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Quiet Riot - One Night In Milan

Review von Elvis vom 19.02.2019 (2194 mal gelesen)
Quiet Riot - One Night In Milan QUIET RIOT haben vor allem zwei Alleinstellungsmerkmale. Zum einen hatten sie vor seinem Einstieg in OZZY OSBOURNEs Solo-Band 1979 den damit weltberühmt gewordenen Randy Rhoads als Gründungsmitglied und auf ihren ersten beiden Alben. Dieser starb bekanntlich 1982 viel zu früh auf Tour bei einem tragischen Flugzeugabsturz und wurde auch dadurch zur Legende unter Gitarristen. Zum anderen veröffentlichten QUIET RIOT 1983 das megaerfolgreiche Album "Metal Health", welches die erste Heavy Metal-LP wurde, die in den USA auf Platz 1 der Albumcharts gelangte. An den großen Erfolg von 1983 konnte die Band um Sänger Kevin DuBrow danach so nicht mehr anknüpfen, doch der Titelsong 'Metal Health' ist heute ebenso ein Klassiker wie das saftige SLADE-Cover 'Cum On Feel The Noize'. In der Folge gab es daher ein munteres Karussell an Besetzungswechseln, bis es ab Ende der 90er wieder relative Stabilität gab … bis Kevin DuBrow an einer versehentlichen Überdosis Kokain starb. Treibende Kraft seitdem ist nunmehr Schlagzeuger Frankie Banali, der immerhin seit dem Klassiker-Album fast durchgehend bei QUIET RIOT die Fahne hochgehalten hat. Aktuell ist nunmehr James Durbin fester Sänger der amerikanischen Band, der sich bei "American Idol" einen Namen für gute Rockperformances machen konnte. Zusammen mit diesem, Bassist Chuck Wright und Gitarrist Alex Grossi hat man ein offenbar recht stabiles Line-up gefunden und so auch 2017 das aktuelle Album "Road Rage" veröffentlicht. Da man natürlich auch und vor allem live aktiv ist, gibt es jetzt konsequenterweise auch ein Live-Dokument mit "One Night In Milan", welches den Auftritt beim Frontiers Rock Festival enthält.

Fünfzehn Songs gibt es im Set zu hören, neben der zur Rezension vorliegenden Audioversion gibt es das Ganze auch noch als DVD bzw. Blu-Ray zu sehen. Schon der Opener 'Run For Cover' als auch das folgende 'Slick Black Cadillac' zeigen die Band in guter Form und natürlich auch, dass die Set List deutlich von "Metal Health" geprägt sein wird. Insgesamt sieben der zehn Tracks (also quasi die Hälfte des Sets) stammen von dem Erfolgswerk. Die Live-Atmosphäre kommt gut rüber und es scheint mir nicht so, als sei hier übertrieben im Studio nachgebessert worden. James Durbin erinnert mich stimmlich an einen metallischeren MEAT LOAF in mittleren Tonlagen und kommt mit den Songs gut zurecht. Diese verlangen aufgrund von DuBrows charakteristischer Stimme, die die Songs zweifellos vielfach ausmachte, nach ordentlicher Kraft im Gesang. Die Set List bietet neben den erwartbaren Klassikern einen guten Querschnitt durch das langjährige Schaffen von QUIET RIOT. Vom "Metal Health"-Nachfolger "Condition Critical" finden sich immerhin drei Songs, je einer von "Quiet Riot III", "Terrified" und "Down To The Bone" und das aktuelle Album "Road Rage" kommt mit immerhin zwei Songs auch nicht zu kurz. Unterm Strich fügen sich die Songs aus den 80ern, 90ern und 2010ern doch gut ineinander und der Gig ist daher stimmig. Ein besonderes Highlight ist die Performance des Randy Rhoads gewidmeten 'Thunderbird' am Klavier. Die Ballade kommt ehrlich und sehr emotional rüber und dabei wurden bestimmt auch im Publikum ein paar Tränchen verdrückt. Es ist klar, dass die beiden größten Hits zum Finale kommen und ebenso ist es klar, dass die Stimmung dabei am meisten kocht. Das italienische, aber auch recht internationale Publikum in Mailand feiert die Band auf alle Fälle gut ab.

QUIET RIOT-Fans bekommen mit "One Night In Milan" ein schönes Dokument der aktuellen Besetzung und eine gute Set List, die auch Einsteigern einen schönen Überblick über das Schaffen der Amerikaner verschafft. In dieser guten Form dürfen QUIET RIOT gerne noch lange die Bühnen der Welt unsicher machen.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Run For Cover (4:44)
02. Slick Black Cadillac (5:39)
03. Mama Weere All Crazee Now (4:36)
04. Whatever It Takes (5:00)
05. Terrified (4:42)
06. Love's A Bitch (4:48)
07. Condition Critical (7:53)
08. Thunderbird (4:33)
09. Party All Night (4:30)
10. Freak Flag (4:08)
11. Can't Get Enough (4:00)
12. Wild & The Young (4:34)
13. Let's Get Crazy (5:14)
14. Cum On Feel The Noize (4:54)
15. Bang Your Head (8:10)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 1:17:15 Minuten
VÖ: 25.01.2019

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