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Nad Sylvan - The Regal Bastard

Review von Metal Guru vom 20.08.2019 (329 mal gelesen)
Nad Sylvan - The Regal Bastard NAD SYLVAN singt hauptberuflich in Steve Hacketts (Ex-GENESIS) Studio- und Tourband. Das darf/kann/macht jener (Sylvan), weil nicht nur dieser (Hackett) der Meinung ist, Nad klänge wie eine ziemlich überzeugende Mixtur aus Peter Gabriel (GENESIS erstem Sänger) und Phil Collins (GENESIS zweitem Sänger). Nad Sylvan, der (fast) perfekte Sänger für Hacketts in die Jahre gekommenen GENESIS-Revisitings, macht aber auch eigenes Zeuch! Was für Zeuch macht Mensch, der oder die dafür begehrt/bekannt/berüchtigt ist, wie 'jemand anders' zu klingen? Ganz genau: Eigene Platten, die das Begehrte/Bekannte/Berüchtigte entweder bestätigen (auf 'Nummer Sicher' gehen) oder - wie im diesem Fall - widerlegen (auf 'Nummer Risiko' gehen)! Das Ergebnis hat mit Metal (as B4M defines it) absolut NIX zu tun und Mensch könnte sich fragen, was das Teil dann hier verloren hat. Hm, lest die Rezi, entscheidet selbst oder lasst es bleiben ...

"The Regal Bastard" heißt Nads neue Platte und je nach dem, wie Mensch zählt, handelt es sich um die dritte (Platte) einer konzeptionellen Trilogie beziehungsweise seine fünfte Soloscheibe überhaupt (inklusive "Unifaun", die nicht unter seinem Namen erschien, aber ziemlich überzeugend nach GENESIS klang). Dabei zeichnet Nad nicht nur für die Bereitstellung aller Kompositionen, Singung sämtlicher Stimmen und Spielung schwarzweißer Tasten verantwortlich, sondern hat auch jede Menge Mega-Mucker am Start: Nick Beggs (KAJA GOO GOO, Steve Hackett, THE MUTE GODS, Steven Wilson) im Chor, Guthrie Govan (ARISTOCRATS, Steven Wilson) an zwei Gitarren, Steve Hackett an einer, Tony Levin (BLACK LIGHT SYNDROME, PETER GABRIEL, KING CRIMSON, LIQUID TENSION EXPERIMENT) an zwei Bässen, Jonas Reingold (Jon Anderson, KAIPA, KARMAKANIC, Lalle Larsson, THE AGENTS OF MERCY, THE FLOWER KINGS) an den restlichen und Nick D'Virgilio (BIG BIG LIFE, CIRQUE DE SOLEIL, Ex-SPOCK'S BEARD) am Schlachzeuch. Um's kurz zu machent: Alle Beteiligten spielen wie 'die Großen' (weil sie die Großen SIND), das große Spiel ist akkurat aufgenommen/gemixt/gemastert und alles könnte so schön sein, wenn (ja, WENN) die Songs beziehungsweise deren emotionaler Fluss für mich 'funktionieren' würden - tun dieser (Fluss) beziehungsweise jene (Songs) aber nicht oder nur teilweise. Grund: Nad mag ein beseelter, charismatischer, individueller Sänger sein - ein großer Komponist (so wie seine Mega-Mucker große Instrumentalisten) ist er nicht! Nein, neun Stücke in fünfundfünfzig Minuten und siebenundvierzig Sekunden wird gepoppt (sorry für die vollkommen beabsichtige Zweideutigkeit), geproggt und rudimentär gerockt, aber auf den sogenannten 'Punkt' kommen weder dieser noch jene.

Viel (zu viel?) Abwechslung, viel (zu viel?) Gesang, hier das eine Gitarren-, da das andere Synthiesolo in tendenziell (zu?) langen Stücken fangen mit Titel No. 1 ('I Am The Sea') irgendwann/irgendwie/irgendwo an, erfahren im Laufe der Stücke No. 2-8 viele (zu viele?) gesangliche und instrumentelle Höhe-, Mittel- und Tiefpunkte, nur um dann irgendwann/irgendwie/irgendwo nach Stück 9 ('The Lake Isle Of Innisfree') zu enden. Dabei werden nicht selten Assoziationen an die beeindruckenden Blumenkönige, die guten GENESIS oder den schönen Steve Hackett geweckt, was sicher schön, generell gut und beizeiten beeindruckend ist - mehr aber nicht. Ich persönlich hätte mir mehr Eier, 'n paar mehr Hooks und kompaktere Kompositionen, einen für 'Otto Normalverbraucher' kau-, genieß- und verdaubaren (musikalischen) Spannungsbogen gewünscht. Aber Nad wäre nicht Sylvan, wenn er es dem potenziellen Publikum leicht machte und so muss sich Mensch "The Regal Bastard" schon häufiger reinkneten, um Ge- oder Missfallen zu empfinden. DAS dauert, DAS nervt, DAS strengt vielleicht an, sollte aber sechs vollkommen unblutige (weil absolut überhaupt nicht metallische) Tropfen wert sein ...

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. I Am The Sea
02. Oahu
03. Whoa (Always Been Without You)
04. Meet Your Maker
05. The Regal Bastard
06. Leave Me On These Waters
07. Honey I'm Home
08. Diva Time
09. The Lake Isle Of Innisfree
Band Website: www.nadsylvan.com
Medium: CD
Spieldauer: 55:47 Minuten
VÖ: 05.07.2019

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20.08.2019 The Regal Bastard(6.0/10) von Metal Guru

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