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Telümehtår - The Well

Review von grid vom 16.02.2019 (277 mal gelesen)
Telümehtår - The Well Machte TELÜMEHTÅR, damals noch Einmannprojekt, auf seinem Debüt "Blåck" aus dem Jahr 2009 absolut kein Hehl daraus, dass seine schwarzmetallische Schule die ganz alte ist, rückt er auch zehn Jahre später mit Werk Nummer zwei "The Well" keinen Millimeter vom einmal eingeschlagenen Pfad ab. Allerdings hat er sich für sein Zweitwerk Mitspieler aus den weiteren Bands gesucht, in denen er ebenfalls anzutreffen ist. So requirierte er für "The Well" am Schlagzeug seinen SORDIDE-Bandkollegen Nemri und sicherte sich für die Gitarrensoli in 'Fortress' den Beistand von B, mit dem er 2015 unter dem Banner von MÒR das Demo "Aequinoctium" veröffentlicht hat, das die Herzen der Rumpelkrachfetischisten schneller schlagen lässt.

Auch wenn TELÜMEHTÅR soundtechnisch etwas weniger verrauscht als MÒR über die Stränge schlagen, die Low-Fi-Anhängerschaft wissen sie fest an ihrer Seite und ohne Intro stürzen sich TELÜMEHTÅR aggressiv und wild in den lärmig-chaotischen Opener 'Birth By Kaos'. Ist das Chaos überwunden, geht's im Folgenden etwas aufgeräumter zu und TELÜMEHTÅRs Händchen für einfache, aber treibende Riffs und packende Melodien tritt deutlich(er) hervor. Wie geschmiert geht es voller Hingabe, Lord Telümehtår schreit inmitten des verwaschenen Sounds mit Leibeskraft gegen alles und jeden an, durch 'The Maze Of Existence', 'The Grey Wolf' und 'The Sailing Of Life’, bis das Instrumental 'Perpetual Hopes In Eternal Despair' mit burzumesker Minimalst-Hypnotik dem zügellosen Gerumpel für sechs Minuten den Saft abdreht. (Damit halten TELÜMEHTÅR an die Tradition der ebenfalls mittig gesetzten instrumentalen Stücke 'Black Hymno' auf "Blåck" und 'The Third Path' vom bereits erwähnten MÒR-Demo "Aequinoctium" fest.) Die kontemplative Betäubung durch 'Perpetual Hopes In Eternal Despair' schreddert der Titeltrack mit rotziger Punkattitüde und auch 'Death' haut in diese Kerbe, nur dass TELÜMEHTÅR nach fünfeinhalb Minuten Wüterei den Stecker ziehen und die Restlaufzeit des Songs, immerhin über vier Minuten, mit Stille füllen, was die Stimmung auf null runterbricht. 'Fortress' ist dann der erlösende und ungestüme Brecher, der die Stille mit Energie und den Gitarrensoli von B im Gepäck zerschmettert und den Hörer wieder abholt, um ihn mit dem kurzen und knappen 'Weighing Of Souls' noch ein letztes Mal durchzurütteln.

Fazit: TELÜMEHTÅR peitschen von Anfang an den Abgehfaktor nach oben. Das Tempo ist up, die Aggression upper und der Sound - wie sich's gehört - low and raw. Ein derber, gezielter Tritt.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Birth By Kaos
02. The Maze Of Existence
03. The Grey Wolf
04. The Sailing Of Life
05. Perpetual Hopes In Eternal Despair
06. The Well
07. Death
08. Fortress
09. Weighing Of Souls
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 51:55 Minuten
VÖ: 16.02.2019

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16.02.2019 The Well(8.0/10) von grid

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