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Chrome Waves - A Grief Observed

Review von Humppathetic vom 15.03.2019 (300 mal gelesen)
Chrome Waves - A Grief Observed "Sollten Sie oder jemand, den Sie kennen, an Suizidgedanken leiden, bitte kontaktieren Sie folgende Telefonnummer. Ihnen kann geholfen werden."

Mir ist klar, dass das eine äußerst schräge Einleitung für ein Review ist, doch bei CHROME WAVES scheint mir das, wenn auch mit einem Augenzwinkern, durchaus angebracht, denn bei aller Liebe: Dieses Werk, das auf den Namen "A Grief Observed" lautet, ist so depressiv, wie ich es selten vernommen habe.

Geformt in 2010, hat die Band bis 2018 relativ stillgehalten, bis mit James Benson der wohl passende Sänger dazustieß, um ein Jahr später das erste Album der Gruppe aufzunehmen. Was lässt sich zu der Scheibe nun also sagen? Fast durchgehend schleppend, versucht die Band, den Hörer in andere Sphären zu entführen - Sphären, die natürlich unweigerlich an DEAFHEAVEN und HARAKIRI FOR THE SKY erinnern, und zumindest die Österreicher werden qualitativ nicht erreicht.

Mittels Synthesizer, häufig eingesetztem Klargesang, der nicht immer ins Schwarze trifft, und einem Sound, der zum Teil wie eine Wand aus Musik anmutet, sind die Amerikaner auch durchaus in der Lage, den Hörer für eine gute Strecke des Albums zu unterhalten, sofern das hier überhaupt das richtige Wort ist. Sänger James hat zwar keine sonderlich variable Stimme, wenn man von gelegentlich angedeuteten Growls absieht, aber er vermag es, die Emotionen, die in ihm schlummern, überzeugend und intensiv auszugestalten. Befeuert werden diese (Emotionen) dann noch durch Songpassagen wie "Open the casket, gasping for air" oder "Where will I go when I pull the trigger?"; etwas, das ich im Post-Black Metal zwar nicht überraschend finde, in der Deutlichkeit aber doch eher im DSBM erwarte.

Der Titelsong und der zweite Track des Albums, namentlich 'Past The Lights', sind hierbei definitiv die Highlights, wobei das auflockernde, weil schneller gespielte und mit einem Solo versehene 'Predatory Animals' ebenfalls punkten kann. Nach diesen Liedern und dem Opener 'Burdened', der unter anderem mit eben dem anfangs erwähnten, schiefen Klargesang aufwartet, ist aber leider doch die Luft raus. 'Take Another Sip', obschon Assoziationen zu THE CURE weckend, mäandert doch etwas ziellos umher, und auch der Rausschmeißer namens 'Open Casket' schafft es nicht, das Ruder nochmal herumzureißen. Für ein Debütalbum allerdings ist das doch ganz gut gelungen, und wenn man am Songwriting feilt und ein bisschen eigenständiger im Sound wird, freue ich mich auf den Nachfolger.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Burdened
02. Past The Lights
03. A Grief Observed
04. Predatory Animals
05. Take Another Sip
06. Open Casket
Band Website: https://www.facebook.com/chromewavesofficial/
Medium: CD
Spieldauer: 44:30 Minuten
VÖ: 01.03.2019

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15.03.2019 A Grief Observed(7.0/10) von Humppathetic

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