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The Struts - Young & Dangerous

Review von Stormrider vom 06.02.2019 (313 mal gelesen)
The Struts - Young & Dangerous Und der nächste heiße Scheiß aus UK. Zumindest werden THE STRUTS im Land der Queen massiv gehypt. Apropos Queen oder besser QUEEN. Freddie, Brian, Roger und John haben ihren Einfluss nicht nur im Sound des Quartetts hinterlassen, sondern auch in der exaltierten Art von Fronter Luke Spiller. Aber man kann sich ja auch schlechtere Vorbilder suchen, als den vielleicht größten Frontmann, den die Welt bis dato zu bieten hatte, zumindest wenn man es auf die wichtigen Bühnen der Welt schaffen will. Diese haben THE STRUTS aber durchaus schon gesehen und auch bespielt, denn wer als Support von THE WHO, FOO FIGHTERS, GUNS N‘ ROSES und den ROLLING STONES gebucht wird, der macht bestimmt nicht alles falsch. Hören wir also mal rein in das zweite Album der 2012 gegründeten Gruppe.

"Young & Dangerous" wird von 'Body Talks' eröffnet und eins muss man sagen, die Nummer geht direkt in Ohr und Beinkleid. Glam Rock, Hard Rock, Stadion Rock mit einem dezenten Schuss Sleaze. Hier hat man eigentlich alles richtig gemacht und einen Ohrwurm par excellence als Opener platziert. Die Nummer gibt es dann auch nochmal als Abschlusstrack mit KESHA als Gastsängerin, aber cooler finde ich persönlich ihn ohne die Dame. Danach geht es dann direkt ganz tief in die Klischeekiste. Wenn Songs mit 'Primadonna Like Me', 'Tatler Magazine' und 'In Love With A Camera' betitelt sind, dann weiß man Bescheid und der Name ist Programm. Das Falsett im letztgenannten Track schielt ein wenig in THE DARKNESS-Richtung, und irgendwie wird im Laufe der 45 Minuten das Gefühl immer stärker, dass THE STRUTS ein ähnliches Los beschieden sein könnte, wie den Hawkins-Brüdern. Ein von der Presse forcierter raketengleicher Start, jedoch ohne in der Realität und der Fangunst in die höchsten Sphären vorzuschießen. Denn je länger "Young & Dangerous" läuft, desto mehr Plattitüden finden sich in den Songs und spätestens, wenn mal wieder der berühmte Fire/Desire-Reim aufgewärmt wird, merkt man, dass es zwar ganz nett, aber irgendwie doch auch etwas substanzlos ist, was die vier Herren da bieten.

Auch wenn die instrumentale Leistung grundsätzlich keinerlei Ansatz für Kritikpunkte liefert, irgendwann ist eben auch das letzte Ohohoho gesungen. Neben den, zumindest teilweise, lyrisch doch sehr banalen Inhalten ist es aber insbesondere der Sound, der die Grenze zum Radio-Pop mehr als einmal massiv aufweicht, denn das Album ist produktionstechnisch vollkommen glattgebügelt und ecken- und kantenlos. Ein wenig mehr Mut und Dreck würde THE STRUTS durchaus gut zu Gesicht stehen. Den hatten die großen, durchaus heraushörbaren, Vorbilder (mit denen man ja nun auch größtenteils schon die Bühne geteilt hat) definitiv, während THE STRUTS lieber auf Nummer sicher gehen und anstatt auf eine eigene Note lieber auf Altbewährtes setzen und regelmäßig ihre Heroen zitieren. Man kann mit "Young & Dangerous" seinen Spaß haben, das steht nicht zur Debatte. Die Frage ist vielmehr, wie oft man Spaß damit haben kann, bis der Abnutzungseffekt im Sinne von "Das hab ich doch von XY schonmal besser gehört" einsetzt.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Body Talks
02. Primadonna Like Me
03. In Love With A Camera
04. Bulletproof Baby
05. Who Am I?
06. People
07. Fire (Pt.1)
08. Somebody New
09. Tatler Magazine
10. I Do It So Well
11. Freak Like You
12. Ashes (Pt.2)
13. Body Talks (feat. KESHA)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 45:13 Minuten
VÖ: 11.01.2019

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06.02.2019 Young & Dangerous(6.5/10) von Stormrider

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