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Interview mit Thomas Gurrath von Debauchery

Ein Interview von des vom 26.03.2011 (9124 mal gelesen)
DEBAUCHERY haben unter Death Metal Fans einen guten Bekanntheitsgrad erspielt; richtig bekannt wurde Mastermind Thomas Gurrath aber, als er seinen Job als Ethik-Lehrer wegen seiner Nebentätigkeit als Death Metal Musiker verlor. Fragen über diese Geschichte kann er offenbar und verständlicherweise nicht mehr hören, dafür konnten wir einige interessante Fragen über das neue Album klären

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Dein neues Album "Germany's Next Death Metal" spielt auf die unzähligen Casting Shows an, die derzeit im Deutschen Fernsehen laufen. Was stört Dich daran?

Thomas Gurrath: Hallo, gar nichts. Das ist nur ein Wortspiel, ich kenne die Casting Shows nicht wirklich, da ich nur die normalen Sender habe wie ZDF und ARD oder Arte. Der Titel soll auch ausdrücken, dass es deutscher Death Metal ist, nicht Schweden Death oder Tampa Florida Death - es ist DEBAUCHERY Death Metal.

Im Promosheet scheinst Du als einziges Bandmitglied auf. Hast Du alle Instrumente eingespielt oder gab es Gastmusiker?

Thomas Gurrath: Ja, hab das auch gesehen. Ich bin nur das einzige feste Mitglied der Band und für Gitarren und Gesang und Songwriting verantwortlich, aber ich habe natürlich ein ganzes Team, mit dem ich zusammen arbeite. Aufgenommen wurde das Album von Dennis Ward (Krokus/Unisonic/Pink Cream 69), zusätzliche Gitarrenarbeit ist von Tom Naumann (exPrimal Fear) und Schlagzeug von Tomasz (exBelphegor).

Du kannst es wahrscheinlich nicht mehr hören, aber Du hast ja Deinen Job als Ethiklehrer aufgrund Deiner künstlerischen Tätigkeiten verloren, was breit durch die Medien ging. Wie siehst Du die Geschichte rückblickend?

Thomas Gurrath: Lebenserfahrung.

Du wolltest juristisch gegen Deine Suspendierung/Kündigung vorgehen. Was ist daraus geworden?

Thomas Gurrath: Nein, das wollte ich nicht. Da hat man nur einen ewigen nervenaufreibenden und kostspieligen Rechtstreit. Das bringt nichts.

Welchen Job übst Du nun aus? Profimusiker oder auch einen "bürgerlichen" Job?

Thomas Gurrath: Seit über zwei Jahren bin ich nur noch Musiker.

Wenn man im ersten Song hört "I am invincible, I am indestructable, I am unbreakable, I’m the unbroken" fühlt sich das wie eine Abrechnung mit Deiner Suspendierungsgeschichte an. Ist das so?

Thomas Gurrath: Ja, da geht es auch um noch mehr, die Schulgeschichte war nicht das einzige, wo ich auf die Fresse bekommen hab'. Manchmal hilft es den ganzen Frust zu vertonen und sich einzureden man wäre unzerstörbar, auch wenn das natürlich nicht so ist.

Kunst darf alles?

Thomas Gurrath: Naja fast alles. Ich denke wenn man andere Wesen dabei gegen ihren Willen körperlich verletzt geht es zu weit. Aber ansonsten sollten die Grenzen weit gesteckt sein. Kunst darf aufrütteln.

Wir hatten gerade auch die neue BURZUM zum Review und es gab eine ziemliche interne Diskussion darüber, wie man damit umgehen soll. Wie siehst Du die BURZUM Geschichte? Kann man die Person von der Kunst trennen?

Thomas Gurrath: BURZUM bedeutet Dunkelheit in der Sprache von Mordor, eigentlich ein cooler Bandname, ziemlich nerdy. Mit dem Nazi Zeugs hab ich nichts am Hut. Aber wenn man für freie Meinungsäußerung ist, muss man notgedrungen auch Meinungen zulassen, die einem nicht so gefallen. Und als Künstler will man doch eher, dass die Kunst betrachtet wird, nicht die Person hinter der Kunst. Und musikalisch finde ich Burzum genauso überflüssig wie Mayhem, das ist einfach nicht mein Ding.

Zurück zu Deinem neuen Album. Mir gefällt der sehr natürliche Sound. Vor allem den Bass-Sound finde ich stark. Wer hat Dich diesbezüglich inspiriert?

Thomas Gurrath: Rick Rubin. Ich mag seine Produktionen, die haben genau dieses Ehrliche und Raue. Es klingt immer so, als wenn die Band mit einem perfekten Sound live spielt oder man direkt - bei perfekter Abmischung - im Proberaum steht. Er hat viel für Slayer gemacht und AC/DC "Ballbreaker" und Slipknot, und diverse Hip Hop Sachen.

Hast Du die Nintendo-Metal-Diskussion verfolgt, die zuletzt aufgeflammt ist (künstliche, aber fette und am Computer zurechtgezimmerte Produktionen)? Wie stehst Du zu diesem Thema?

Thomas Gurrath: Die Diskussion hab ich verpasst. Aber wenn's gut klingt ist es gut. Ist doch egal wie man es zusammen gebaut hat. Es ist ja auch einfach eine Geldfrage.

Gibt es wieder Live-Shows? Wer wird Dich begleiten (Du kannst ja schwer alle Instrumente alleine spielen)?

Thomas Gurrath: Ja klar, wir spielen, manchmal bringen wir auch ein paar Mädels mit. Und die Musiker sind Cuntkiller und Wargrinder, jetzt weißt du Bescheid ;-)

Wird es wieder abgefahrene Shows geben? Ich konnte DEBAUCHERY noch nie live sehen. Was ist die Aussage hinter Eurem optischen Live-Spektakel?

Thomas Gurrath: Wir wollen unterhalten, nichts weiter.

Danke nochmals für das Interview und viel Erfolg! Gibt es noch etwas von Deiner Seite, das Du loswerden willst?

Thomas Gurrath: Ja hört euch das neue Album an...und klickt "gefällt mir" bei Facebook

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