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Interview mit Joakim von Necrophobic

Ein Interview von Opa Steve vom 24.05.2009 (4282 mal gelesen)
Das neue Werk "Death To All" ist ein gelungenes Exemplar undergroundigem Black-Death-Metals. Wir sprechen mit Joakim darüber, wie die Band ihre Musik selbst sieht.

  Hallo Joakim! Das neue Album ist ja gerade erschienen - seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden, und wie sind die Reaktionen bisher?

Joakim:   Das Album ist ein Meisterstück und wird sicherlich jeden ansprechen, der auf wahren Black Death Metal steht. Da es ja gerade erst erschienen ist, liegen uns noch nicht viele Reviews vor, aber das größte Magazin Schwedens (Close-Up-Magazin) hat uns in der aktuellen Ausgabe auf Platz 2 gesetzt, und Deutschlands größtes (Rock Hard) setzte uns auf Platz 5 von "10 x Dynamit". Das ist wirklich klasse.

  NECROPHOBIC wurden mit jedem Album besser - was meiner Meinung nach am Songwriting liegt. Aber der Sound von "Hrimthuursum" war sehr heavy, wohingegen "Death To All" eher underground-mäßig klingt, sehr roh und aggressiv. War das eine bewusste Entscheidung, oder das zufällige Ergebnis der Studioarbeiten?

Joakim:   Es wurde entschieden, dass der Sound sehr roh und düster werden soll, aber ich würde es allein deswegen nicht "Underground" nennen. Aber "Underground" ist in seiner ursprünglichen Bedeutung auch nicht falsch. Der Sound versprüht Hunger, Energie und Attitüde, was den Zuhörer zurück in die Zeit katapultiert, als diese Musik neu war. Wir stammen aus dieser Zeit und lieben es immer noch, was die Musik und den Sound natürlich beeinflusst.

  Eure Songs vereinen tolle Melodien des schwedischen Death Metals mit der Ausstrahlung und den Blasts des Black Metals. Was ist für euer Songwriting wichtiger: Aggression oder Atmosphäre?

Joakim:   Alles ist für NECROPHOBIC wichtig. Nichts ist grundlos.

  Ihr bedient euch auf "Death To All" mancher Stilmitteln aus Filmsoundtracks - pathetische Melodien und Chöre ('La Santisima Muerte' or 'The Tower'), was eine dunkle Atmosphäre erschafft. Würdet ihr jemals Keyboards einsetzen, um in dieser Richtung noch mehr Möglichkeiten zu haben?

Joakim:   Nur Wimps und Poser benutzen Keyboards. Wir erschaffen diesen Sound mit ursprünglichen Mitteln. Anstatt ein Keyboard mit dummen Chor-Sounds zu benutzen singen wir lieber selbst und bekommen genau das Ergebnis, was wir wollen. So machen wir es schon seit Jahren.

  Was ist das lyrische Konzept hinter dem Titelsong 'Death To All', der sich in drei Teile aufteilt...

Joakim:   Es startet damit, dass sich die Truppen der Hölle sammeln, setzt sich im nächsten Teil damit fort, dass der rechtmäßige Herr den Thron besteigt, und im dritten Teil weint Jesus und sieht, dass er besiegt ist. So als Kurzfassung.

  Konzepte scheinen auch ein großer Bestandteil eurer Releaseparty Ende Mai zu sein ... welche ein Mindestalter "ab 18" hat. Vielleicht kannst du schon ein paar Details verraten...?

Joakim:   Abgesehen von den Infos, die schon raus sind, nein. Mehr Informationen kann ich dir nicht geben, aber ich kann dir versprechen, dass es da noch einiges gibt.

  Lass uns über euer Lineup sprechen. Alex unterstützt euch am Bass, Erik von WATAIN unterstützt euch bei Live-Gigs. Wird es irgendwann ein identisches Lineup für Studio und Bühne geben, oder ist dies die beste Lösung für euch?

Joakim:   Das hast du falsch verstanden. Erik hat mit uns letztes Jahr (2008) ein paar Shows gespielt, als Tobias aufgrund einer Verletzung nur singen konnte. Nach diesen Shows haben wir gemerkt, dass Tobias viel besser singt, wenn er keinen Bass spielt. Und da wir Live und Studio die gleiche Besetzung haben wollten, haben wir uns entschieden, zum Quintett anzuwachsen. Im Oktober 2008 haben wir dann Alex rekrutiert. Unser Lineup ist daher seit 2001 identisch, nur mit einem Musiker mehr - keiner weniger.

  Gibt es Tourpläne, um euer Album die nächsten Monate zu promoten?

Joakim:   Wir werden ein paar Festivals spielen und uns im Herbst auf Touren konzentrieren. Es wird gerade geplant, also bleibt am Ball. Gerade haben wir schon ein deutsches Festival (Kings Of Black Metal) in Gießen absolviert, und das nächste deutsche Festival ist das Hell's Pleasure in Thüringen.

  Am Ende habe ich noch eine Frage speziell für die deutsche Metalszene (und ein besonderes deutsches Problem): es gab einige Aufregung, als ihr das Live-Video zu 'For Those Who Stay Satanic' veröffentlichtet, wo jemand "Sieg Heil!" ruft und euer Gitarrist den rechten Arm hebt. Besonders WATAIN hatten diesbezüglich schon sehr schlechte Erfahrungen in Deutschland gemacht, und mit Sicherheit werden euch noch einige Fragen hierzu erreichen. Die letzten Worte gehören also dir, um unseren Lesern noch zu sagen, was immer du möchtest - und vielleicht nebenbei euer Verhältnis zum Nationalsozialismus zu erläutern?

Joakim:   Wir wissen, dass das passierte, und dass gerade deswegen gerade einige Gerüchte im Umlauf sind. Aber wir garantieren euch, dass dies nur ein Zufall war, die Bewegung von Sebastians Arm hat nichts mit dem zu tun, was aus dem Publikum gerufen wurde. Also, ihr deutschen Fans von NECROPHOBIC, vertraut mir einfach, was das angeht. Davon abgesehen möchte ich damit schließen, dass wir erhobene Fäuste vor den Bühnen sehen wollen, wenn wir bei euch spielen. NECROPHOBIC werden niemals sterben!

  Vielen Dank für das Interview!

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