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Moon Chamber - Lore Of The Land

Review von Rockmaster vom 19.11.2019 (331 mal gelesen)
Moon Chamber - Lore Of The Land Im vergangenen Jahr liefen sich Sängerin Marta Gabriel (auch CRYSTAL VIPER) und Gitarrist Rob Bendelow (auch SARACEN) über die Füße und beschlossen, die Kombination von Martas Stimme und Robs Gitarrenspiel, das Verschmelzen von polnischem Female Fronted Metal aus den 2000ern mit britischem Classic/Psychedelic Rock aus den 80er-Jahren (aber sicher mit 70er-Jahre Dope) wäre eine grandiose Idee. Und schon war die Formation MOON CHAMBER geboren. Tatsächlich ist bei der Zusammenarbeit ein Album entstanden, dessen Titel geradezu um die schöne Stimme Martas herumkomponiert sind. Ob solo oder mit sich selbst als Duett, ob mit Power oder mit Gefühl, Marta singt toll, man möchte glatt durch das offene Kammerfenster den Mond anheulen. Dabei gibt sich Marta keine Blöße und dringt - fast (Ausnahme: der letzte Scream von 'Ravenmaster') - nie in Bereiche vor, die sie nicht sicher beherrscht. Der Rest der Band hingegen gibt sich allerlei Mühe, die Vocals stets in den Mittelpunkt der Musik zu stellen. Im besten Fall kitzeln Rob, Keyboarder und SARACEN-Bandkollege Paul Bradder, Marta höchstselbst am Bass (für den seither Robs Sohn Richard verantwortlich zeichnet) und Drummer Andy Green die leicht progressiven und psychedelischen Elemente aus ihrem Zusammenspiel, die schon in den 80er-Jahren Robs Haupt-On-And-Off-Projekt SARACEN kennzeichneten. Im schlechtesten Fall wirkt das Ganze dann noch etwas braver als Martas Erstband CRYSTAL VIPER (auch wenn die BEYOND THE BLACK zeigen könnten, wo der Hammer hängt, wenn sie denn einen hätten).

Der Faktor, der mich am meisten irritiert, sind die Parts, in denen vor allem die Gitarre, aber teils auch der Rest der Band klingt als sei er durch ein Yoghurtbechertelefon aufgenommen worden. Immerhin sind hier mitunter alte Haudegen am Werk. Das lässt nur wenige Erklärungen zu. Neben "keine Kohle" oder "unfähiger Produzent" ist für mich "das soll so klingen" durchaus die überzeugendste. Aber bei mir zündet dieser Sound so gar nicht, denn der ist weder hip noch altmodisch, weder bluesig noch psychedelisch. Ein zweiter Grund, warum ich durchaus auch mal den Mond anheulen möchte.

Und trotzdem empfehle ich allen, die ein Fitzelchen von sich in den umrissenen Stilrichtungen wiederzuerkennen glauben, "Lore Of The Land" probezuhören. Mit 'De Temporum Ratione', 'The Goddess And The Green Man', 'Crystal Wind' und anderen sind toll komponierte Nummern vorhanden, die nicht alleine von Martas Stimme getragen werden. Und - trotz Kritik - erscheint mir das Erstlingswerk von MOON CHAMBER in seiner Gesamtheit stimmig.

Ach ja, nicht vergessen: Auch CRYSTAL VIPER veröffentlichen gerade ihr neues Album "Tales Of Fire And Ice".

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. De Temporum Ratione (5:11)
02. Only (3:34)
03. When Stakes Are High (4:10)
04. Ravenmaster (4:44)
05. We'll Find A Way (5:05)
06. The Nine Ladies (4:44)
07. The Goddess And The Green Man (4:47)
08. Crystal Wind (4:13)
09. The Plague (4:23)
10. Knight Errant (My Son) (3:58)
Band Website: http://www.facebook.com/moonchamberofficial
Medium: CD
Spieldauer: 44:49 Minuten
VÖ: 25.10.2019

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19.11.2019 Lore Of The Land(6.0/10) von Rockmaster

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