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Weightless World - The End Of Beginning

Review von Opa Steve vom 07.07.2019 (277 mal gelesen)
Weightless World - The End Of Beginning In dem (in ausgezeichnetem Deutsch geschriebenen) Infoflyer der Finnen WEIGHTLESS WORLD stechen direkt in der ersten Zeile die Worte "moderne melodische Metalband" ins Auge. "Modern" kann ja alles mögliche heißen. Unter anderem eben auch Metalcore. Auch wenn die Band den Begriff stets meidet, hat ihr erster Longplayer "The End Beginning" doch eine Menge mit dem nicht immer beliebten Genre zu tun. Dazu gehört die Variation der Vocals von melodisch bis zum statischen Gebrüll. Aber auch der musikalische Mix aus Melodien und Brutalität leiht sich einige Trademarks. So kann die Scheibe bei Beginn bei mir auch leider gar nicht punkten. 'Savior' beginnt mit heruntergestimmten Gitarren, die um einen simplen Akkord herumriffen, während sich Perttus Gesang ziemlich nervig gepresst in höchsten Stimmlagen um diesen Akkord windet. Für mich ist das nicht modern, sondern übermodern. Und damit künstlich gewollt. Der Wechsel mit den kehligen Shouts seines Kollegen Valtteri ist dabei so vorhersehbar wie ausgelutscht. Gesanglich komme ich daher mit dieser Scheibe überhaupt nicht klar. Musikalisch sieht das in weiten Teilen schon besser aus. Nicht jeder Song ist gnadenlos (oder sinnlos) verdudelt. 'Guillotine' hat ein sehr cooles und knochentrockenes Riffing (wenn denn der Crossover-Gesang nicht wäre), und in 'The Pair' überzeugen mich die ruhigeren Zwischenpassagen mit ihren interessanten Rhythmen. Der Anspieltipp hingegen ist für mich 'Colors', welches Metalheads durch das geile In-die-Fresse-Riffing überzeugt. Da stören die poppigen Noten dazwischen auch nicht besonders, denn der Großteil des Titels geht ab wie eine geölte Wildsau.

WEIGHTLESS WORLD stehen erst am Anfang ihrer Karriere und haben nach dem ersten Longplayer natürlich noch Entwicklungspotenzial. Technisch gibt sich die Band keine Blöße und ist gut aufeinander eingespielt. Der musikalische Anspruch, dessen Einzigartigkeit im Flyer ebenfalls betont wird, ist hingegen noch durchaus ausbaufähig. Die moderne Mixtur aus poppigen, emotionalen und coreaffinen Metal-Elementen klingt in meinen Ohren durchaus ein bisschen bieder. Und der Gesang ... da müsste man noch etwas geerdeter werden. Lediglich die ganz ruhigen Passagen im Titelsong sind ... ich sage mal "ganz okay". Kramt für das Songwriting noch tiefer in eurer Seele und lasst bloß dieses Wechselspiel mit den Shouts weg. Das wären so meine wichtigsten Tipps für kommende Werke.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. 59
02. Savior
03. Dragon's Fire
04. Guillotine
05. Fat Lady
06. The Pair
07. Colors
08. Tides
09. The End Of Beginning
Band Website: weightlessworldband.com
Medium: CD
Spieldauer: 46:06 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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07.07.2019 The End Of Beginning(6.0/10) von Opa Steve

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