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Interview mit Doro Pesch von Doro

Ein Interview von Elvis vom 17.04.2014 (4181 mal gelesen)
Es ist kaum zu glauben, doch Doro Pesch, die Queen Of Rock & Metal, feiert schon ihr dreißigjähriges Bühnenjubiläum. Höhepunkt werden die beiden Konzerte am 2. & 3. Mai 2014 in ihrer alten Heimat sein. Im Vorfeld nahm die Ausnahmeblondine sich eine kleine Auszeit von den anstrengenden Vorbereitungen, um mit uns ein wenig über 30 Jahre zu plaudern. Lest selbst, was die ausgesprochen bodenständige Frontfrau von DORO für das Jubiläum geplant hat, welche Gäste bereits bestätigt sind, mit wem sie gerne mal zusammenarbeiten würde, wo sie die größte DORO-Sammlung weltweit gesehen hat, was KISS und WARLOCK gemeinsam haben und warum eine Reunion mit der alten Band wohl auch in Zukunft kein Thema sein wird. Viel Spaß!

Hallo Doro, schön, dass wir es noch vor den beiden großen Jubiläumskonzerten geschafft haben. Ich nehme an, Du bist schon mitten in den Vorbereitungen für die Shows, oder?

Doro Pesch: Ja, ich bin grade von unserer Südamerika-Tour zurückgekehrt, im Anschluss haben wir ja noch die Monsters Of Rock-Cruise gespielt. Gestern war ich noch in Wien bei der Tattoo-Messe, dafür haben wir ja den Song "Wildstyle's Tattoed Angels" geschrieben. Das Video dafür haben wir jetzt kürzlich auch fertiggestellt, ich bin da echt zufrieden mit dem Endergebnis. In Wien haben wir auch noch live gespielt, jetzt nicht mit meiner eigenen Band, sondern anderen Musikern, aber das war's erste Mal, dass wir den komplett live performt haben. Nun bin ich wieder hier und jetzt geht's auch voll in die Vorbereitung fürs große Jubiläum. Da ist natürlich einiges zu tun, aber das wird schon.

Wie lange wirst Du Dich denn jetzt darauf vorbereiten? Den ganzen restlichen April noch?

Doro Pesch: Ja, sicher! Zwischendrin stehen ein paar Interviews auf dem Programm, aber ansonsten wird wirklich den ganzen Tag daran gebastelt und geprobt.

Na ja, Du hast da ja auch eine richtig große Show geplant, das muss ja richtig Arbeit im Vorfeld bedeuten.

Doro Pesch: Klar, zwei Tage, danach bin ich bin bestimmt erst mal total tot, sonst konnte ich ja immer gleich heim (lacht). Der erste Abend ist ja mit Orchester und der zweite Abend dann die Vollgas-Rockshow, aber grade der Abend mit dem "Classic Night" Orchester ist natürlich vorher ziemlicher Aufwand. Gäste haben wir ja auch einige, da gibt's schon viele Zusagen, manche sind noch in der Mache. Biff Byford von SAXON wird bei beiden Nächten dabei sein, Udo Dirkschneider wird auch bei beiden Konzerten dabei sein, bei Hansi Kürsch weiß ich noch nicht, an welchem Tag der kommt. Chris Caffery und LORDI kommen auch an beiden Tagen. Da ist natürlich auch und grade mit dem Orchester einiges zu arrangieren. Tom Angelripper kommt auch!

Das klingt so, als ob das richtig, richtig gut wird.

Doro Pesch: Das denk ich auch, wir kämpfen darum, dass sich alle wohlfühlen, dass man Spaß hat und was geboten wird. An beiden Tagen wird natürlich eine andere Setlist gespielt, außer natürlich z. B. 'Für immer' oder 'All We Are'. Das muss ja (lacht).

Und wie! Hast du schon eine ungefähre Ahnung wie lange du an den beiden Abend spielen wirst?

Doro Pesch: Ja, der Orchester-Abend wird so zwei Stunden werden und die Vollgas-Nacht so etwa drei, denke ich. Es kann aber auch immer länger werden bei mir, also ist da durchaus noch ein bisschen Luft. Ich denke also am Ende werden es dann doch so zwei bis zweieinhalb Stunden beim Orchester-Abend und drei oder dreieinhalb Stunden Vollgas-Abend werden.

Also richtig so, wie man Dich kennt eben.

Doro Pesch: Ja natürlich! Ganz genauso!

Ich meine, du machst all das jetzt vielleicht schon seit 30 Jahren, aber ich finde, man merkt unheimlich, auch wenn jetzt zum wahrscheinlich 5000. Mal 'All We Are' oder so spielst, Du singst selbst die ganzen Klassiker nicht einfach nur runter. Man merkt einfach, dass Du immer noch mit Herzblut bei der Sache bist.

Doro Pesch: Auf jeden Fall! Da ist irgendwie nie Routine rein gekommen. Ich freue mich zum Beispiel jedes Mal, wenn 'Für immer' auf der Setlist steht, oder auch etliche neuere Songs, die fühlen sich auch so an als würden sie schon ewig bei der Setlist sein. Nimm zum Beispiel mal 'Hero' oder jetzt sonst Songs vom letzten Album "Raise Your Fist". Ich denke, dass gerade auch die neuen Songs mit dem Orchester echt noch mal gewinnen werden, zum Beispiel mit den ganzen Pauken und so.

Da bin ich auch schon sehr gespannt drauf! Ich meine, was kann man denn besseres über neue Songs sagen, als dass man das Gefühl hat, man hätte sie schon immer in der Setlist gehabt?

Doro Pesch: Das finde ich auch. Gerade zum Beispiel 'Raise Your Fists' spiele ich immer unheimlich gern, allein auch wegen der ganzen Fäuste der Fans in der Luft. Wir waren ja jetzt auf dem „Monsters Of Rock Cruise“-Schiff. Da waren auch die DIO DISCIPLES dabei und der Craig Goldy hat bei uns dann auch mitgespielt. Wendy Dio war ebenfalls da und fragte, ob wir auch 'Egypt (The Chains Are On)' spielen würden. Ich meinte, dass wir im Moment eigentlich nur 'Hero' spielen wollten. Na ja, aber dann haben wir uns an dem Tag noch zusammengesetzt und das ein bisschen einstudiert, dann kam der Craig Goldy dabei und wir haben den Song performt. Jetzt haben wir uns vorgenommen, dass wir auch zusammen arbeiten werden. Vermutlich Wendy Dio dann das Management in den USA übernehmen. Beim Jubiläum werden wir jauch ein paar Songs von den Gästen spielen. Bei Udo zum Beispiel wird es wohl 'Princess Of The Dawn' oder 'Dancing Like An Angel' werden. Für die Vollgas Nacht habe ich mir 'Fast As A Shark' gewünscht. Wir wollen auf jeden Fall auch Songs von allen Gästen spielen und natürlich auch das Beste aus den 30 Jahren. Da sind ja auch unheimlich viele Leute dabei, die mich persönlich inspiriert haben und ich möchte da wirklich eine Revue der ganzen 30 Jahre bieten.

Wo du sagst Revue passieren lassen, merkt man überhaupt, wie schnell so 30 Jahre letztlich vorübergehen?

Doro Pesch: Tja, ich weiß auch nicht, ob bei mir da irgendwas schief läuft, aber ich fühle mich irgendwie eigentlich immer noch wie mit 22. Ich fühle mich immer noch eigentlich so, als ob ich gerade angefangen hätte. Das klingt vielleicht komisch, aber ich fühle mich wirklich wie damals. Vielleicht ist das auch der Zeit geschuldet, denn Metal ist ja weltweit wirklich wieder richtig voll im Kommen. Die Fans gehen ab wie die Zäpfchen, und auch das erinnert mich irgendwie doch echt stark an die Achtziger damals. Die Neunziger waren ja gar kein so tolles Jahrzehnt, aber mittlerweile ist es doch echt anders. Die „Monsters Of Rock Cruise“ zum Beispiel ist immer gleich ausverkauft. Da hast Du dann 5.000 total ausgeflippte Fans und das war einfach nur hammerstark! Irgendwie merke ich da einfach nicht, dass ich halt doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hab.

Bei Dir hat man ja auch nicht das Gefühl, dass Du das jetzt schon seit 30 Jahren machst, sondern Du bist immer noch mit derselben Begeisterung dabei, als hättest Du gerade erst angefangen. Du bist eben einfach superauthentisch dabei.

Doro Pesch: Ich würde eben für die Musik und meine Fans echt sterben, da gibt es einfach nichts Wichtigeres für mich. Klar, ich hab noch meine Mum und die liebe ich auch wirklich sehr. Die macht ja immer noch viel mit dem Fanclub, obwohl sie gerade schon 80 geworden ist. Am ersten Abend der Jubiläumsshows kommt sie auch vorbei. Zwei Tage wären vielleicht ein bisschen viel für sie, aber den einen Abend lässt sie sich nicht nehmen. Das sind auch so Dinge, die weiß ich irgendwie von Jahr zu Jahr doch immer mehr zu schätzen. Südamerika, wo wir jetzt kürzlich waren, war auch richtig, richtig toll! Da haben wir auch in Ländern gespielt, in denen wir noch nie gewesen sind. Die Begeisterung der Fans war echt Wahnsinn! Da war ich unter anderen in einem kleinen Zelt neben der Venue, und irgendwie wurde das von locker 500 begeisterten Südamerikanern regelrecht gestürmt. Ich glaub, an sich hätten in dieses Zelt vielleicht grade so zehn Leute rein gepasst. Das war total wild, aber ich hab's irgendwie geliebt. Diese ganze Begeisterung … und die Südamerikaner haben halt auch richtig Feuer - und lieben Metal. Die Security wusste sich eigentlich gar nicht zu helfen, aber im Grunde haben sie sich alle wirklich nur gefreut, und na ja, was soll man da machen? Das war schon toll und unterm Strich doch wieder einige neue Erfahrungen. Wir sind da zum Beispiel in Ecuador ziemlich viel auch durch die Berge gefahren. Wenn man da so rausschaut - hey, da war nichts, kein Strom, kein Wasser, kein gar Nichts! Kennst Du „Die strengsten Eltern der Welt“? Nun, genau so sah das da aus (lacht)! Da haben die teils Tiere auf der Straße geschlachtet und die Reste lagen dann einfach nur so noch da rum. Das war dann auch doch alles wieder neu für mich und man entdeckt halt immer wieder was anderes. Irgendwie wird’s doch am Ende nie wirklich langweilig.

Das muss doch ein Wahnsinnsgefühl sein, Du bist da quasi am anderen Ende der Welt und da kommen dann trotzdem massenhaft DORO Fans zu Konzerten, oder?

Doro Pesch: Ja, das ist echt Wahnsinn! Meistens haben die Fans da ein Täschchen dabei und fragen, "Hey, kannst du mir da vielleicht ein paar Sachen unterschreiben?" Klar, natürlich mache ich das. Und dann schaust Du da rein, und da ist eine komplette Sammlung drin! Der Promoter in Peru, der hat die größte Sammlung gehabt, die ich jemals gesehen hab. Der kam zu mir und fragte, „Kannst du mir vielleicht was unterschreiben? Ist aber recht viel.“ Ich sagte das natürlich zu. Er meinte, „Bist Du sicher, alles?„ Ich schlug dann vor, wenn’s mehr sei, dass er’s doch am besten ins Hotel bringen lasse, damit ich das dann nach der Show machen könne. Na ja, und auf einmal kommen da die Portiers vom Hotel an, und zwar mit fünf oder sechs Mann und schleppen lauter Kisten ran. Das ganze Zimmer war voll! Das war so ein Zimmer, riesengroß und mit Vorraum. Ich hab dann irgendwann meine Band und den Tourmanager gerufen, damit die sich das angucken! Ich meine, das war Peru und da weiß man ja nicht mal, ob die einen kennen. Das war echt die größte Sammlung, die ich jemals gesehen habe. Ich hab dann jedes einzelne Teil unterschrieben, und am Ende circa 10 Stunden dafür gebraucht. Die ganze Nacht durch, am nächsten Tag auch noch ... aber ich hab mir gesagt, ich hab's versprochen und da wollte ich dann auch nicht auf halber Strecke einfach schlapp machen. Gerade in den hintersten Zipfel sind manchmal wirklich die totalen Die-Hard Fans (lacht).

Da rechnet man manchmal wirklich einfach nicht.

Doro Pesch: Ja, die Peru-Story, das war einfach der Hammer, und dann war das noch der Promoter! Aber Du kannst Dir vorstellen, die Hütte war voll und der hat sich auch so viel Mühe gegeben, das war einfach toll. Man merkt das immer ziemlich, wenn sich Veranstalter richtig Mühe geben. Dann sind irgendwie die Leute alle ganz anders drauf, wenn im Vorfeld schon so gut Power gemacht wurde. Das war auf alle Fälle echt stark.

Beim Jubiläum werden wir doch bestimmt nachher auch wieder eine DVD oder Blu-Ray zu sehen bekommen, oder?

Doro Pesch: Ja, klar, wenn alles klappt, wollen wir das natürlich machen. Aufgenommen wird es auf jeden Fall, und ich hoffe natürlich, dass es entsprechend gut wird. Ich wollte auch gern ein paar andere Sachen dazu nehmen, aus Brasilien das Konzert in Sao Paulo zum Beispiel, das war nämlich echt granatenmäßig geil! Geplant ist die Veröffentlichung auf jeden Fall, aber erst müssen wir die Shows ja mal spielen. Aber ich denk schon, dass das klappen wird.

Hast Du so spontan ungefähr eine Ahnung, wie viel Konzerte Du jetzt in den 30 Jahren gespielt hast?

Doro Pesch: Puh, so an die 3.000 Konzerte sollten das mittlerweile schon gewesen sein.

Das ist ja schon eine ziemliche Hausnummer. Spürst Du da immer noch einen gewissen Druck jetzt im Vorfeld von diesen zwei besonderen Konzerten?

Doro Pesch: Ja, bei jedem Konzert geht mir immer noch das Herz in die Hose und ich bin vorher total aufgeregt und mit Adrenalin aufgepumpt. Bei so speziellen Konzerten wie diesen ist das dann manchmal kaum zum Aushalten. Wenn zum Beispiel Wacken vor der Tür steht kann ich zehn Tage vorher schon nicht mehr richtig schlafen. Bei den zwei Konzerten wird das mit Sicherheit auch der Fall sein. Jetzt wo ich grade wiedergekommen bin, hatte ich die letzten Tage ja noch ein paar andere Sachen wie eben das Kreuzfahrtschiff und die Tattoomesse, aber nun geht es ja wirklich los damit. Das ist ein Gemisch aus totaler Aufregung, Freude, Druck, der Frage, ob man das alles hinkriegt, was noch alles getan oder gebaut werden muss. Wir machen das zwar mit den Wacken-Leuten zusammen, aber ein anderer Veranstalter ist da ansonsten nicht im Spiel. Da muss man sich dementsprechend um alles selber kümmern, ob das nun Plakate kleben ist, Anzeigen schalten, die Leute einladen, Versicherungen für die Halle abschließen, einfach jede Menge Sachen. Da sind echt tausend Dinge, um die man sich sonst als Band gar nicht zu kümmern braucht, weil das eben der Veranstalter übernimmt, aber wir wollen es nun mal auch besonders gut machen.

Auch wenn man schon fast 3.000 Konzerte gespielt, dann will man doch umso mehr, dass das richtig läuft.

Doro Pesch: Deswegen bin ich auch so froh, dass die Wacken-Leute uns helfen. Beim 25jährigen Jubiläum und dem 2.500. Konzert haben die uns ja auch schon geholfen, das sind zum Glück echte Profis und wir müssen nicht alleine rumwursteln. Das 20jährige Jubiläum hab ich damals ganz alleine gemacht in der Phillipshalle in Düsseldorf, zusammen mit einem ortsansässigen Club. Das war so derart viel Arbeit, an sich war's ein Wunder, dass nicht alle Leute vorher zusammengebrochen sind. Letztlich haben wir das schön durchgezogen und war auch geil so, aber doch sehr anstrengend.

Das kann ja dann trotzdem eine schöne Erfahrung sein, bei der ganzen harten Arbeit dahinter ist es ja doch eine echte Leistung.

Doro Pesch: Aber sicher! Manchmal macht dann wirklich jemand schlapp und ist plötzlich weg, manchmal muss man auch mal die Nächte durcharbeiten, das ist halt so. Wer das nicht gewöhnt ist, dem setzt das natürlich zu. Man muss da schon viel aushalten können.

Du bist ja nun wirklich viel unterwegs, weltweite Konzerte und zig Termine im Jahr - wenn Du nicht unterwegs bist, wo wohnst Du denn dann mittlerweile?

Doro Pesch: Ich hab immer noch zwei Wohnungen, eine in New York und eine in Düsseldorf, zwischen denen pendele ich dann hin und her. Es gab ja vor nicht allzu langer Zeit in USA dann den Hurrikan, der hat da leider einiges verwüstet und deswegen ist die Wohnung in New York grade eine ziemliche Baustelle. Da sind leider ziemlich viele Erinnerungsstücke bei verloren gegangen. Um das wieder schön zu machen, muss ich eben auch Zeit haben, im Moment geht aber alles andere erst mal vor. Ich brauch allerdings auch nicht viel, ich kann gut aus einem Koffer raus leben, bin ich ja nun vom Touren her gewöhnt. Aber irgendwann wollte ich das da doch noch mal so schön machen, wie ich es vorher hatte. Das hatte ich mir richtig nett gemacht. Weil, in Düsseldorf ist das eher so eine Abstellkammer für Bühnenklamotten, CDs, Magazine, Vinylplatten, das ist eigentlich keine Wohnung. Als normaler Mensch könnte man da eigentlich gar nicht drin wohnen, aber ich wohn da gern drin. Die tausende Geschenke von Fans weltweit stehen da alle drin rum, da ist fast gar kein Platz mehr zum Schlafen, so eine ganz kleine Ecke ist dafür am Ende noch da. Auf eine schöne Wohnung, wie man das normal so kennt, hab ich eigentlich aber auch noch nie so Wert gelegt. Bei mir ist immer totales Chaos und an sich hat irgendwie alles nur mit Musik zu tun. Man fällt über alle Nietengürtel, wenn man reinkommt, Lederjacken und so, das stapelt sich dann alles.

Ja, muss halt, oder?

Doro Pesch: Sicher, Metal halt (lacht).

Da muss der Rest der Welt dann eben durch.

Doro Pesch: Genau, manche Leute kommen da rein und fragen mich, wie ich da leben könne. Ich sag dann immer, "Na ja, ich leb ja nicht hier, ich schlaf nur manchmal hier." (lacht).

Zum Jubiläum hast Du ja jetzt auch noch eine Neuauflage von "Raise Your Fist" mit einer speziellen Bonus-CD auf Lager. Das ist ja auch ein schönes Extra für die Fans.

Doro Pesch: Das find ich grade für die Die-Hard-Fans echt schön! Wir haben ja immer diese Boxen von den Alben gemacht die letzten Jahre, als ich noch bei AFM war, gab es die ja meist zu speziellen Anlässen dann. So was wollte ich deswegen diesmal auch unbedingt machen. Erst war angedacht, vielleicht eine Single mit drei Tracks oder so zu machen, aber dann kam mir die Idee, dass ich ja doch ziemlich viel schönes Material für was Besonderes hätte. Mehr als einen Coversong würde ich an sich nicht auf eine normale CD packen, aber in der Form hier dachte ich, dass es ja für Die-Hard Fans ziemlich interessant sein dürfte. Zudem sah ich das jetzt als Gelegenheit, vielen Bands mal zu danken für die tollen Momente und die Inspiration im Lauf der Jahre und das spiegelt sich in dieser Bonus-CD wider. Eine meiner ersten Erfahrungen, da war ich so sechs oder sieben Jahre, waren IKE & TINA TURNER. TINA TURNER hatte ja so derart Power! Damals gab's ja noch keinen Metal, also bevor Leute fragen, was das denn mit Metal zu tun hat (lacht). Die hat mich damals jedenfalls völlig begeistert und war eine der ganz wenigen Frauen, die einen so beeindruckt hat. Deswegen ist jedenfalls 'Nutbush City Limits' jetzt da drauf. Das hatten wir schon mal für eine Fernsehsendung gemacht und viele Fans fragten, ob ich das nicht mal rausbringen könne. Auf eine Single konnte ich das nicht so richtig packen, so dass es jetzt eine gute Möglichkeit war. LED ZEPPELIN war meine erste Berührung mit Hard Rock, da war ich so neun oder zehn Jahre alt und auch ein Riesenfan von Robert Plant. In meinem Alter war das neben DEEP PURPLE damals eine der ganz großen Bands. Neben DIO ist da natürlich auch METALLICA, unterm Strich einige Bands, die mich total beeinflusst haben und Wegbegleiter waren. Zu jedem davon habe ich irgendwie auch eine schöne Story oder tolle Momente. Mit METALLICA war es zum Beispiel so, da haben wir einen der ersten Gigs gemacht, ein Clubbesitzer in Belgien fragte, ob wir Lust hätten, vielleicht in seinem Laden zu spielen, das sei eine 400-er Kapazität. Da sagten wir zu und er wollte gern noch eine andere Band dazu holen, so eine Art Minifestival. Er erzählte dann, er hätte eine junge Band aus San Francisco an der Hand, die grade ihre erste Platte machen würden. Wir haben dann gespielt und das ging echt ab wie Schmidts Katze, lauter Langhaarige, die wild am Bangen waren. Wir sagten uns dann, bei der guten Stimmung gucken wir uns noch die andere Band an, und dann war das eben METALLICA. Für die war das mit einer der ersten Auftritte in Europa, und da haben wir uns kennengelernt. Cliff Burton war ja damals auch noch dabei. Danach haben wir oft mal auf irgendwelchen Gigs und Festivals zusammen gespielt, "Metal Hammer" Festival zum Beispiel. 'Only You' kam jetzt kürzlich noch mal auf ein KISS-Tribute-Album. Ronnie James Dio war ja eh mein absoluter Lieblingssänger und einer meiner Lieblingsmenschen, deswegen haben wir 'Egypt (The Chains Are On)' noch mal drauf genommen. 'Warfare' ist der Titeltrack zum Film "Anuk 3", den haben wir kürzlich gedreht, der sollte wohl Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres dann kommen. Der zweite ist noch bisschen in der Mache, weil wir den dritten Teil sogar zuerst gemacht haben. Uns fiel auf, dass wir ja an sich noch eine Story brauchen, die zum dritten Teil hinführt und da dachten wir uns, dass wir dann sinnigerweise auch den zweiten Teil machen. Letztlich war ich dann auf Tour und das war alles ein irrer Aufstand, aber wir haben irgendwie auch noch den zweiten Teil gedreht. 'It Still Hurts' ist im Mix von Jacob Hansen, dem VOLBEAT-Produzenten dabei. Bei der "Raise Your Fist" war das leider irrtümlich angegeben, dass der Mix von ihm wäre, aber der ist in Wirklichkeit vom Andreas Bruhn. Da haben wir nicht ganz richtig Korrektur gelesen. Ansonsten haben wir noch die französische Version von 'Raise Your Fist', momentan bin ich auch noch dabei, eine Version in Portugiesisch und Spanisch zu machen. Mal gucken, vielleicht stellen wir die auch einfach irgendwann mal online. Und: zum allerersten Mal ist ein Demo auf einer Platte dabei. Grade die Die-Hard Fans dürften sich darüber freuen. Den Song mochte ich irgendwie in einsamen Stunden sehr gern, der hat irgendwie echt Charme. Dann haben wir noch das Plattengeräusch dazu gemischt, so ein bisschen auf alt getrimmt. Aber letztlich ist das jedenfalls ein Demo.

Da bin ich ja umso mehr gespannt. Wo Du das jetzt auch angesprochen hast, Du hast ja nun im Lauf der Zeit unheimlich viele Leute getroffen, die heute wirklich Legenden sind, teils auch als die noch gar keiner so recht kannte, nimm mal Cliff Burton zum Beispiel. Hast Du nach den 30 Jahren da noch was, was für Dich musikalisch oder karrieretechnisch so ein echter Traum wäre?

Doro Pesch: Meinst Du jetzt jemand kennenzulernen von dem Kaliber oder zusammenarbeiten?

Ja, insbesondere auch, um was musikalisch damit auf die Beine zu stellen.

Doro Pesch: Ach, da gibt es schon so einige. Die meisten Wünsche habe ich mir ja wirklich bereits erfüllen können, zum Beispiel mit Lemmy, das war so geil. Oder nimm Udo Dirkschneider, Tarja, Peter Steele ... ich hätte eben gern noch was mit Ronnie James Dio gemacht. Das wäre echt ein Herzenswunsch gewesen. Mein allerersten Rockkonzert war WHITESNAKE und David Coverdale, den fand ich ja schon damals so derart begnadet. Mit dem würde ich zum Beispiel gerne mal was machen. Toll wäre natürlich auch Rob Halford oder METALLICA, MEGADETH, W.A.S.P. ... Blackie Lawless mochte ich auch immer so gerne. Wir haben echt gute Touren zusammen gemacht und ich mochte W.A.S.P. schon immer total, die Songs und Blackies Stimme. Das wär schon geil. Was ganz anderes wäre zum Beispiel PINK FLOYD. Jetzt abseits der Rock- und Metalszene gibt es ja auch diverse Blues-Größen. So außerhalb der Norm wäre auch toll. Na ja, mal gucken was alles noch so auf einen zukommt (lacht).

Luft ist ja auf jeden Fall dann noch.

Doro Pesch: Ja, ich würd gern noch 30 Platten machen (lacht).

Fleißig bist Du ja so oder so.

Doro Pesch: Solange es dann noch Platten gibt, das weiß man ja auch nicht.

Ach, ich denke, Musik und vor allem Metal wird es immer geben. Und sei's dann eben digital irgendwie.

Doro Pesch: Doch, ja. In Amerika ist ja jetzt scheinbar der Trend, dass die Leute nur noch ein, zwei oder drei Songs machen, gar keine LPs mehr.

Finde ich nicht schön ...

Doro Pesch: Ich auch nicht, ich auch nicht! Da wird man fast so mitleidig gefragt, ob man wirklich noch eine ganze CD machen würde. Da bin ich aber gern Old School.

Nikki Sixx hat ja jetzt, nachdem MÖTLEY CRÜE das Touren einstellen werden, auf die Frage nach einer neuen Platte gemeint, das sich das nicht mehr lohnen würde, wenn die Leute doch die Arbeit nicht mehr honorieren würden und das Material am Ende gar keine richtige Verbreitung mehr fände. Da würde er lieber eine Handvoll Songs machen, die dann vielleicht auch mehr Verbreitung bekämen als ein ganzes Album, wovon fast nix mehr im Radio liefe. Finde ich jetzt nicht so prickelnd, auch wenn ich das irgendwie verstehe.

Doro Pesch: Ne, ich auch nicht. Für mich ist das irgendwie schon so ein Gesamtkunstwerk und ich möchte immer das ganze Paket hören.

Du bist ja auch großer KISS-Fan. Vielleicht hast Du den ganzen Stress mitbekommen, der sich jetzt um die Aufnahme in die Rock 'n' Roll Hall Fame drehte, weil Gene und Paul sich weigerten, für den Abend noch mal mit Ace und Peter gemeinsam in Make-Up zu spielen, so eine Art Kurzzeit-Reunion für ein paar Songs halt. Wie siehst Du das, hättest Du KISS noch mal gern zusammen mit Ace und Peter gesehen?

Doro Pesch: Klar hätte ich das gern noch mal gesehen. Ich war ja auch KISS-Fan der ersten Stunde, das Original Line-Up hat einem natürlich wahnsinnig viel bedeutet. Meine Lieblingsplatte von KISS ist ja immer noch die "Alive II". Also, klar, ich hätte mich riesig gefreut, aber ich weiß ja auch, wie's ist und wie's geht. Ich weiß, dass manche Sachen aus der Fanperspektive eben ganz anders sind und dass es vielleicht dann auch unrealistisch ist. Wenn das nicht mehr machbar ist, dann geht das eben nicht mehr. Tommy Thayer, der jetzt Gitarrist bei KISS ist, hat ja damals auch meine Platte mitproduziert, den mag ich auch sehr gern, weil er auch ein ganz feiner Kerl und toller Gitarrist ist. Mit Eric Singer habe ich ja auch zusammengespielt, der hat die beiden Duette mit Lemmy auf der "Calling The Wild" gespielt, der ist ebenso nett und ein ganz toller Drummer. Die sind ja nun auch richtig lange zusammen, weswegen ich das auch verstehen kann, wenn Gene und Paul sagen, das sei nun mal jetzt ihre Band und ihr Line-Up. Das gibt ansonsten natürlich richtig Durcheinander und vor allem auch viele verletzte Gefühle. Als KISS-Fan der alten Stunde hätte mich das eben wirklich gefreut, aber es ist auch klar, dass es nicht mehr so ohne Weiteres geht. Da steht dann der ganze Bandzusammenhalt des neueren Line-Ups auf dem Spiel. Mit schlechten Vibes in der Band kann man nicht gut arbeiten, unterm Strich müssen sich alle irgendwie wohlfühlen. Ich werde ja auch immer mal wieder gefragt, ob ich nicht einfach wieder WARLOCK machen könne. Ich denk mir dann immer, ich bin mit meinen Jungs jetzt teils seit 24 Jahren zusammen und die haben immer zu mir gehalten. In der ganzen Zeit haben wir nicht ein Konzert verpasst. Den ganzen Zusammenhalt und die gute Atmosphäre, das möchte ich auf keinen Fall aufs Spiel setzen. Johnny Dee hab ich seit 21 Jahren dabei, Luca ist jetzt auch schon sieben Jahre an Bord. Das ist ein ganz langjährig gewachsenes Ding, deswegen muss man da immer echt aufpassen und vorsichtig sein, dass man nicht irgendwas zerstört. Ich kann deswegen die Entscheidung von Gene und Paul voll nachvollziehen und ich glaube auch, dass es echt heftig war, das so zu entscheiden. Als Fan hätte ich's natürlich auch gern gesehen, logo (lacht).

Ich versteh da jede Seite irgendwie. Den Vergleich mit WARLOCK finde ich auch ziemlich passend und schön. Ich meine, Du bist jetzt so lange als DORO unterwegs, das ist ja viel länger als es WARLOCK damals gab. Du hattest da auch durchgehend Deinen Erfolg, was würde denn da eine WARLOCK-Reunion bringen? Dass Du nur noch die alten Sachen spielen sollst? Das wäre ja auch Dauer nun auch nicht das Gelbe vom Ei.

Doro Pesch: Richtig, und vor allem hätte ich meine langjährige Band damit ohne Not aufs Spiel gesetzt und das wär's dann. Jeder in meiner Band hat bewiesen, dass man auch Welttourneen zusammen machen kann, egal wo's hingeht, auch zu den strengsten Eltern der Welt. Das können wir alles zusammen durchziehen (lacht). Die sind alle mit voller Hingabe dabei und haben auch alles aufgegeben in der vorherigen Form, Jobs, Familien, alles. Da kann ich nicht sagen, ach, ich mach jetzt mit WARLOCK weiter, das geht ja gar nicht. Ein Konzert oder mal ein Festival, das wäre eventuell machbar, aber ansonsten mit dem Alt-Line-Up das ganze Jahr zu touren, das geht ja gar nicht. Den Zwiespalt kann ich trotzdem verstehen. Mal abgesehen vom Vibe, den das Original-Line-Up bei KISS hatte, ich bin ja irgendwie auch noch im alten WARLOCK-Groove. Da hängen schon viele Erinnerungen dran, was man alles erlebt hat und was hier Tolles passiert ist und was da so genial war. Manchmal muss man auch sagen, dass sich Dinge ändern und die Zeiten nicht mehr so sind. Auch viele Fans sagen gern mal, die Achtziger waren viel geiler. Ja, fand ich irgendwie auch, die Achtziger Jahre, wo Metal grade groß wurde, war auf jeden Fall tausendmal geiler als die Neunziger. Aber langsam denke ich, dass es heute gar nicht so viel anders als in den Achtzigern ist und auch wieder sehr geil. Da freu ich mich auch sehr drüber. Sicher liebe ich alte Sachen, die einfach geil waren, klar. Mit dem alten Line-Up wäre es aber auch ein totaler Zwiespalt.

Im Leben ist es ja oft so, dass die Dinge ihre Zeit haben und in der Zeit sind sie dann genial und man kann vielleicht auch vieles nicht so wiederbeleben, wie's irgendwann mal gewesen ist. Da ist die Erinnerung dann oft besser.

Doro Pesch: Das ist irgendwie so, als solltest Du zu Deiner Ex-Frau zurück. Du hast vielleicht eine neue Familie und kriegst gesagt, 'Ja, mach doch mal was mit Deiner Ex-Frau!". Oder mit dem Ex-Mann. Puuuhhhh ... da kommen dann wieder alte Gefühle und Verletzungen hoch, irgendwie ist das nicht so ganz ohne.

Der Vergleich trifft es echt gut, da können sich die meisten wohl besser reinversetzen als in eine Band. Wenn man mal seine zehn Jahre "Ehe" miteinander hatte und alle anderweitig gebunden sind, dann geht man eben nicht hin und wärmt das alles einfach wieder auf.

Doro Pesch: Aber ich versteh's trotzdem (lacht). 80% der Musiker, die ich kenne, die so in unserem Alter sind, sagen mir immer, was für einen Einfluss KISS auf sie hatten. Ich konnte das echt nicht verstehen, dass die da nicht schon längst drin waren. Aber wahrscheinlich hat man als Musiker einfach oft mit Bürokraten zu tun (lacht).

Manchmal sieht man daran ja auch, dass selbst diese Bands nicht ewig da sein werden. Aber trotzdem, es gibt ja immer Nachwuchs.

Doro Pesch: Klar, ich mach ja zum Beispiel auch bei der Wacken Foundation mit und bin da im Kuratorium für die Nachwuchsförderung von Rock und Metal. Das ist mir auch ganz wichtig. Das mach ich immer in meiner Freizeit. Ne, ich hab ja an sich gar keine Freizeit (lacht). Aber dafür nehme ich mir die Zeit. Das ist zwar oft ein Kampf und man sitzt dann stundenlang da und hört sich Sachen an, aber man sieht doch, dass es echt viele tolle junge Bands gibt. Ich wurde in den Achtziger ja auch ganz toll unterstützt, all meine Helden haben mir damals geholfen, ob nun JUDAS PRIEST, MOTÖRHEAD oder SAXON, die haben mir echt viel beigebracht.

Das ist doch eine schöne Sache, wenn man da was an die jungen Bands zurückgeben kann. Aber zurückgeben ist ein gutes Stichwort, denn irgendwann musst Du ja vielleicht doch noch ein bisschen Freizeit genießen dürfen. Aber Du hast ja was Besonderes spendiert, was einer unserer Leser für das Jubiläum gewinnen kann, nämlich die Möglichkeit, beim Vollgas-Abend zusammen mit Dir und ein paar anderen Fans auf der Bühne stehen zu dürfen.

Doro Pesch: Ganz richtig, und zwar bei dem Song 'We Are The Metalheads'!

Finde ich eine super Idee, vielleicht kannst Du kurz sagen, wie Du Dir das vorgestellt hast?

Doro Pesch: Ich hätte gern, dass ein Fan, der einfach Bock hat zu singen, das braucht gar nicht schön zu sein, so wie einem der Schnabel gewachsen ist, mit mir auf der Bühne abrockt. Einfach volle Pulle, gut drauf sein, vorher mal 'We Are The Metalheads' anhören, damit man weiß, wie der Chorus so geht, was nicht schwer sein dürfte. Der Song ist ja die offizielle Wacken-Hymne. Und dann einfach mit viel guter Laune und Spaß auf die Bühne springen, mitgrölen und mit mir zusammen abrocken. Das ist das Einzige, was dabei Pflicht ist. Gut drauf sein und ein Herz für Metal haben! Der Song wird ungefähr in der Mitte vom Set kommen, Tom Angelripper spielt wahrscheinlich auch mit. Das feinste Metaloutfit darf natürlich auch getragen werden, Kutte ist kein Muss, aber darüber freu ich mich immer.

Ok, dann danke ich Dir für das Interview, wünsche Dir noch viel Spaß bei der Vorbereitung und ein hammermäßiges Jubiläum!

Doro Pesch: Dankeschön, wir sehen uns alle bei den Jubiläums-Konzerten!

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