Interview mit Doro von Doro

Ein Interview von Elvis vom 12.12.2025 (647 mal gelesen)
Im Zuge der Veröffentlichung der neuen EP "Warriors Of The Sea" nahm sich die Metal-Queen mal wieder Zeit und gab uns einen Einblick, wie sie sich auf die Wintertour vorbereitet. Lest selbst, ob und wie Doro Weihnachten feiert, was sie von Avatar-Shows hält, mit wem sie gerne noch zusammenarbeiten würde und was für 2026 schon alles geplant ist. Viel Spaß!

Hallo Doro, toll, dass das geklappt hat. Wie geht's dir?

Doro: Ja, danke, mir geht es gut. Ich bin gerade aus Florida wiedergekommen. Ich habe gerade dort die neue Platte mit einem Fantreffen im Club von Nicko McBrain gefeiert. Er hat so einen Club in Coral Springs in Florida und da haben wir gefeiert. Die Leute kamen von überall her, teils sogar aus Australien angeflogen. Zwei Frauen aus Peru waren zum Beispiel auch da. Klar, und natürlich die Die Hard-Fans sowieso. Das war super. Nicko war auch die ganze Zeit da und dann haben wir schön gequatscht und ein bisschen Musik gehört und alle haben mitgefeiert. Das war voll geil. Ich bin jetzt gerade wiedergekommen und jetzt bereiten wir uns auf die Tour vor und machen die Bühnenaufbauten und all so was. Dann kommen bald die Proben und dann geht's los auf die Tour.

Das klingt doch wunderbar. Wie ist denn von deinem Empfinden her, wenn du jetzt in den USA so was machst, im Vergleich zu Deutschland etwa, wie ist da so der Andrang? Ist der Andrang in den USA ähnlich, ist der anders?

Doro: Also an sich genauso wie hier. Das kommt immer drauf an, was man konkret macht und so. Also da ist nicht viel Unterschied. Und die Die Hard-Fans, die kommen so gut immer.

Wie viel Zeit im Jahr bist du denn jetzt ungefähr in den USA im Verhältnis zu hier?

Doro: Das kommt auf die Tour an. Wenn wir eine lange Tour machen in Amerika, ist es natürlich länger. Aber wir sind natürlich meist weltweit unterwegs, gerne auch in Südamerika, das ist immer eine meiner Lieblings-Touren, weil die Leute alle so auf Metal abfahren, das ist immer so total wild, leidenschaftlich, einfach der Wahnsinn. Es kommt also echt auf die jeweilige Tour an, wo ich vielleicht die Platte mache und so Faktoren. Das letzte Album habe ich ja teils in Florida gemacht, teils in New York, teils hier in Deutschland. Kurz gesagt kommt es immer auf die jeweilige Situation an, was ich gerade mache und wo man mich in dem Moment hinführt. Da war halt Florida geil, denn bevor es jetzt in Deutschland kalt wird, war es natürlich super mit dem schönen Wetter da. Aber jetzt bin ich ja zurückgekommen und denke mir schon, oh Gott, die Tour, das wird wieder krass. Also eventuell Schnee und Eis, und hoffentlich klappt alles, dass man rechtzeitig mit dem Tourbus vor Ort ist. Also letztendlich, ich fahre überall gern hin. Es ist ganz egal, gerade das, was man eben in dem Moment machen muss. Amerika ist bisschen schöner gewesen in den 80ern, muss ich ehrlich sagen. Das war Freiheit pur und das hat sich im Lauf der Zeit etwas verändert. Aber ich spiele überall gern und bin überall gern. Deswegen habe ich auch keinen Platz, wo ich etwa lieber wäre. Am allerliebsten bin ich wirklich im Tourbus, von Halle zu Halle, von Land zu Land. Das ist so für mich seit vielen Jahren das Allerschönste.

Du machst ja im Grunde schon seit Jahren immer hierzulande deine Wintertour. Ist für dich die Adventszeit oder Weihnachten überhaupt ein Thema oder bist du da einfach wegen deines Jobs komplett raus aus der ganzen Sache?

Doro: Ja, also ich muss sagen, die eigentlichen Feiertage erlebe ich meistens gar nicht so wirklich, denn nach der Tour bin ich dann gefühlt so im Koma, es wird durchgepennt und meistens feiere ich gar kein Weihnachten, weil ich dann wirklich richtig erschöpft bin. Die Weihnachtstouren sind eigentlich immer schön, weil da meistens so eine total schöne Stimmung ist. Also generell, wir sitzen dann meistens so zusammen im Tourbus. Manchmal haben die Fans dann den Tourbus geschmückt von innen, während wir auf die Bühne gespielt haben. Da sind wir wiedergekommen und der ganze Tourbus war mit Kärtchen und Lichtern und so was geschmückt. Das haben Die Hard-Fans gemacht, wo wir vorher gar nichts von wussten. Das war total schön. Die Leute sind allgemein auch irgendwie in so einer angenehmen Stimmung. Man weiß, das Jahr geht zu Ende und man will sich noch mal richtig zusammen mit anderen Leuten austoben. Also, das ist immer eine besondere Atmosphäre. Ich würde sagen, es ist anders, als wenn man zum Beispiel im Frühling tourt oder im Herbst. Ich mag das sehr gern. Ist halt nur manchmal mit dem Wetter problematisch. Aber sonst ist es eigentlich eine, ja, es ist eine schönere Atmosphäre als sonst. Das stimmt schon.

Ja, das glaube ich gerne. Wenn du so vom ganzen Jahr ausgehst, wie viel Zeit vom Jahr bist du denn eigentlich im Grunde gar nicht daheim? Wie viele Tage bist du unterwegs?

Doro: Ich habe an sich gar nichts, was man ein normales Zuhausesein nennen könnte. Also eigentlich bin ich fast immer unterwegs. Das gibt es irgendwie nicht, dass ich so ein paar Wochen am Stück irgendwo bin. Vielleicht sind es mal nur so ein paar Tage, kurz eben. Meistens ist es ja dann zwischen Tourneen, Platten machen, Songs schreiben, proben. Das ist ja jetzt nicht so ein normales Leben. Ich bin eigentlich selten am Stück so länger als drei, vier Tage irgendwo. Aber ich mag das gern, ich bin ja wegen meinem Vater quasi im LKW aufgewachsen. Und ich mag das auch gern jeden Tag, wenn es abgeht, wenn es woanders hingeht, neue Abenteuer. Deswegen, auch meine Wohnung ist jetzt nicht so wie eine normale Wohnung. Also da sind nur Schallplatten, Magazine, Bühnenklamotten.

Ich glaube, das hast du mir schon mal erzählt gehabt. Das ist eigentlich mehr wie ein Lager, wo du selbst nicht mal auffällst, als eine wirkliche Wohnung im eigentlichen Sinne, richtig?

Doro: Ja, genau. In Florida habe ich ja eine Wohnung, da sieht es jetzt nicht so krass aus, denn die habe ich noch nicht so lange, aber die wird dann auch nicht voll. Irgendwie kriegt man auch bei jeder Tour immer schöne Sachen und Geschenke und alles, und dann ist alles voll. Und deswegen hatte mir Nicko McBrain auch gesagt, genau darum habe er diesen Laden aufgemacht, weil die ganzen Sachen, die waren bei ihm in irgendwelchen Lagern. Da hat dann der Mitstreiter, der mit ihm zusammen den Club macht, gesagt: "Ey, wir müssen da was draus machen." Dann hat er halt so einen Laden aufgemacht und da hängt alles voll mit Geschenken und Drumfellen und so. Ich dachte mir, irgendwann möchte ich das auch machen.

Das wäre cool, absolut. Wahrscheinlich dann eher in Düsseldorf als in USA, oder?

Doro: Wo, das ist mir im Grunde egal. Wir hatten das schon mal vor in Hamburg, da auf der Reeperbahn, das hat dann aber irgendwie doch nicht geklappt. Das wollte jemand machen, aber wie das immer so ist, man muss ja immer gucken mit Lizenzkriegen und sowas alles. Wir wollten das eigentlich gern in Hamburg machen. Aber mir ist es wie gesagt egal wo, am liebsten da, wo die Leute Spaß dran haben und da muss sich dann natürlich auch jemand drum kümmern. Ich bin ja nie so oft in Düsseldorf, deswegen könnte ich selber mich da nicht gut drum kümmern. Der Job ist nun mal anstrengend, ich liebe das ja, aber der Tag hat nur 24 Stunden, da kann man nicht noch gut irgendwie was anderes machen. Wenn man was macht, dann muss man es ja auch richtig machen. Aber irgendwann wollen wir so was machen. Dann hängt das alles auch nicht mehr nur in irgendwelchen Lagern rum, die ganzen schönen Sachen. Ich glaube, der Warlock, der ganz supergroße Warlock, den wir mal fürs Jubiläum gebaut haben, der war so groß, dass der nirgendwo mehr hinpasste. Der steht jetzt in Wacken, der muss also auch nicht woanders hin. Da ist er ja gut aufgehoben. Da kann man ihn ja noch mal angucken und so. Diverse Bühnenklamotten sind auch im Rock- und Pop-Museum schon ausgestellt. Das ist in Gronau, glaube ich. Aber auf der ganzen Welt sind quasi die Lager von den Tourmanagern überall voll, auf der ganzen Welt.

Glaube ich gern. Wie sehr bist du denn jetzt, also mit dem Kreativen ist mir klar, eigentlich im täglichen Business selbst eingebunden? Oder gibst du das eher ab an deine Leute, die du dafür hast?

Doro: Ich muss das zum Teil ja, weil ich mein eigenes Label "Rare Diamonds" gegründet habe, und da muss man sich halt auch mit so was beschäftigen. Wenn ich auf Tour bin, ist das schwer, weil ich mich da eigentlich nur auf die Show und auf die Fans konzentrieren möchte. Aber sonst, ja klar, bin ich selbst eingebunden, soweit es geht. Es muss ja alles auch oft dokumentiert werden und es fällt viel Papierkram an. Da habe ich aber zum Glück mit Holger Koch einen super tollen Business Manager, der kennt sich super aus und der mag das alles auch gern. Ich bin da eher nicht so der Typ für. Also, den ganzen Tag im Büro sitzen, das ist jetzt nicht so mein Ding. Aber klar, wir machen schon das, was gemacht werden muss.

Klar, alles nachvollziehbar. Als wir uns das letzte Mal gesehen hatten, hatten wir ja natürlich auch wieder ein bisschen über KISS gesprochen gehabt. KISS sind ja jetzt, nachdem sie im Grunde mit dem Touren aufgehört haben, hingegangen und haben dasselbe gemacht, was ABBA so richtig angefangen haben und wollen in Zukunft eine Avatar-Show machen. Was denkst du darüber? Ich weiß jetzt nicht, ob es für dich überhaupt jemals ein Thema wäre, aber was denkst du da allgemein?

Doro: Die letzte Show hast du ja bestimmt auch gesehen im Madison Square Garden. Die Show war ja schön und dann, wo dann diese Avatare kamen am Schluss, da waren ja alle doch sehr enttäuscht, weil das sah irgendwie komisch aus und das fand ich jetzt auch nicht so toll. Ich weiß nicht, wenn das super gut gemacht ist, kann man das vielleicht machen, aber das muss dann auch echt schön sein. Das nach der letzten Show, das war doch so ein bisschen enttäuschend. Vielleicht hast du es ja grade gesehen, die sind ja zuletzt in Las Vegas und machen da im Hotel quasi ihre KISS-Cruise. Ich habe auch das Akustik-Set gesehen. Ich finde es immer schöner, wenn die Leute auf der Bühne stehen. Selbst ein Akustik-Set finde ich besser als mit solchen Avataren und so. Die Setlist fand ich auch schön, dass man mal andere Songs gehört hat. Ich mag lieber "The Real Deal". Aber Avatare, ja, wenn jemand nicht mehr lebt, also zum Beispiel bei DIO, dann ist es was anderes. Aber ich finde, solange man noch irgendwie auf die Bühne kann, ist es viel schöner. Und es muss halt auch gut gemacht sein, wenn so was gemacht wird. Aber die Technik ist ja jetzt auch schon viel weiter, als damals, wo das angefangen hat mit DIO. Das war ja schon recht viele Jahre her. So ein richtiger Mensch ist halt doch irgendwie ... ist was anderes.

Guck dir ALICE COOPER an, der geht hart auf die 80 zu, der ist immer noch da und zieht es auf der Bühne durch.

Doro: Alice war pure Inspiration. Wir haben ja letztes Jahr zusammen getourt. Also, boah, da kann man ja echt nur den Hut vor ziehen und der ist immer auch so gut drauf und auch super nett. Wir haben uns immer total gut verstanden und auch unterhalten. Das war so eine einmalig schöne Tour und mein damaliger Bassmann von der WARLOCK-Zeit ist ja jetzt der Gitarrist bei ALICE COOPER und den HOLLYWOOD VAMPIRES, der Tommy Henriksen. Wirklich total schön, das war voll familiär und freundschaftlich. ALICE COOPER hat mich sehr, sehr inspiriert und den kenne ich ja, seitdem ich ein kleines Kind bin. Mit der Glamrock-Zeit bin ich ja aufgewachsen, mit SWEET, SLADE oder eben ALICE COOPER. Es ist toll, mit den eigenen Helden zu touren. Und ja, der ist wirklich super drauf und seine Frau ist auch total nett. Alle sind da so ein total gutes Team. Also ich finde das super. Solange es geht, solange der liebe Gott will, finde ich, ist es toll. Man muss natürlich gesund sein. Das ist eine wichtige Grundvoraussetzung, aber ALICE COOPER war total fit und auch immer freundlich, immer nett zu allen.

Aus meiner Sicht spielt als Einzelperson bei den Männern keiner in derselben Liga wie er. ALICE COOPER ist eine Inspiration für unheimlich viele gewesen, für dich ja auch. Der ist immer noch da, zieht sein Ding durch, und ich unheimlich toll finde, er macht konsequent weiterhin seine Platten.

Doro: Ja, wir haben viele Gemeinsamkeiten, wir hatten auch manchmal denselben Produzenten, Jack Ponti, der ist leider auch nicht mehr da. Der ist während wir auf der ALICE COOPER-Tour waren verstorben. Das war auch einer meiner besten Freunde und ein super Typ, super Gitarrist. Na ja, irgendwie haben sich immer so viele Wege gekreuzt und so Weggefährten ebenso. Ja, etwa dass Tommy jetzt bei ALICE COOPER ist, irgendwie der Hammer. Der produziert ja auch die HOLLYWOOD VAMPIRES. Tommy ist auch immer noch total gut drauf. Zudem auch ein supernetter Kerl und talentiert. Ich finde das toll. Aber ALICE COOPER ist schon herausragend, absolut.

Wenn man von einer lebenden Legende reden darf, dann sicherlich bei ihm.

Doro: Ja, voll. Unheimlich gut.

Du hast natürlich selbst schon unheimlich viel gemacht, auch mit Touren und allem. Gibt es da tatsächlich irgendeine Kombi, wo du sagen würdest, die würde ich echt gern noch machen?

Doro: Ja, ja, ja! Also ich habe wirklich, ich glaube, schon über 45 Duette gemacht und hab mir gedacht, irgendwann mach ich mal so eine Duett-Platte. Also es muss natürlich ein Doppel-Album sein oder vielleicht sogar dreifach. Aber ein Traum von mir, das wäre noch ein Duett mit David Coverdale, weil David Coverdale, das war auch eine meiner größten Inspirationen und Helden, zusammen mit Ronnie James Dio und mit Dio geht ja leider nicht mehr. Ich hab mir das immer gewünscht. Wir waren ja oft auf Tour und dann auch zusammen auf der Bühne, aber so ein Duett auf einer Platte zu machen, das habe ich mir immer gewünscht. David Coverdale und WHITESNAKE war mein aller-allererstes Rockkonzert damals, das war 1980. Meine erste Band hieß ja SNAKEBITE, weil wir diese WHITESNAKE- und David Coverdale-Fans waren. Das war damals auch wirklich ein Wahnsinnskonzert, also ich kann mich da immer noch total gut dran erinnern, jede Sekunde. David Coverdale, der war echt ein Gott, als Showman, als Frontmann. Jetzt habe ich ja gerade gehört, hast du ja bestimmt auch gehört, dass der jetzt in den Ruhestand geht und ich dachte nur "Oh nein ...!"

Ja, du musst ihn überreden.

Doro: Ja, das werde ich versuchen. Auf der "Forever Warriors, Forever United" hatte ich ja 'Don't Break My Heart Again' gecovert. Ich finde, das ist auch echt gut rausgekommen. Ich gucke mal, ob ich ihn überreden kann.

Das wäre doch ein Traum. Einmal was einsingen würde er ja wohl für dich doch machen.

Doro: Ja, vielleicht.

Guck mal, das wäre toll.

Doro: Absolut.

Ich glaube, so ein komplettes Duett-Album wäre auch eine echt coole Sache.

Doro: Ja, weil viele Fans kennen wahrscheinlich manche Perlen gar nicht, obwohl die wunderschön sind. Du kennst dich ja da aus, also wenn man das nicht richtig promotet, dann weiß das keiner, außer die Die Hard-Fans. Da sind wirklich schöne Sachen dabei, also so richtig außergewöhnliche und wunderschöne Sachen. Das würde ich gern irgendwann mal machen, das ist es bestimmt wert, grade auch wegen der Bandbreite so von total heftigen Songs über wunderschöne ruhigere Sachen.

Ja, das wäre was Feines.

Doro: Das habe ich so im Hinterkopf für die nächsten Jahre. Ich habe nämlich einmal ein paar Songs aufgeschrieben, weil ich mir dachte, eine Platte kriege ich bestimmt zusammen. Und dann wurde die Liste immer länger, ich glaube, bei 50 Songs bin ich am Ende angekommen.

Du kannst ja ein Box-Set draus machen.

Doro: Genau, das wäre cool.

Ich finde, das wäre sowieso eine gute Idee. Ich weiß nicht, wie es sich wirtschaftlich heutzutage noch rechnet, aber vielleicht ein dickes Box-Set auch mit noch mehr Raritäten, das wäre schon cool.

Doro: Wir hatten vor ein paar Jahren ja schon mal die "Magic Diamonds" rausgebracht. Da waren auch viele Raritäten drauf, auch Demos, die wunderschön waren. So was könnte man vielleicht noch einmal machen.

Ich meine, waren ja nur drei CDs, deswegen, da ist ja bestimmt noch mehr Luft.

Doro: Ja, solange es doch überhaupt so physische Sachen noch gibt. Ich hab ja gerade die "Warriors Of The Sea" gemacht, die gibt es ja auch als Liquid Vinyl mit Curacao als Special Edition. Ich mache immer gern solche Sachen, was für die Die Hard-Fans eben. Naja, auf jeden Fall haben wir da Autogramm-Stunden gemacht, das machen wir ja meistens so. Die waren meistens bei MediaMarkt oder Saturn. Die sind ja offenbar jetzt verkauft worden. Hast du gehört?

Hab ich gehört, ja. Beides geht nach China, meine ich?

Doro: Richtig, und bei vielen Terminen sollten wir im Mediamarkt sein. Und dann dürfen die auf einmal gar nicht mehr alleine was bestellen. Manche Märkte, Saturn oftmals, haben ja gar keine Plattenabteilung mehr.

Ja, das ist richtig traurig. Nimm etwa mal den Saturn am Hansaring in Köln, der war ja riesengroß und da hast du unheimlich viel bekommen, da ist jetzt fast nichts mehr.

Doro: Stimmt, bei der letzten Platte haben wir da auch noch eine Autogrammstunde gemacht. Aber der eine Laden, der war, glaube ich, nur voll mit Spielen und so. Manche Fans haben das gar nicht gefunden. Die haben da angerufen, wir finden die Autogrammstunde nicht. Ich weiß gar nicht, ob es den überhaupt noch gibt in Köln.

Ja, den gibt's noch, aber es ist fast gar nichts mehr da. Es ist echt schade. Kurz nochmals zu Duetten, 'Total Eclipse Of The Heart' mit Rob Halford auf der letzten Platte fand ich mega gut.

Doro: Fand ich auch, das ist so schön geworden. Dann hat Rob Halford sogar gesagt: "Hey, ich will auch ein Video machen." Er ist dann selber in ein Studio gegangen, hat eine Videofirma beauftragt und hat's dann gefilmt, weil er auch so davon begeistert war. Das war auch sehr schön. Zuerst hab ich mir noch gedacht, "Na ja, ein BONNIE TYLER-Song, eine JIM STEINMAN-Produktion ...?" Aber Rob hat gesagt, ich habe mir das immer schon gewünscht, das mit dir zu singen. Und dann habe ich mir gesagt, okay, ja, dann natürlich. Wenn der Metal God sich das wünscht, dann ist sein Wunsch mein Befehl. Das war auch deswegen toll, weil sich auch so ein bisschen der Kreis geschlossen hat. Das war nun mal meine allererste große Tour 1986, ich bin ein riesiger PRIEST-Fan und Rob war auch damals immer so nett. Ähnlich wie Alice Cooper, immer ein totaler Gentleman, super freundlich, super nett, immer unterstützend. Da muss ich auch sagen, das ist was, was ja gar nicht selbstverständlich ist als Headliner. Da gab es auch andere Bands, wenn die Headliner waren und man selbst war Support-Band, dann wurde man so am langen Arm verhungern gelassen, weißt du? Also das gibt's halt ebenso und Rob Halford war stattdessen immer total nett. Wir haben auch seitdem so eine lange Freundschaft und sind immer froh, dass man sich sieht.

Ganz großer Mann, gar keine Frage. Hast du neben der neben der Fluss-Cruise und den Festivals schon irgendwas Spezielles für 2026 im Blick, was du gern machen möchtest?

Doro: Das erste Festival, in Texas, das Hell's Heroes, da geht es wieder los. Vorher wollte ich gucken, dass wir mit der DVD weitermachen, also die DVD und Blu-ray vom Jubiläum 2023, da sind wir immer noch dran, aber man kann nicht beides, also auf Tour sein und dann im Studio zur selben Zeit. Da sind wir immer noch dran, das waren ja zwei Konzerte, einmal in Wacken, einmal in Düsseldorf mit so vielen tollen Gästen. Ich finde, es ist echt wert, dass es dann irgendwann auch rauskommt, mit Bild und Ton, also auf CD und auf DVD oder Blu-ray. Da sind wir immer noch dran. Dann bin ich dran, neue Songs zu schreiben und hab schon ein paar schöne Ideen und dann geh ich morgen ins Studio und hab einen Song zusammen mit Gus G geschrieben, den werde ich morgen einsingen. Die Scheibe von Gus G kommt dann nächstes Jahr raus. Dann gucke ich mal, irgendwann ist ja wieder mal eine neue Platte zu machen oder was wir eben besprochen haben, vielleicht was Spezielles, ob nun als Platte oder Box Set. Ja, und dann ist auch schon wieder irgendwann genug zu tun. Es hört nie auf, aber ist eigentlich ja auch gut so, es wird nicht langweilig, immer was zu tun. Man kann sich so auch immer auf was freuen. Ich liebe das und ja, was immer so die Fans glücklich machen könnte, da denke ich eigentlich jeden Tag dran, was könnte man machen und wie und so in der Art.

Was ich persönlich super fände, wäre auch, wenn du zum Beispiel auch noch mal irgendwann nach Andernach kommen würdest. Die machen jetzt ja Anfang Mai ein zweitägiges Festival im JUZ, da warst du ja auch schon in der Vergangenheit. Ich weiß, du warst vor zwei Jahren in Koblenz auf der Festung, aber das wäre doch mal wieder eine schöne Gelegenheit.

Doro: Ja, das wäre auch noch mal cool. Grade sind, glaube ich, auch wieder ein paar Burgenshows in der Mache, vielleicht sogar wieder Ehrenbreitstein in Koblenz. Manches bekomme ich auch erst mit, wenn es wasserfest ist. Die Burgenshows mag ich auch immer sehr gern, das hat so was Mystisches und dann vielleicht ein anderes Bühnen-Set. So spezielle Events mache ich super gerne, wie auch bei der Cruise, da können wir andere Songs spielen, haben andere andere Aufbauten und andere Sets oder auch mal ein Bühnenzelt. Also ja, Burgenshows oder so die Magic-Castle-Shows sind in der Planung.

Das klingt doch schon vielversprechend. Dann wünsche ich schon mal eine erfolgreiche Tour im Winter und bis zum nächsten Mal.

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