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Interview mit INVOKER von Invoker

Ein Interview von grid vom 04.12.2015 (2947 mal gelesen)
INVOKER haben mit "Aeon" ein dickes schwarzmetallisches Brett gebohrt, das darauf wartet entdeckt zu werden. Im Interview könnt ihr es einiges dazu erfahren.

Hallo und Gratulation zu eurem zweiten Vollalbum "Aeon", welches den Anlass für dieses Interview bietet. Darf ich zuerst darum bitten, INVOKER den Lesern vorzustellen. Wann und mit welchem Ziel wurde INVOKER gegründet?

INVOKER: Moin, die Idee zu INVOKER entstand in einer gemütlichen Runde. Unser Schlagzeuger Tino Schumann hatte sein damaliges Gespann TRIMONIUM verlassen und ich selber hatte auch viel Zeit, da ich in keiner Band involviert war. Dort kam der Gedanke, uns zusammen zu tun und etwas Musik zu machen - unser Ziel war es, einfach nur Musik zu machen. Es fehlte nur ein weiterer Mann an der zweiten Gitarre und um alles abzurunden ein Bassist. Tino hatte Christian Ulbrich im Auge und ihn direkt angefragt. Was soll man sagen ... er hatte Bock und brachte den damaligen Bassisten S.G. gleich mit. Somit waren INVOKER im November 2010 geboren und sind bis auf den Bassisten S.G., welcher durch den aktuellen Bassisten Florian Jäntsch ersetzt wurde, aktiv. Florian hat uns auf dem neuen Album "Aeon" perfekt unterstützt und ganze Arbeit geleistet.

Ihr seid gleich mit einem Vollalbum "A New Age" eingestiegen und habt mit "Aeon" ein weiteres vorgelegt. Weshalb habt ihr auf Demos oder Singles zum Antritt verzichtet?

INVOKER: Wir hatten das erste Album "A New Age" schon als Demo gesehen, aber es direkt als CD veröffentlicht. Wir empfanden es einfach als einen guten Weg.

Mit "Aeon" liegt ein gutes Stück Arbeit hinter euch. Rückblickend betrachtet: Was waren die besten Momente? Was hat am meisten Spaß gemacht an der Arbeit mit "Aeon"?

INVOKER: Gute Frage und auf geht's zum Rückblick ... Die schönsten Momente waren immer diese, wenn man nach Abschluss eines Instruments die Lieder wachsen sieht beziehungsweise hört. Die Arbeit an "Aeon" machte Spaß und zeigte uns, dass wir als Band sehr gut zusammenpassen. Es gab keine negativen Erfahrungen während der gesamten Zeit im Studio. Viele Ideen, viele Vorschläge und vor allem gab es viel zu lachen. Es ist einfach immer wieder eine schöne Zeit im Studio.

Was war der schwierigste Teil an "Aeon"?

INVOKER: Der schwierigste Teil war eigentlich das Lied 'The Wolves Chant', da niemand auch im Geringsten eine Vorstellung hatte, was wir wollten, außer das wir etwas benötigten, was für Verwirrung sorgt und es hat funktioniert.

Von was handeln die Songs?

INVOKER: Nun, das gesamte Konzept der Texte, Melodien und des Cover-Artwork beziehen sich auf die Umkehrung der Welt, in der man lebt. Der Fall des aktuellen Gefüges in die Dunkelheit, Tod und Zerstörung. Das Cover-Artwork visualisiert das neue Zeitalter, durch die Auferstehung der einzig wahren Macht. Durch die Idee und der wahnsinnig guten Umsetzung des Cover-Artwork konnten wir die Lieder stimmig ins Konzept einbringen.

Das Instrumental 'The Wolves Chant" bricht die Atmosphäre ziemlich runter. Was hat es mit dem Song auf sich?

INVOKER: Ich muss etwas schmunzeln, aber die Frage ist berechtigt. 'The Wolves Chant' ist definitiv das Lied, welches für Verwirrung sorgt. Dieses Lied war zwar als Intro gedacht, hat sich aber das Recht erzwungen, als Zwischenstück oder als Einleitung zu 'In The Womb Of Arrogance' auf dem Album zu erscheinen. Uns hat es einfach gefallen und wir wollten es genau so auf "Aeon" darbieten. Die Stimmung bricht sich massiv nach unten und wird sehr melancholisch, wird aber nach Abschluss des Liedes sofort wieder nach oben katapultiert. Es ist als würden Wölfe singen. Es passt einfach.

Wie müssen wir uns den Schaffensprozess bei INVOKER vorstellen? Gibt es einen Hauptsongwriter? Tragen alle Bandmitglieder zu den Songs bei?

INVOKER: Man geht in den Proberaum und fängt einfach an, sich an seinem Instrument warm zu spielen. Das machen wir meistens zusammen und meistens kommen dann schon die ersten Ideen. Der Schaffensprozess zu "Aeon" lief seit dem Abschluss zu den Aufnahmen zum Vorgänger "A New Age". Am Songwriting waren alle Mitglieder der Band beteiligt. Jeder muss sich wohlfühlen, wenn er seine Musik macht und hört.

Wie viele Songs habt ihr für "Aeon" geschrieben? Haben es alle Songs auf das Album geschafft oder sind ein paar übrig geblieben?

INVOKER: Wir hatten einen Haufen Lieder und Ideen geschrieben und fast alles wieder verworfen, da sich die Vorstellung immer wieder änderte. Fertig waren nur 'Across The Abyss', 'Aeon' und 'Woods Of Nothingness'. Alle anderen Lieder waren in der Vorbereitung und sind fast komplett im Studio entstanden. Es war harte Arbeit, aber wir sind sehr zufrieden mit "Aeon".

Was inspiriert euch, Songs zu schreiben?

INVOKER: Unsere Inspiration liegt wohl darin, dass wir uns zur extremen Musik hingezogen fühlen. Man genießt eine Art Freiheit, die seinesgleichen sucht und auch findet. Man geht kompromisslos seinen Weg und schert sich nicht um das arrogante Auftreten der Gesellschaft.

Welche Bands, welche Alben haben INVOKER beeinflusst?

INVOKER: Welche Bands uns beeinflusst haben? Ich sage es mal so, wir wollen keine Band kopieren. Das ist natürlich nicht wirklich leicht, wenn man seit Anfang der 90er Jahre dieser Musik verfallen ist, aber für mich persönlich haben DISSECTION das Schaffen von INVOKER beeinflusst. Ich denke, das kann man auch hören, aber es wird sich jeder sein eigenes Bild machen können wenn er "Aeon" hört.

Ihr wart schon mit INQUISITION, MELECHESH, KOLDBRANN, VON und EISREGEN auf Tour. Welche besonders erinnerungswürdigen Momente fallen euch da ein?

INVOKER: Die Erinnerung an diese Konzerte ist etwas Besonderes. Man kommt als eine Band, die im Schatten der Großen steht, in den Genuss, sich mit INQUISITION und Co. die Bühne teilen zu dürfen! Das ist doch Hammer! Vor allem, wenn man nach dem Sturm dazu kommt, in aller Ruhe ein paar Worte zu wechseln und man dann hören kann, dass es gefallen hat. Ja, das macht stolz.

Was schätzt ihr am Livespielen am meisten?

INVOKER: Dass man als Einheit fungiert und eine gute Show abliefert. Schafft man es die Gunst der anwesenden Gäste zu gewinnen, ist die das Größte, was man erleben darf. Adrenalin pur, man ist wie im Rausch und macht einfach nur Musik. Das ist das, was wir wollen ... einfach nur Musik machen.

Das führt direkt zur nächsten Frage. Habt ihr Auftritte geplant, um "Aeon" zu promoten?

INVOKER: Ja, auf jeden Fall. Nach dem Erscheinen des Albums am 30. Oktober diesen Jahres spielen wir ausschließlich Lieder von "Aeon". Es wäre schade, wenn man es nur auf CD erleben und genießen dürfte.

Was können wir in Zukunft von INVOKER erwarten?

INVOKER: Wir hoffen noch sehr viele Konzerte geben zu können und vielleicht feiert man INVOKER auch auf größeren Festival-Bühnen. Man darf gespannt sein - wir sind es auch. Wir werden ab 2016 an den ersten neuen Liedern arbeiten und, wenn alles gut geht, erscheint dann auch ein drittes Album. Jedoch ist es jetzt an der Zeit "Aeon" atmen zu lassen und ausreichend zu präsentieren.

Damit bin ich am Ende mit meinen Fragen. Ich danke für eure Zeit und wünsche euch viel Erfolg mit "Aeon". Die abschließenden Worte gehören euch.

INVOKER: Wir bedanken uns für euer Interesse an INVOKER. Wir danken auch den Fans, die uns unterstützen, denn ohne euch wären wir nicht das, was wir jetzt sind. Wir hoffen, dass unser neues Album "Aeon" viele alte und neue Fans erreichen wird. Die Zukunft wird spannend ...

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Sauber
(04.12.2015 von S.G.)

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