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Impiety - Versus All Gods

Review von Opa Steve vom 11.02.2020 (283 mal gelesen)
Impiety - Versus All Gods Neben vielen EPs und einigen Splits ist "Versus All Gods" in der Longplayer-Zählung nun als neuntes Album zu werten. Die Death/Black-Extremisten aus dem stets sauberen und geordneten Singapur müssen im Heimatland vermutlich noch einen größeren Kulturschock darstellen als hierzulande, wo man diesem extremen Sound auch schon oft mit Skepsis begegnet. Beeinflusst von den extremen Undergroundbands gründeten sich IMPIETY während der Neunziger, womit sie zu den dienstältesten Bands dieses Genres zählen. Was damals eher rumpelig und wüst begann, hat sich die Härte über 15 Jahre bewahren können, allerdings agieren die drei mittlerweile auf einem tadellosen technischen Niveau. Während die meisten Quellen noch von einem Quartett sprechen, haben sich IMPIETY auf der neuen Scheibe im Studio um ihren zweiten Gitarristen Adzrin reduziert. Dies sollte kein Dauerzustand sein, denn die Scheibe ist eher für zwei Gitarren geschrieben. In den Soli, die nur so vor herrlichen Divebombs strotzen, würde dem Trio ansonsten live zu viel Druck verlorengehen. Aber auch immer wieder sind wahnsinnig schnelle Arpeggien eingebaut, bei denen man auch dringend einen massiven Riff-Rhythmus im Hintergrund braucht. Der Sound der Scheibe ist durchschlagend, wenn auch etwas hart auf Lautstärke komprimiert und dementsprechend eher dünn im Bass. Da hätte ich mir noch etwas mehr Fundament gewünscht. Ansonsten haben IMPIETY das Problem, was viele Bands im extremen Genre haben. Den Songs fehlt es ein wenig an Kanten, die hängenbleiben. Das andauernde ICE-Geratter lässt die 38 Minuten (was für eine Extreme Metal-Scheibe eine beachtliche Spieldauer ist) leider etwas eintönig wirken. An Einflüssen kann man aufgrund des hohen technischen Standards auf jeden Fall polnischen Death Metal heranziehen, was ja keine schlechte Referenz ist, aber eben auch ein Genre, welches starker musikalischer Inzucht unterliegt. Somit hört man der Band ihre Herkunft tatsächlich überhaupt nicht an, und vielleicht ist dies auch eine verpasste Chance.

Fazit: Sie machen für Fans des Genres alles richtig, spielen beeindruckend präzise und entfesseln ein Maximum an Energie. Wer auf solche Abrissbirnen steht, wird definitiv glücklich sein. Wer eine breitere musikalische Finesse und variable Stimmung auf einem Album erwartet, für den wird die Scheibe eher unauffällig nebenbei durchbrettern.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Intro: Kommand IX
02. Reigning Armageddon
03. Djinn Of All Djinns
04. Barbarian Black Horde
05. Azazel
06. Inviktus Satanikus
07. Terror Occult Dominion
08. Dajjal United
09. Interstellar Deathfuck
10. Magickal Wrath
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 38:59 Minuten
VÖ: 20.01.2020

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