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Deiphago - I, The Devil

Review von Metal Guru vom 04.05.2019 (740 mal gelesen)
Deiphago - I, The Devil DEIPHAGO sind drei Philippiner, die aus nicht überlieferter (aber vorstellbarer) Motivation eine Musikkapelle gründeten, sich direkt dem toten Metall verschrieben und bisher vier Full-Length-Alben zu Allerweltsthemen wie Alpha, (Anti)Christentum, Apokalypse, Blut, Chaos, Dämonen, Feuer, Hass, Holocaust, Hölle, Luzifer, Kreuzigung, Omega, Opfer, Satan, Schlangen, Teufel, Tod und Verdammnis veröffentlicht haben. Da diese Themen auch auf der hier zu rezensierenden neuen Scheibe sowohl gesanglich als auch instrumental als auch kompositorisch als auch produktionsmäßig als auch technisch ähnlich bis identisch wie auf den alten (Scheiben) thematisiert werden, gilt folgende Rezension für alle fünf Scheiben gleichermaßen:

Die Musiker 'Savnok' (Schlachzeuch), 'Sidapa' (Gitarre & Grunzung) und 'Voltaire 666' (Bass und Bellung) bearbeiten ihre jeweiligen Instrumente nach allen Regeln der Kunst, allerdings ohne jegliche Abwechslung, Feinmotorik oder Pausen. Schade eigentlich, so kann man kaum bis gar nicht identifizieren/erkennen/beurteilen, was genau sie wie genau spielen! Nicht vorhandene Tiefenstaffelung, Stereopositionierung, Frequenzen, Dynamik, Druck, Details und Auflösung machen "I, The Devil" auch nicht gerade massenkompatibler. Was anfänglich vielleicht noch als Gag durchginge, wirkt nach circa fünf bis sieben Minuten geduldigen Wartens minimal ärgerlich, enttäuschend oder/und langweilig, maximal aggressionsfördernd, nervenzerfetzend oder/und radikalisierend.

"I, The Devil" (2019) ist nach "Satanik Eon" (2006), "Filipino Antichrist" (2010), "Satan Alpha Omega" (2012) und "Into The Eye Of Satan" (2015) die fünfte DEIPHAGO-Veröffentlichung, die drei Dinge eindrucksvoll beweist: Erstens gibt's die Band noch immer (= Anerkennung, Erstaunen, Respekt, Verwunderung, Zweifel), zweitens macht diese Band in der Gegenwart exakt das, was sie in der Vergangenheit auch gemacht hat (= null Entwicklung) und drittens scheint der Grad zwischen gesunder Selbstwahrnehmung und psychopathischem Realitätsverlust gefährlich schmal zu sein (zumindest auf den Philppinen)! Voltaire 666 sagt dazu: 'This album is a celebration of our 30 years of existence, a cultivation of all our experiences since the band started in 1989. We have worked hard on this album, and it is the best music we have ever released, filled with dark moods and reeking of destruction. We present to you the essence of pure black metal as it was meant to be like in the early '90s, when bands didn't sound the same. This is our magnum opus that will be revered right next to the groundbreaking black metal albums of the early '90s.' Ich sage: Bullshit!

Die Musik (= die acht 'Songs' mit Titeln wie z. B. 'Deus Alienus', 'Quantum Death' oder 'Neuro-Satanic Circuit') wäre wahrscheinlich ganz gut und genretypisch - könnte man sie identifizieren/erkennen/beurteilen! Kann man aber aufgrund der zerstörendsten Zerrung, die je meine Boxen/Nerven/Ohren penetrierte, nicht. Anfänglich dachte ich, der basslos-blecherne, detail-druck-dynamikfreie, höhen-mitten-tiefenlose, matschig-monofone, schauerlich-scheppernde Schrottsound/Soundschrott sei ein Produktionswitz und die Scheibe ginge gleich 'richtig' los. Je länger diese rotierte (spätestens also nach fünf bis sieben Minuten), desto klarer wurde mir: Da geht gar nix los, das soll genau so! Nach acht lästigen Lärmattacken (= Stücken in vierzig Minuten und zehn Sekunden) hat das diabolische Drama dann sein (vorläufiges) Ende - Luzifer sei Dank! Anmerkung: Bei Stück No. 1 ('Intro') könnte es sich möglicherweise um ein von wem auch immer komponiertes und von wem auch immer gespieltes Orchesterwerk handeln - mit dem Album "I, The Devil" hat es auf jeden Fall genauso wenig zu tun wie mit der Band DEIPHAGO, aber: DAS ist wenigstens Musik!

Die Produktion konnte sich nach zweifelhaften Studioerfahrungen auf Costa Rica immerhin verbessern (Achtung: 'besser' NICHT gleich 'gut'). Schuld daran könnte Kabelverleger/Mischer/Produzent Kurt Ballou (CONVERGE u. a.) sein, der als 'man in charge' nicht wirklich gewusst zu haben scheint, was er zu drehen/drücken/regeln/schieben/ziehen hat, um einen Sound zu generieren, der diese Bezeichnung verdient. Auf einer imaginären Bewertungsskala von null (= nicht zu UNTERbieten) bis plus zehn (= nicht zu ÜBERbieten) stufte ich die Produktion von "I, The Devil" auf circa eins ein (immerhin kann man vereinzelte Vocals, scheinbares Schlachzeuch und grenzverzerrte Gitarren erkennen (Bass bestenfalls beiläufig) ...

Die Verpackung von "I, The Devil" entspricht ihrer Produktion gar und ganz: Höllenhund Joe Petago hat es tatsächlich geschafft, ein sogenanntes 'Artwork' zu gestalten, das die akustische (nicht zwingend musikalische) Qualität des Inhalts optisch 1:1 umsetzt: billig, dilettantisch, einfallslos, hohl, nichtssagend, platt, schlicht schlecht! Also: Acht Songs indiskutabler, miserabler, unhörbarer Klangqualität für irgendetwas zwischen zehn und fünfzehn verfluchte Euronen sind nicht mehr (aber auch nicht weniger) als eine zum Himmel (oder in diesem Fall zur Hölle) schreiende Frechheit! Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine 100%ige NICHT-Empfehlung ausgesprochen zu haben - hier & jetzt ist es soweit: DON’T BUY, GO HOME, SAVE YOUR MONEY!!!

Gesamtwertung: 1.0 Punkte
blood dry dry dry dry dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Intro
02. Quantum Death
03. Neuro-Satanic Circuit
04. 11:4:6
05. Deus Alienus
06. Chaos Protools
07. Anti-Cosmic Trigger
08. I, The Devil
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 40:10 Minuten
VÖ: 30.04.2019

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