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Black Star Riders - Another State Of Grace

Review von Stormrider vom 05.09.2019 (398 mal gelesen)
Black Star Riders - Another State Of Grace Machen wir uns nichts vor, die BLACK STAR RIDERS wurden von Scott Gorham und Ricky Warwick als moderne Version von THIN LIZZY gegründet mit dem Ziel, das Vermächtnis der Legende abseits des bloßen Namedropping weiterzutragen. Und wenn es in den letzten Jahren eine Band gegeben hat, die das Erbe von Phil Lynott authentisch in dieses Jahrtausend transportieren konnte, dann waren es eben die BLACK STAR RIDERS um das ehemalige LIZZY-Mitglied Gorham und den THE ALMIGHTY-Sänger Warwick, der weiterhin sehr nah am Timbre des ultimativen Rockers dran ist. Ja, es gibt mittlerweile viele Bands (wohlgemerkt extrem gute Bands), die sich am Twin-Lead-Sound gütlich tun, man denke nur an die grandiosen DEAD LORD, aber wenn ein Scott Gorham die Gitarre schwingt, dann hat es eben diesen ganz besonderen Ton.

So bleibt die Band auch 2019, was wenig überraschend ist, weiterhin ein Garant für hochwertigen Classic (Hard) Rock der 70er-Jahre Schule. Daran ändern auch die erneuten Besetzungswechsel nichts. Neu im Line-up sind auf dem vorliegenden vierten Album, "Another State Of Grace", Gitarrist Christian Martucci, der zuvor bei STONE SOUR in die Saiten gegriffen hat, und Schlagzeuger Chad Szeliga, der bei BREAKING BENJAMIN und BLACK LABEL SOCIETY aktiv war. An der musikalischen Ausrichtung hat sich dadurch aber zum Glück nicht viel geändert, was auch nicht zu erwarten gewesen ist. Dennoch gibt es nuancierte Veränderungen. Hier ein wenig mehr Hammond (zum Beispiel in 'What Will It Take'), dort ein wenig mehr amerikanischer Einschlag ('In The Shadow Of The War Machine'). Aber natürlich gibt es auch wieder irische Anleihen, so beginnt der Titeltrack sehr irisch und hat eingestreute Hey-Shouts und weist teilweise einen nicht unerheblichen Einfluss von 'Over The Hills And Far Away' von GARY MOORE auf. Und dass man auf die legendären Twin-Guitar-Leads nicht verzichten würde, das war wohl auch eher ein offenes Geheimnis. Ansonsten bleibt als Neuerung noch der Wechsel auf dem Produzentenstuhl zu erwähnen. Während man zuvor mit den in Rock- und Metalkreisen bestens etablierten Produzenten Kevin Shirley (unter anderem IRON MAIDEN) und Nick Raskulinecz (ALICE IN CHAINS, DEFTONES, RUSH) gearbeitet hat, durfte für "Another State Of Grace" Jay Ruston auf dem Stuhl des Knöpfchendrehers Platz nehmen. Ganz neu war dabei die Zusammenarbeit nicht, war er doch schon auf "The Killer Instinct" und "Heavy Fire" für das Mixing zuständig. Dennoch gibt sowas einer Band ja auch gerne mal neuen Drive, wenn man das Arbeitsumfeld ändert.

Da sich in Summe am Sound der BLACK STAR RIDERS nicht so viel geändert hat, bleibt die Frage, inwieweit das Songmaterial qualitativ nach oben oder unten ausschlägt. Naja, und hier war bei solchen Könnern nun kein Totalausfall zu erwarten, dafür sind es einfach zu erfahrene Songwriter, die einen Stinker gar nicht erst aufs Album lassen würden. Was aber auffällt ist, dass man sich relativ starr im Korsett bewegt und der Refrain in jedem Song der zentrale Anlaufpunkt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir von einer Ballade wie 'Why Do You Love Your Guns' (hört euch unbedingt die Frage im Text an …) oder einem nach vorne treibenden Rocker wie dem Opener, 'Tonight The Moonlight Let Me Down', sprechen. Ich persönlich mag es ja, wenn Songs griffige Hooks und einprägsame Refrains haben, weshalb ich "Another State Of Grace" auf Albumdistanz auch durchaus auf Augenhöhe mit dem bockstarken Vorgänger sehe. Ein Übersong wie der Titeltrack von "Heavy Fire" ist allerdings auf Album Nummer Vier nicht vertreten. Wer damit zurechtkommt und die Vorgänger oder THIN LIZZY mag/mochte, na, der packt sich auch diesen Zehntracker wieder in die Einkaufstasche, denn falsch machen kann man als Fan des genannten Sounds hier absolut gar nichts.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Tonight The Moonlight Let Me Down
02. Another State Of Grace
03. Ain’t The End Of The World
04. Underneath The Afterglow
05. Soldier In The Ghetto
06. Why Do You Love Your Guns?
07. Standing In The Line Of Fire
08. What Will It Take?
09. In The Shadow Of The War Machine
10. Poisoned Heart
Band Website: http://blackstarriders.com/
Medium: CD
Spieldauer: 38:52 Minuten
VÖ: 06.09.2019

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