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Interview mit Hakim von For The Imperium

Ein Interview von Baterista vom 29.05.2012 (1721 mal gelesen)
Erfreulicherweise konnten wir FOR THE IMPERIUM für ein Interview gewinnen und daher stand uns Hakim Hietikko - seines Zeichens Sänger der Band - Rede und Antwort, und das auf sehr sympathische und lockere Weise. Herzlichen Dank!

Hallo aus Deutschland nach Finnland! Wie geht es euch nach der Veröffentlichung eures ersten Albums? Das muss ziemlich aufregend für euch sein.

Hakim: Hallooo Deutschlaaand! Uns geht es prima und der Sommer steht vor der Tür. Wie du gesagt hast, ist unser Album im April via Lifeforce Record herausgekommen. Und JA, wir genießen diesen Augenblick! Aber nebenbei gesagt, schmieden wir bereits weitere Zukunftspläne. Ich werde später mehr dazu erzählen.

Da unsere Leser euch wahrscheinlich noch nicht groß auf dem Radar haben, stellt euch doch bitte kurz vor.

Hakim: In Kürze: FOR THE IMPERIUM besteht aus 4 Typen, die von überall aus Finnland nach Helsinki gezogen sind. Unser Schlagzeuger (Tuomas) ist aus einem Dorf namens Vimpeli, der Gitarrist, Ville, ist aus Oulu (Nordfinnland) und unser Bassist Jyri ist aus Lammi. Ich selbst komme von irgendwo zwischen Stockholm und Helsinki. Wir gründeten die Band 2009 und haben ein paar EP's herausgebracht, bevor wir dann den Vertrag mit Warner Music Finland unterzeichnen konnten.

Eure Musik ist ein großes Potpourri verschiedenster Musikstile. Aus meiner Sicht macht es das erst richtig interessant. Wahrscheinlich habt ihr die nächste Frage schon tausend Mal gehört, aber: Woher kommen all die großartigen Ideen und was sind eure Einflüsse?

Hakim: Witzigerweise kommen wir alle eigentlich aus dem Pop, Rock oder Jazz. Der Metal trat erst später in unser Leben, Jyri ist wahrscheinlich unser größter Metalhead. Ansonsten sind unsere Einflüsse z.B. ROB ZOMBIE, FAITH NO MORE, LAMB OF GOD, SIKTH, DEFTONES und ein wenig von WALTARI. Wenn ich mich mit Popmusik befasse, finde ich dort jede Menge interessante Sachen, neue Ideen, die wir für unsere Musik verwenden. Da wären z.B. FRANK SINATRA, KENT, THE HIVES (die mag ich am liebsten), BRAD PAISLEY, THE HELLACOPTERS...ich könnte ewig weiter aufzählen. Tuomas ist ein großer Fan von Filmmusiken und modernem Country. Wie ich sagte, es gibt Dutzende guter Bands. :-)

Wie läuft das Songwriting bei euch ab?

Hakim: Jeder Mensch hat etwas zu geben. Ich weiß, das klingt wie ein Klischee, aber so ist es. Ich bin sicher, wenn du unsere Musik hörst wird dir klar, dass sich eine Person unmöglich all die verschiedenen Dinge ausdenken kann. Als Sänger schreibe ich zwar die Texte und denke mir die Gesangslinie aus, das bedeutet jedoch nicht, dass die anderen das nicht ändern oder bessere Ideen vorschlagen können. Jeder in der Band gibt etwas dazu, zusammen sind wir eins - FOR THE IMPERIUM!

Seid ihr im realen Leben eigentlich Profi-Musiker?

Hakim: Haha, das kommt darauf an, was du darunter verstehst! Wir sind verheiratet mit der Mucke und manchmal zieht uns das auch runter. Drei von uns haben erfolgreich eine Profi-Ausbildung absolviert, rate mal, wer durchgefallen ist. ;-) Tuomas ist Schlagzeuglehrer geworden, Ville und Jyri haben eine zeitlang als freiberufliche Musiker gearbeitet. Aber am Ende ist FOR THE IMPERIUM die erste echte gemeinsame Band. Jyri spielt auch noch bei WARMEN, das ist ein Sideprojekt vom CHILDREN OF BODOM-Keyboarder Janne Wirman. Tuomas hat mal ein wenig mit Kiko Loureiro, dem Gitarristen von ANGRA, zusammen gespielt. Der (Kiko) lebt mittlerweile in Finnland.

Wenn ihr die Zeit zurückdrehen könntet: Hättet ihr euch lieber andere Jobs ausgesucht bzw. hättet ihr vielleicht lieber ein anderes Leben?

Hakim: Hmmm, ja und nein. Ich wäre möglicherweise gern ein Profi-Fußballer. Aber andererseits, warum sollte ich die Zeit zurückdrehen wollen? Wenn ich als Musiker nicht erfolgreich sein sollte, kann ich wenigstens sagen, ich habe etwas getan, dass ich liebe. Ich denke, ich spreche da für die ganze Band.

Zurück zur Musik. Einige Songparts - z.B. bei 'Until The End' - waren mir etwas zu süßlich oder auch zu pathetisch. Ist das ein Stil, den ihr favorisiert oder ist es mehr ein Spielen mit den Möglichkeiten?

Hakim: Ha, mochtest du das etwa nicht?! Was stimmt nicht mit dir?! Nein, ich mach' nur 'nen Witz. Es ist womöglich beides. Wenn du etwas Neues kreieren möchtest, musst du manchmal das Risiko eingehen, ganz verschiedene Sachen zusammenbringen, die dann trotzdem funktionieren. Ich muss dich leider enttäuschen, denn wir werden sowas sicher wieder machen. ;-) Ich denke, du wirst das verstehen und uns Raum dafür lassen, dass wir dem Hörer auch mal etwas schwerer Verdauliches präsentieren. Es liegt dann an jedem selbst, ob man es mag oder nicht.

Mir ist auch aufgefallen, dass ihr anscheinend nur so strotzt vor lauter Spielfreude. Ihr klingt frisch und die Musik bleibt hängen, obwohl sie komplex und recht herausfordernd ist. Was ist euer Geheimnis?

Hakim: Du hast es genau getroffen, my friend. Es macht unheimlich viel Spaß diese Musik zu spielen und gleichzeitig ist es sehr, sehr emotional. Auch wenn wir es ernst nehmen, so verlieren wir nie den Spaß aus den Augen. Das hält das Ganze frisch.

Wie sehen eure Pläne für 2012 aus?

Hakim: Unser nächstes Album kommt im Herbst heraus, daher entern wir Anfang Juni wieder das Studio.

Können wir euch eventuell dieses Jahr irgendwo in Deutschland bewundern?

Hakim: Das hoffe ich wirklich sehr. Wir arbeiten hart daran, das möglich zu machen. Ich kann dir auf jeden Fall versprechen, dass wir euch auseinandernehmen, wenn wir nach Deutschland kommen. ;-))

Hast du ein paar letzte Worte für unsere Leser?

Hakim: Wie geht es dir, Deutschland? Punkt wir gesehen. (Anm. d. Red.: das ist die Originalantwort)

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für euch!

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