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Theories - Vessel

Review von Metal Guru vom 12.04.2019 (249 mal gelesen)
Theories - Vessel THEORIES aus Seattle formierten sich 2011, veröffentlichten vergleichsweise lange vier Jahre später ihr todesmetallisches Debüt "Regression" und waren zu jenem Zeitpunkt Joe Axler (Drums), Lee McGlothlen (Guitars) und Kush Karimi (Bass) - alles ehemalige oder noch/wieder/zeitweise Mitglieder von Bands wie BLACK BREATH, BOOK OF BLACK EARTH, SAMOTHRACE oder SKARP. Nach endlosen Live-(Tor)Touren wurde Wes Harrison als zweiter Gitarrist verpflichtet, fleißig komponiert und das nun vorliegende Audio-Ergebnis "Vessel" veröffentlicht, laut Bandinfo '... an album that pulls from multiple extremes to carve out its own grisly niche.' Das todesmetallische Theoretiker-Team 'Decibel' formuliert praktischer: '... a ten-track ripper that crashes upon the listener in wave after wave of riff-driven intensity.’ Ich würd' sagen: Zehn todesmetallische Songs in achtunddreißig todesmetallischeren Minuten und dreißig todesmetallischsten Sekunden, praktisch nich' mehr, theoretisch nich' weniger und ZACK!

"Vessel" handle laut Band nicht VON, sondern sei (r)eine Reaktion AUF: '... giftige Luft, Menschlichkeit ignorierende Profitgeilheit, nicht mehr trinkbares Trinkwasser, sterbendes Wir, untergehende Welt' und so weiter und so vesseliger - DAS ist ja mal 'ne Aussage! Akustisch äußert sich diese generelle Genervtheit ('... everthing is fucked and we are pissed!') in breiten, dumpfen, fetten, lauten, komprimierten Bässen/Gitarren, Becken/Trommeln (inklusive 'ner Snare, die verdächtig nach leerer Raviolidose mit untergehobenem Schnarrenteppich klingt) und bellenden/grunzenden/keifenden Stimmen. Da 'n Break, hier 'n Stopp, seltenes (und sinnfreies) Solieren, das Ganze 'Times Ten' ohne aufhorchende Aha-Erlebnisse, gänsehäutende Momente oder besondere Vorkommnisse. Zudem scheint allen Beteiligten sowohl Fähigkeit ZU als auch Interesse AN akkuratem Timing abzugehen (= ein solches in rhythmische Realität umzusetzen). Aber druff jeschissen - wer HÖRT schon gelegentliches Geeiere, wen STÖRT schon stellenweises Gestolpere inmitten von 'ten tracks of intricate and unforgettable brutality'?

Zusammenfassung: Die Scheibe ist super, die Band ist super, ALLES ist super - theoretisch! Praktisch sind Scheibe/Band bestenfalls Mittelmaß, weil ALLES an ihnen beziehungsweise ihrer Musik schon mal besser oder schlechter (YOU decide!) da war - nix Neues aus Seattle sozusagen. Zehn tödliche Titel (oder Ausführungen von Titeln) wie beispielsweise 'Hospital Hangover', 'Ill Will' oder 'Slow Poison', dazu eine zu Tode komprimierte Produktion bestätigen diesen mittelmäßigen (= effekt-, gänsehaut- und vorkommnislosen) Eindruck noch. Nein, den metallischen Tod/das tote Metall haben THEORIES weder theoretisch erfunden noch praktisch weiterentwickelt, aber jetzt mal ganz im Ernst: Warum sollten sie auch? Gibt doch genügend Deadheads da draußen, die genau DAS wollen: Auf Fresse, in Maul und um Nacken (am besten gleichzeitig). THEORIES liefern mit "Vessel", was genügend Deadheads da draußen wollen und nur sensible Gemüter wie der Rezensent himself reagieren gegebenenfalls angestrengt - auf Dauer! Macht sechs theoretische Todestropfen für zehn praktische Metallsongs vier vesselnder Seattler ...

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Human Vessel Cell (02:37)
02. Harvest (04:08)
03. Ill Will (03:52)
04. Undertow (05:49)
05. - (01:19)
06. Lamprey (03:43)
07. Slow Poison (04:05)
08. Hospital Hangover (03:49)
09. Taking Up Space (04:14)
10. Hollow (04:50)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 38:20 Minuten
VÖ: 12.04.2019

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12.04.2019 Vessel(6.0/10) von Metal Guru

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