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New Years Day - Unbreakable

Review von Stormrider vom 19.05.2019 (524 mal gelesen)
New Years Day - Unbreakable Wenn eine Band sich auf die Fahne schreibt, dass sie Metal mit Pop verbinden will, dann kann das wahlweise richtig gut werden, weil die Songs neben einer gesunden Grundhärte auch mit eingängigen Melodien aufwarten und catchy Hooks haben, das kann aber natürlich auch voll nach hinten losgehen, wenn dabei mit Zuckerguss überzogene Schlagersongs rauskommen, die nur mit einer verzerrten Gitarre auf hart getrimmt werden sollen.

NEW YEARS DAY machen auf ihrem vierten Album, "Unbreakable", zum Glück nicht den Fehler Letzteres zu tun. Dafür überschütten sie ihre Songs aber gerne mit jeder Menge elektronischen Effekten, so dass sich ab einer gewissen Zeit ein Way-too-much-Gefühl einstellt, was die Produktion und die Soundspielereien anbelangt. Für den knalligen, aber maximal überfrachteten Sound zeichnen dabei Mitch Marlow (unter anderem PAPA ROACH und IN THIS MOMENT) und Scott Stevens (unter anderem SHINEDOWN und HALESTORM) verantwortlich. Und die von den beiden betreuten Bands eignen sich dann auch sehr gut, um den Sound von NEW YEARS DAY im Jahre 2019 zu beschreiben. Denn irgendwo in dieser Schnittmenge findet das alles statt, wobei die Vocals gerne auch mal in Richtung der großartigen GWEN STEFANI schielen und man auch stark-elektronische Genres wie Dub Step streift. Mir persönlich gefallen NEW YEARS DAY indes immer dann am besten, wenn sich die Band um Frontfrau Ashley Costello etwas rockiger und gradliniger gibt, wie im coolen Opener 'Come For Me', im zwar getragenerem aber (insbesondere in den Lyrics) eindringlichen 'My Monsters' oder auch im an LINKIN PARK gemahnenden 'Skeletons'. In diesen Fällen schielen sie definitiv mehr in die Zielgruppe von HALESTORM, als in die von KORN. Dennoch lässt sich durch den steten Effekt-Overkill eine gewisse Gleichförmigkeit nicht verhehlen. Daraus resultiert, dass man sich die Songs zwar alle gut anhören kann und auch keiner so richtig abfällt, aber auf Albumdistanz doch im Songwriting die Luft etwas dünn oder besser gesagt nach oben noch Luft ist. Da haben die Wettbewerber aktuell die Nase noch um eine Länge vorne.

Aber natürlich dürfen alle Fans der zuvor genannten Bands gerne mal in "Unbreakable" reinhören, denn Power hat der Stilmix jede Menge. Dennoch darf man für die Zukunft weiterhin gespannt sein, wohin sich NEW YEARS DAY entwickeln, denn neben Ashley gibt es kaum Konstanten im Line-up der bereits 2005 gegründeten Band. Wikipedia listet bereits rund 15 ehemalige Musiker und das Infosheet benennt keinen aktuellen Drummer. Insofern liegt der Fokus auch klar auf der Frontfrau mit der extrovertierten Frisur und dem wohlgeformten Körper. Man setzt marketingtechnisch dabei offensichtlich auch stark auf die Sex-sells-Karte. Das ist etwas schade, denn wer mit dem modernen Sound und der poppig-melodischen Ausrichtung der Songs etwas anfangen kann, der wird mit "Unbreakable" bestimmt seinen Spaß haben, und das auch, ohne dass einen die Hupen aus einem schlechten 50-Shades-Of Grey-Bondage-Oberteil anspringen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Come For Me
02. MissUnderstood
03. Skeletons
04. Unbreakable
05. Shut Up
06. Done With You
07. Poltergeist
08. Break My Body
09. Sorry Not Sorry
10. My Monsters
11. Nocturnal
12. I Survived
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 43:01 Minuten
VÖ: 26.04.2019

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