Interview mit Richard Svärd von Art Nation

Ein Interview von Elvis vom 03.09.2025 (2698 mal gelesen)
Bassist Richard von ART NATION nahm sich die Zeit, uns ein paar Fragen im Zuge der erweiterten Wiederveröffentlichung des Debütalbums "Re-Revolution" und der neuen Platte "Chapter V: The Ascendance" zu beantworten. Viel Spaß!

Danke, dass du dir die Zeit nimmst, um ein paar Fragen zum Re-Release eures Debütalbums "Revolution" und eurer starken neuen Platte "Chapter V: The Ascendance" zu beantworten! Beide haben wir positiv besprochen, wie glücklich seid ihr allgemein mit den Reaktionen zu beiden Veröffentlichungen?

Richard Svärd: Ich glaube, ich kann ehrlich sagen, dass wir mit beiden Veröffentlichungen glücklich sind. Unser Debüt nochmals rauszubringen war etwas, was wir in der nahen Zukunft ohnehin gern tun wollten. Der Hauptgrund war, dass es 2015 nur eine limitierte Auflage der physischen Version gab und diese schon lange nicht mehr erhältlich war. Dass Frontiers also für unsere Fans eine Neuauflage auf den Weg gebracht hat, bedeutet uns wirklich was. Es ist auch ziemlich cool, dass es ein neues Albumcover dafür gibt!

Wie lief die Produktion des neuen Albums allgemein? Gab es besondere Herausforderungen oder lief alles so weit glatt für euch?

Richard Svärd: Ich würde sagen, das meiste lief ziemlich glatt, es gab bloß ein paar Herausforderungen mit den Drums. Ein Hauptfaktor dabei war, dass wir unseren Drummer Alexander zuvor verloren hatten und einen neuen Drummer finden mussten, der die Songs für das kommende Album einspielt. Letztlich hatten wir dann zwei verschiedene Drummer, die auf dem Album spielen, wir hatten das ein oder andere Problem mit deren Zeitplan und natürlich am Ende auch Zeitnot, das Album endgültig fertigzustellen. All das war ein ziemlich stressiger Prozess für uns, im Ergebnis haben wir es aber hinbekommen und wir sind glücklich mit dem Ergebnis.

Nehmt ihr die Musik gemeinsam als komplette Band auf oder spielt ihr eure Parts separat ein?

Richard Svärd: Wir nehmen das komplette Album einzeln und an verschiedenen Orten auf. Ich etwa nehme meine Parts daheim auf und sende die kompletten Bassspuren an Chris, sodass er alles abmischen und mastern kann. Alex macht dasselbe mit seinen Vocals.

Mein Kollege empfand die Produktion des neuen Albums als sehr clean. War das euer Ziel oder hat Christoffer als Produzent das so entschieden?

Richard Svärd: Das war eine bewusste Entscheidung von Christoffer und Alex. Sie hatten von Anfang an eine klare Vision, wie das Album für die Hörer klingen sollte.

"Revolution" ist jetzt grade mal zehn Jahre alt und bekommt schon eine Neuveröffentlichung, und zwar eine echt gute. Ich freue mich, dass so ein starkes Album wieder verfügbar ist. Wie denkst du über den Markt für physische Produkte heutzutage? Legst du Wert darauf, dass eure Alben als CD oder Vinyl durchgängig verfügbar sind oder stehst du dem Trend zu einer eher digitalen Art des Konsums offener gegenüber?

Richard Svärd: Ich persönlich bin ein großer Fan von physischen Produkten wie Vinyl, CDs und sogar Kassetten. Die anderen Jungs interessieren sich tatsächlich mehr für die digitale Musikwelt, was natürlich auch wichtig ist. Also, um deine Frage zu beantworten, ich glaube, wir möchten unseren Fans beide Optionen lassen. Physische Versionen sollen genauso verfügbar sein wie die Präsenz zum Beispiel bei Spotify.

Wenn du deine persönliche ultimative physische Version eines Albums veröffentlichen könntest, wie würde die aussehen?

Richard Svärd: Ich schätze, das wäre ein massives Boxset mit Vinyl, CDs und Band-Merchandise in einem Paket.

"Re-Revolution" hat einige Bonustracks spendiert bekommen. Wie viele Songs nehmt ihr üblicherweise für ein Album auf und wie entscheidet ihr, wie viele Songs am Ende auf dem Album landen?

Richard Svärd: Normalerweise schreiben wir 10 bis 15 Songs und aus denen wählen wir dann etwa 10 bis 11 Stück für das Album aus. Das entspricht auch ungefähr dem, was Plattenlabels so verlangen - plus ein Bonustrack für Japan.

Was war die beste Show, die ihr deiner Meinung nach bis dato gespielt habt?

Richard Svärd: Ich denke, die meisten von uns würden sagen, dass das der Support-Slot für NIGHTWISH 2023 war. Es war ein unglaubliches Gefühl, vor so vielen Metalfans zu spielen und ich hoffe, wir konnten da ein paar Fans dazugewinnen ...

Bei welchem Festival würdest du gerne mal spielen - egal, ob zum ersten Mal oder wieder? Und warum?

Richard Svärd: Da gibt es so viele! Wacken wäre sicherlich eines ... dann das Summer Breeze, 70.000 Tons Of Metal. Und die Liste geht natürlich weiter ...

Was sind deiner Meinung nach die drei größten Melodic Rock-Songs aller Zeiten?

Richard Svärd: Meiner Meinung nach: 'Still Of The Night' von WHITESNAKE, 'Cry' von H.E.A.T und 'I'll Be Waiting' von TALISMAN.

Welchen Vorteil hat eine Melodic Rock-Band heute, wenn man es mit den 80ern vergleicht?

Richard Svärd: Vielleicht kann man sagen, dass Künstler heute mehr kreative Freiheit haben als damals. Man ist nicht ganz so darauf fixiert, was grade im Musikgeschäft "in" ist wie in den 80ern und irgendwann mit dem Beginn von Grunge wurde es dadurch natürlich für manche Bands echt schwierig.

Was ist euer Plan für ART NATION für die nächsten fünf Jahre?

Richard Svärd: Wir möchten gerne mehr touren, mehr Musik veröffentlichen und hoffentlich mehr Fans gewinnen! Es geht uns darum, der ganzen Welt unsere Musik zu zeigen und was wir insofern lieben.

Gibt es irgendjemanden, mit dem ihr gerne mal zusammenarbeiten würdet?

Richard Svärd: Wenn wir es hinbekämen, dass Floor Jansen mal einen Gastauftritt bei ein paar Songs hinlegt, das wäre schon ziemlich toll.

Wenn du dir eine Band aussuchen könntest, die sich wiedervereint - egal, ob das möglich ist oder nicht - und mit der du auftreten könntest, welche wäre das?

Richard Svärd: Für mich persönlich: LED ZEPPELIN!

Nochmals vielen Dank für deine Zeit, die letzten Worte gehören dir!

Richard Svärd: Ich habe zu danken!

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