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Interview mit JB von Grand Magus

Ein Interview von Wulfgar vom 19.06.2010 (6547 mal gelesen)
DIe schwedischen Wölfe von GRAND MAGUS haben ihr neues Werk gerade fertig gestellt. Grund genug den Herren mal ein wenig auf die Reißzähne zu fühlen.

Moin, als erstes mal herzlichen Glückwunsch zu "Hammer of the North". Wie gehts euch jetzt wo die Aufnahmen durch sind?

JB: Gut, gut, du weißt schon wir sind sehr glücklich mit dem was dabei herausgekommen ist.

Bevor es richtig losgeht wollte ich dir noch etwas mitteilen, du hast auf dem letzjährigen Sumerbreeze Festival von der Bühne in die Menge gefragt wie viele wildlebende Wölfe es momentan in Deutschland gibt. Ich hab das mal recherchiert und es sind etwa 40 bis 50 Wölfe in 4 oder 5 Rudeln die in einem Gebiet nahe dr polnischen Grenze leben. Tendenz steigend.

JB: (lacht) Super, herzlichen Dank dafür, ich freue mich das zu hören.

So nun lass uns aber anfangen. Man weiß ja inzwischen, dass die Zeit die für Promotion-Zwecke draufgeht für die meisten Bands sehr anstrengend sind, viele Interviews, Tourpläne und so weiter. Wie geht ihr damit um, wenn das bei GRAND MAGUS überhaupt der Fall ist?

JB: Och, naja ich denke du musst mit den Füßen einfach auf dem Teppich bleiben und versuchen so viel zu relaxen wie du kannst. Ich verbringe zwar viel Zeit damit, aber ich versuche da mit so viel Freude dran zu gehen wie ich kann. Ich beschwere mich jedenfalls nicht, die Aufmerksamkeit die wir kriegen ist einfach toll, und deswegen bin ich eigentlich ganz glücklich damit.

Wo wir grade von zeitaufwendiger Arbeit reden, wird es demnächst was Neues von den SPIRITUAL BEGGARS geben ?

JB: Ja, aber ich bin ja gar nicht mehr dabei, da gibt es ein neues Album, aber ich singe nicht mehr dort. Das wurde auch erst kürzlich bekanntgegeben, obwohl es schon eine Weile her ist seit wir das entschieden haben.

"Iron Will" war eins der erfolgreichsten Alben letztes Jahr. Hättet ihr euch erträumt so einen Erfolg zu haben?

JB: Naja, ich meine träumen kann man immer. Deswegen, ja ich denke ich habe schon davon geträumt. Es ist einfach cool wenn man an Musik so herangehen kann wie wir es bisher getan haben und auch weiterhin tun, und man sieht, dass die harte Arbeit und Entschlossenheit sich auf lange Sicht auszahlen.

Im Vergleich zu "Wolfs Return" und "Iron Will" hat "Hammer of the North" sehr viel mehr klassiche Heavy Metal Elemente in seinem Sound wie z.B. deutlich höheres Tempo. War das die natürliche Entwicklung eurer Musik, oder wolltet ihr den Sound bewusst so verändern ?

JB: Nein, ich denke das ist etwas mit dem wir auf unserem 3. Album "Wolfs Return" angefangen haben, auf "Iron Will" ging diese Entwicklung weiter, und nun hat sich das eben nochmal verstärkt. Wir waren immer sehr ehrlich was das angeht, und wir fühlen uns nicht verpflichtet, uns an irgendwelche festen Regeln zu halten. Wenn wir musikalisch etwas machen wollen, dann tun wir es einfach. So gesehen war das emotional wie auch logisch der nächste Schritt.

Ihr habt euch entschieden, auch einen für euch eher ungewöhnlichen Uptempo Song, nämlich 'Northern Star' auf das Album zu packen. Nicht nur dort hat mich dein Gesang sehr stark an Rob Halford in seinen besten Tagen erinnert. Also quasi nochmal, würdest du sagen das war Absicht oder einfach der beste Weg dem Song gerecht zu werden.

JB: (lacht) Dankeschön, aber nein es ist wie ich gesagt habe, was wir tun gefällt uns, ich habe die Screams, die du meinst, schon vorher live gesungen, und wir haben uns gesagt: Yeah lasst uns das auf der Platte auch so machen. Es war nicht so als dass ich versucht hätte wie jemand anders zu klingen. Obwohl, ich meine es natürlich ein Riesenkompliment ist wenn jemand sagt, dass ich wie Rob Halford singe, der meiner Meinung nach zu den besten Sängern gehört die es je gegeben hat.

Eure letzten Platten haben eure Heimat Schweden in vielerlei Hinsicht behandelt. In "Hammer of the North" singst du über die Wikinger. Weil sie ebenfalls ein Teil schwedischer Geschichte sind?

JB: Naja, ich benutze das Wort Wikinger auf dem Album gar nicht, weswegen ich nicht ganz verstehe woher das kommt. Die skandinavische Tradition, die Geschichten, das Erbe der Vergangenheit beinhaltet so viel mehr als nur die Wikinger. Ich singe eigentlich nicht über Wikinger, ich würde sagen das ist eher so was wie ein Missverständniss.

Ok, dann lass uns fortfahren. Mein absoluter Songfavorit ist 'At Midnight they'll get wise'. Was hat euch zu diesem Song inspriert?

JB: Yeah, das ist auch einer meiner Favoriten. Das fing alles mit einem Riff für einen Song an, das ich geschrieben hatte, Sebastian und Fox mochten das Riff, obwohl ich selbst gar nicht so scharf darauf war. Dann haben wir es leicht verändert und bums, da kam alles zusammen und wurde ein wirklich aufregender Song. Ich gehe über die genaue Bedeutung von Lyrics nie ins Detail, weil ich will, dass die Hörer es selbst herausfinden. Wir wollen ja immer erreichen, das Leute ihren eigenen Wegen und Gefühlen folgen, dann werden sie auch herausfinden, was jeder Song bedeutet. Aber ich denke es ist ein sehr cooler Track und wir haben ihn schon ein paar mal live gespielt, was soll ich sagen? Er funktioniert.

Wo du es erwähnst wie hat euch das Touren in Deutschland generell gefallen?

JB: Deutschland war immer super zu uns. Vielleicht sogar das Land wo wir auf die stärkste Fanbasis bauen können, seit wir angefangen haben. Wir lieben es nach Deutschland zu kommen, und wir werden, denke ich, in naher Zukunft oft hier sein. Auf jeden Fall ist es immmer etwas Besonderes hier zu sein.

Lass uns kurz dabei bleiben. Ihr habt einige neue Songs, wie du eben selbst gesagt hast schon live gespielt. Aber es wird sicherlich eine "Hammer of the North"-tour geben. Kannst du schon was darüber sagen? Natürlich speziell über Gigs in Deutschland?

JB: Also, im Sommer werden erst mal, wie alle anderen auch, erst mal Festivals spielen. Ich meine: niemand tourt im Sommer. Wir sind auf dem "Bang your Head Festival" in Deutschland und es könnte auch noch andere Festivals in Deutschland geben. Aber danach wird es eine größere Europatour im Herbst geben, die vielleicht im Oktober oder November losgeht. Und da werden wir Deutschland natürlich nicht auslassen.

Bei bleeding4metal haben wir die Tradition, euch die letzten Worte des Inteviews zu überlassen. Also Achtung, fertig, los!

JB: Na dann, ich möchte sagen, dass ich den 40 bis 50 Wölfen, die es nahe der polnischen Grenze in Deutschland noch gibt, alles erdenklich Gute auf dieser Welt wünsche. Und wenn wir das nächste Mal in Deutschland sind werden es definitv mehr sein weil du zu einem wirst wenn du uns live siehst.

Tack så mycket

JB: (lacht) (danach in stark akzentuiertem Deutsch) Dankeschön.

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