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Tigersclaw - Force Of Destiny

Review von Metal Guru vom 13.02.2019 (3180 mal gelesen)
Tigersclaw - Force Of Destiny TIGERSCLAW sind zu zwei deutschen Dritteln männlich, zu einem russischen Drittel weiblich. Dementsprechend (und in Anlehnung an 80er-Jahre NDW-Kapellen wie DAF oder DÖF) könnten sich die Drei auch DRS (DEUTSCH-RUSSISCHE SYMBIOSE) nennen. Zur Erklärung: Alexander Baier verantwortet zwar alle Instrumente/alle Kompositionen/alle Texte und sein Busenbuddy Ralf Neumann laut Infozettel das Schlachzeuch (siehe hierzu auch*), aber machen wir uns nichts vor: Der absolute Trumpf in Baiers und Neumanns Hemdsärmeln, quasi TIGERSCLAWs sowohl akustische wie auch optische Jokerin, ist ohne jeden Zweifel die Russin Elena Minina. Diese klassisch ausgebildete, studierte und zertifizierte Pianistin(!) war 2015 nicht nur Finalistin bei 'Voice of Russia' (dort natürlich und sogar als Sängerin), sondern spielt(e) auch die Hauptrolle im Musical 'The Last Trial' sowie der Rockoper 'The Master And Margherita'. Und als wenn all diese Referenzen nicht schon genug des Guten wären, sieht die Gute natürlich NOCH besser aus - dagegen können die beiden Krauts ja nur sowas von abkacken! Egal, die drei Tigerkrallen machen zusammen Krach und DER hat's in sich (wo sonst?):

Die fünfzehn Songs auf TIGERSCLAWs 2019er Zweitwerk "Force Of Destiny" brutzeln/dünsten/garen/köcheln/schmoren ganze dreiundsiebzig Minuten und sechzehn Sekunden vor sich hin - viel (SEHR viel) Material! Textlich thematisiert das Album zum Beispiel den Atem des Drachens, die gefallene Königin oder die Walpurgisnacht - also alles Zeuch, mit dem ich weder im Kindergarten noch in der Schule noch später auch nur irgendetwas anfangen konnte. Aber bedeutet lang/oft/viel automatisch auch gut/interessant/überzeugend? Nachricht No. 1: Das Meiste des Langen/Often/Vielen ist gut/interessant/überzeugend, Nachricht No. 2: Weniger wäre in diesem schicksalhaften Fall tatsächlich mehr gewesen! Mit anderen Worten: Was anfänglich beeindruckt, kurzweilt und wegbläst, wird ungefähr nach Minute vierzig oder fünfzig beliebig, langweilig und nervig - einfach zuviel des Guten (egal WIE gut) ...

Um den metallisch-melodischen Mampf namens "Force Of Destiny" NOCH appetitlicher, NOCH geschmacksintensiver, NOCH verdaulicher als den 2017er Vorgänger "Princess Of The Dark" zu machen, wurde die bewährte Rezeptur aus brachialem Geriffe, gänsehauterzeugenden Gesangskapriolen und steriler Studioproduktion NOCH verfeinert. Dabei fungieren Elenas omnipräsente Melodien (no screams, no grunts, no barks at all) nicht nur als Haube auf Torte, sondern auch als Salz in Suppe. Programmierte (also *maschinelle und tote) Drums, ebenfalls programmierte (aber wenige und seltene) Keyboards und immerhin nicht programmierte (dafür aber klinisch-kalte) Klampfen deuten auf eine hundertprozentige Computerproduktion hin. Wer mit einer solchen (und dem ab und zu absurd hohen Weibsgesang) irgendeine Art von Problem hat - Griffel/Knete/Lauscher weg! Die Gitarren solieren übrigens erfreulich selten und sind - dem Drachen/der Königin/der Nacht sei Dank - nicht der Rede wert!

Die Arbeitsgemeinschaft bzw. die Band bzw. das Projekt TIGERSCLAW steht und fällt mit Elena bzw. ihrer Stimme - diese erregt nicht nur akustisches Aufsehen, sondern auch optische Ohnmacht! Gerne singt sie mit sich selbst im Duett oder Trio, teilweise so dermaßen hoch, dass man um seine Kalotten im Schädel oder Omas Porzellan im Wandschrank bangen muss. Dass DAS nicht jedem Metalhead/jeder Metalheadin schmeckt, ist klar. Genauso klar ist aber auch, dass TIGERSCLAW (aka Alexander und Ralf) nichts Besseres als Elena bzw. deren Festanstellung passieren konnte! Ihre multiplen Trümpfe werden exzessivst (= mir persönlich ein klein wenig ZU laut, ZU oft, ZU viel) eingesetzt/ausgespielt, was die unvermeidliche Frage nach einer lifehaftigen Reproduzierbarkeit der Mucke aufwirft: Tritt die Arbeitsgemeinschaft/die Band/das Projekt überhaupt auf und wenn ja - WIE (als Trio mit Playback oder mit Zusatzmuckern)? Und wenn nein - WAS, wenn Hollywood ruft?

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Force Of Destiny
02. Walpurgis Night
03. Tigersclaw
04. Speed Of Light
05. Empire Of Forgotten Souls
06. Lightyears Away
07. Still Of The Night
08. The Fallen Queen
09. Feel The Night
10. For Kingdoms Pride
11. Dimitte Me
12. Tears In The Night
13. Angels Don't Cry
14. Breath Of The Dragon
15. Love At First Sight
Band Website: tig3r.eu/
Medium: CD
Spieldauer: 73:16 Minuten
VÖ: 15.02.2019

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