musizieren könnte mehr Spaß machen, als langsam in Treibsand zu versinken. Titel wie 'Puritan Masochism' und 'World Of Gone' lassen vermuten, dass die Texte in die gleiche Kerbe schlagen. In dieser kompromisslosen Ausprägung ist die Musik von KONVENT sicher nicht jedermanns und jederfraus Sache, da braucht's schon eine Neigung zu, in diese Aura aus Leid und Schmerz einzutauchen und gegebenenfalls seine eigene dunkle Seite intensiv zu erleben oder zu kanalisieren. Wem das liegt, der findet bei den vier Däninnen, die sich auf 'Waste' Unterstützung von Landsmann Tue Krebs Roikjer geholt haben, ein absolut stimmiges Werk. Der Mangel an Höhepunkten, den man bei anderen Bands kritisieren könnte, ist hier Teil der Kunstform. Und doch kann man nicht leugnen, dass das ganze Album langsam aber stetig auf die beiden 'Ropes'-Titel hinarbeitet, und sich in diesen die Intensität der Musik noch einmal kumuliert.


Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Puritan Masochism (4:42)
02. The Eye (3:26)
03. Trust (5:17)
04. World Of Gone (5:57)
05. Bridge (6:31)
06. Waste (Ft. Tue Krebs Roikjer) (4:59)
07. Idle Hands (5:22)
08. Ropes Pt. I (4:36)
09. Ropes Pt. II (7:21)
Band Website: www.konvent666.bandcamp.com
Medium: CD
Spieldauer: 48:11 Minuten
VÖ: 24.01.2020

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17.02.2020 Puritan Masochism(7.0/10) von Rockmaster

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