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Interview mit Fenris von Ingrimm

Ein Interview von InsaneBrain vom 19.08.2010 (4483 mal gelesen)
Sänger Stephan "Fenris" Zandt von INGRIMM stand uns freundlicherweise für ein Interview zum neuen Album "Böses Blut" zur Verfügung und plaudert außerdem über die Bandgeschichte und ungewöhnliche Bühnenerfahrungen...

Hallo INGRIMM! Zunächst einmal vielen Dank für das Interview mit uns. Könnt ihr euch zunächst kurz vorstellen und uns etwas über die Bandgeschichte usw. erzählen? Wie habt ihr zusammengefunden und wer sind die Bandmitglieder?

Fenris: Hallo Matthias. Wir sind INGRIMM aus Regensburg und machen seit 2005 die Bühnen unsicher. Die Band ist auf meine Initiative hin entstanden, als ich mich entschloss, meinen Texten endlich musikalisches Leben einzuhauchen. So suchte ich teils im Bekanntenkreis und teils über Anzeigen nach meinen zukünftigen Mitstreitern. Als erster meldete sich Hardy, der für die mittelalterlichen Instrumente wie Sackpfeife, Drehleier oder Flöte zuständig ist. Unseren Gitarristen Alex lernte ich über eine Rockband kennen, wo ich als Drummer aushalf. Schlagzeuger Klaus ist ein alter Kumpan aus meinen Jugendtagen und Baba, unser erster Bassist, reagierte auf eine Anzeige in einem Musikerforum. Unsere ersten Stücke wie 'Lumpenpack', 'Sag mir nicht' oder 'Rattenstadt' schrieben wir allerdings nur zu dritt, da die Rhythmus-Fraktion erst später zur Band stieß. Gerade die Stelle am Bass wurde mehrfach umbesetzt, bis wir schließlich in Mugl den optimalen Mann fanden.

Wie kamt ihr auf euren Bandnamen?

Fenris: Zuerst traten wir unter dem Namen IGNI ET FERRO auf, was wir aber schnell wieder verwarfen, da sich diese Bezeichnung weder in den Köpfen der Leute festsetzte noch sonderlich originell war. Unsere Promoscheibe veröffentlichten wir unter dem Namen GRIMM, nur um kurz darauf festzustellen, dass eine gleichnamige niederländische Formation ein Album auf Mailorder herausgebracht hatte. Da uns GRIMM aber so gut gefiel, setzten wir lediglich ein IN davor, was die Bedeutung nur noch verstärkte: INGRIMM, der innere Zorn, die Wut im Bauch!

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben und welche Band hatte den größten Einfluss auf euch?

Fenris: Wir wurden des Öfteren fälschlich zum Pagan-Metal (-Sektor) gezählt, aber unseren Stil bezeichnen wir als Mittelalter-Metal. Unsere Einflüsse liegen zum einen bei den Bands unserer Jugend. Heroen wie METALLICA, SLAYER, PANTERA oder auch MANOWAR haben uns früh geprägt. Zum anderen trug Irish Folk und Weltmusik zu unserer musikalischen Entwicklung bei. Als wir schließlich herausfanden, was man mit Drehleier und Dudelsack noch alles anstellen kann, war der Sound von INGRIMM geboren.

Was ist die Quelle eurer Ideen?

Fenris: Die Texte sind ganz klar vom Mittelalter inspiriert, wobei diese verblüffend oft und teils mit voller Absicht auch auf die Gegenwart passen. Die Geschichte wiederholt sich, heißt es und dieser Spruch trifft zu. Leider scheint die Menschheit aus ihren Fehlern nicht zu lernen.

Wart ihr zufrieden mit den Reaktionen auf euer neues Album "Böses Blut"?

Fenris: Die Kritiken fielen durchwegs positiv aus, von den Fans wie auch seitens der Fachpresse, was uns natürlich sehr freut.

Wie kam es zum Namen des Albums?

Fenris: "Böses Blut" bildet die Überschrift, die zu vielen Texten auf dem neuen Album passt. Der Titel steht für die Verrohung der Menschen, die gerade in der jüngsten Zeit immer mehr um sich greift.

Habt ihr einen Lieblingssong auf "Böses Blut" - wenn ja, welcher ist es und warum?

Fenris: Eine schwierige Frage. Hinter jedem Lied steht eine Geschichte, durch die man mit dem Song etwas Besonderes verbindet. Daher ist es schwer, hier eine Auswahl zu treffen. Mir gefallen die Lieder, die live ohne Umweg direkt ins Ohr gehen und dem Publikum genauso viel Spaß machen wie der Band selbst. Tracks wie der Opener 'Die Pest', schnelle Songs wie 'Eisenwind' oder das eher nachdenkliche doch groovige 'Tempus fugit' fallen unter diese Kategorie.

Was ist eurer Meinung nach der größte Unterschied zu eurem letzten Album "Todgeweiht"?

Fenris: Wir hatten diesmal für die Aufnahmen wesentlich mehr Zeit zur Verfügung und diese stressfreie Situation haben wir voll zu unseren Gunsten genutzt. Die Arrangements sind ausgefeilter, der Gesang abwechslungsreicher, die Melodien sind etwas verspielter, kurzum: das Album wirkt wie aus einem Guss. Natürlich haben wir uns als Band auch weiter entwickelt, sind enger zusammengewachsen und das ist auf der neuen Scheibe auch zu hören.

Laut eurer Website seid ihr viel auf Tour. Welche war eure überwältigendste Situation bei einem Gig? Gab es lustige Momente? Und welches ist euer Lieblingsauftritt bis jetzt??

Fenris: Da gäbe es ein ganzes Füllhorn an Geschichten zu erzählen. Überwältigend war der Gig in Wacken, wo ich zum Publikum meinte, sie seien zu leise. Daraufhin bewiesen mir gefühlte zweitausend Stimmen das genaue Gegenteil, indem sie kurzzeitig die PA übertönten. Das war einfach unglaublich! Eine weitere lustige Situation ergab sich, als in Kiel der Bassist unserer Vorband, gekleidet in Minikleid und Strapsen, zu unserem Lied „Teufelsweib“ wild über die Bühne tanzte und mit dieser Aktion die Band fast komplett aus dem Takt brachte. Dieser Anblick ließ mich vor Lachen kurzzeitig den Text vergessen. Des Weiteren war jeder Auftritt anders, so dass es nicht leicht ist, hier den besten herauszufinden. Ein guter Gig bedeutet für mich, wenn wir auf der Bühne alles gegeben haben, die Leute ihren Spaß hatten, der Sound gut und das Bier kühl war und wenn mir die Fans nach dem Konzert sagen, dass es ihnen gefallen hat, dann bin ich mit unserer Leistung zufrieden.

Noch einmal vielen Dank für das Beantworten der Fragen.

Fenris: Gern, wir bedanken uns für das Interview!

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