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Giuda - EVA (Extravehicular Activity)

Review von Stormrider vom 24.05.2019 (528 mal gelesen)
Giuda - EVA (Extravehicular Activity) Nicht erst seit THE NIGHTFLIGHT ORCHESTRA ist es ja wieder total en vogue, sich dem tanzbaren Rock der 80er, gepaart mit dem Einfluss der 70er Dinosaurier hinzugeben. Genau in der Richtung bewegen sich auch die Römer von GIUDA und legen mit "EVA" (was für "Extra Vehicular Activity" steht, aber dann wohl doch zu sperrig als Albumtitel war) bereits ihr viertes Album vor. Allerdings, und hier nehme ich das Fazit mal vorweg, spielen sie noch nicht in der Liga der Großen.

Hervorgegangen sind GIUDA aus der vom Punk beeinflussten Band TAXI, die nach dem Tod ihres Drummers in der Form nicht weitermachen wollte. Im Rahmen der Umfirmierung hat man sich dann auch gleich musikalisch ein wenig umorientiert. Die Basis des aktuellen Sounds sind nun meistens einfache Indie-Garagen-Rock-Riffs, die so simpel gehalten sind, dass man sie wirklich bereits beim ersten, spätestens beim zweiten Hören mitwippen kann. Dazu gibt es elektronische Synthie-Sounds, die dermaßen billig nach altem C64 klingen, dass sie auch problemlos der Soundtrack für GIANA SISTERS hätten sein können, und gerne werden auch mal ein paar Hand Claps als rhythmische Untermalung genutzt, wie beispielsweise in 'Junk' oder 'Space Walk'. Lyrisch hat man zwar kein Konzeptalbum über den Weltraum verfasst, aber alleine die Titelgebung der Songs deutet den Weg. Dabei ist den Südeuropäern wohl leider recht schnell der Stoff ausgegangen, denn oft muss man sich mit Ohohohos behelfen. Noch schlimmer ist es aber, wenn ihnen so gar nichts einfällt und sie zwanghaft in Dauerschleife den Songtitel oder einzelnen Wörter oder Zeilen wiederholen. 'Space Go' ist hierbei wirklich ganz übel und langweilt wirklich schon beim allerersten Hören. Dazu kommt ein unüberhörbarer Akzent bei den Vocals, der zwar nicht ganz so eigenständig ist wie der eines Klaus Meine, aber eben auch zeigt, dass man gerne mal ein wenig Zeit in die richtige Phrasierung von englischen Wörtern investieren darf. Kann man lustig finden, oder eben nicht. Ich finde es eher nicht so charmant.

Irgendwie muss man für "EVA" schon eine Menge Humor mitbringen, so puristisch ist das teilweise gestrickt. Dennoch ist natürlich nicht alles schlecht. Der Opener 'Overdrive' zum Beispiel kommt locker flockig-rockig durch die Membranen, kann mit einem netten Riff punkten und ist wirklich ein eingängiger Song, der direkt zum Tanzen animiert. Leider haben GIUDA davon zu wenig am Start. Wenn das Album nach nicht mal 35 Minuten durchgelaufen ist, hat man nicht das Bedürfnis unbedingt nochmal mit durch den Weltraum zu fliegen, sondern sich mal ein Album mit mehr musikalischer Substanz anzuhören. "EVA" ist sowas wie musikalisches Junkfood. Kann man zwischendurch mal machen, ist für den Moment ok, aber irgendwie wünscht man sich schon beim Konsum, dass man sich doch anders entschieden hätte. Ich leg mir mal ein Steak auf.

Gesamtwertung: 5.5 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Overdrive
02. Space Walk
03. Interplanetary Craft
04. No Place To Hide
05. Space Go
06. You've Got The Power
07. Cosmic Love
08. I've Had Enough
09. Ravers Rock
10. Junk
Band Website: http://giuda.net/
Medium: CD
Spieldauer: 34:33 Minuten
VÖ: 05.04.2019

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